{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:2191"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:2191","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Atomare Zweielektronensysteme in intensiven Laserpulsen","abstract":"Durch die stetige Weiterentwicklung der Lasertechnologie ist es in den <br>letzten Jahren möglich geworden, die fundamentale Wechselwirkung <br>hochintensiver Lichtfelder mit komplexen Atomen und Molekülen zu untersuchen. <br>Dabei haben Experimente im Tunnelbereich gezeigt, <br>daß die ungewöhnlich hohen Doppelionisationsraten dieser Systeme nicht <br>durch einen sequentiellen Ionisationsmechanismus erklärt werden können, <br>da die Wechselwirkung der Photoelektronen untereinander für die <br>Ionisation von entscheidender Bedeutung ist. <br>Interessant ist es nun, zu untersuchen, wie Doppelionisationsvorgänge <br>in hochfrequenten Feldern bei Wellenlängen unter 50 nm ablaufen, <br>einem Frequenzbereich, der vor allem durch die Entwicklung <br>Freier-Elektronen-Laser (FEL) in naher Zukunft experimentell zugänglich <br>sein dürfte. <br>Bei solch hohen Frequenzen sind die bislang vorgeschlagenen <br>Doppelionisationsmechanismen wie etwa das Rescattering-Modell nicht gültig; <br>darüber hinaus kann es zur Stabilisierung kommen, die die Ionisation <br>unterdrückt. <br>Hierbei handelt es sich um einen Effekt, bei dem das Kernpotential <br>durch das rapide oszillierende Laserfeld derart überlagert wird, <br>daß es effektiv gebundene Zustände besitzt; <br>dadurch besteht die Möglichkeit, daß die Ionisationswahrscheinlichkeit <br>des Atoms mit steigender Laserintensität stagnieren oder sogar abnehmen kann. <br>Gleichzeitig gewinnt die Magnetfeldkomponente des Laserpulses bei diesen <br>Frequenzen und Intensitäten eine stärkere Rolle, die aufgrund <br>der Lorentzkraft zu einer Drift der Elektronen in die Propagationsrichtung <br>des Laserpulses führt. <br>Diese Nichtdipoleffekte können sowohl die Doppelionisation als auch die <br>Stabilisierung des Atoms im Laserfeld beeinflussen. <br> <br>In der vorliegenden Arbeit wird das Ionisationsverhalten <br>eines Zweielektronenatoms bzw. -ions mittels eines Modellatoms <br>untersucht, welches die numerische Integration der zeitabhängigen <br>Schrödingergleichung jenseits der Dipolnäherung ermöglicht. <br>Aufgrund der massiven Anforderungen an die Rechenkapazität werden im Rahmen <br>dieses Modells die Wellenfunktionen der beiden Elektronen auf jeweils zwei <br>Dimensionen eingeschränkt, da das Laserfeld keine effektive Kraft <br>in die dritte Raumrichtung ausübt; <br>als Anfangszustand wird eine angeregte Konfiguration gewählt, in der beide <br>Elektronen unterschiedliche Orbitale besetzen. <br>Die Gesamtwellenfunktion, die sich innerhalb der hier vorgenommenen <br>Näherungen durch einen Produktansatz darstellen läßt, wird mit Hilfe <br>des Split-Operator-Verfahrens in Kombination mit Fouriertransformationen <br>bezüglich der Zeit propagiert. <br>Eine Analyse relevanter Beobachtungsgrößen wie der Schwerpunktsbahnen <br>der Elektronen, der Wellenpaketsdichten sowie der <br>Ionisationswahrscheinlichkeiten ermöglicht Einblicke in die Ionisationsdynamik <br>des Heliumatoms. <br> <br>Für den Bereich hoher Laserfrequenzen wird der \"quasi-simultane\" <br>Ionisationsmechanismus identifiziert, bei dem beide Elektronen bei <br>etwa der gleichen Phase des Laserpulses ionisieren, um dann kollektiv <br>vom Laserfeld getrieben zu werden. <br>Die wechselseitige Coulombabstoßung führt zu Modifikationen in den <br>Schwerpunktsbahnen sowie in den Winkelverteilungen der Elektronen. <br>Der Stabilisierungseffekt ist im Zweielektronenatom trotz der Magnetfelddrift <br>und der wechselseitigen Abstoßung der Elektronen untereinander beobachtbar. <br>Für bestimmte Pulslängen tritt ein zusätzlicher Effekt der <br>Ionisationsunterdrückung jenseits der Stabilisierung auf. <br>Wie eine zeitunabhängige Abschätzung sowie eine Analyse der Wellenpaketsdynamik <br>ergeben haben, läßt sich dieser Effekt im Rahmen einer Einelektronennäherung <br>durch einen Populationstransfer der ursprünglich angeregten Wellenfunktion in <br>den Grundzustand des Systems erklären. <br>Schließlich wird das Modellatom für Helium auf den Fall der beiden <br>einfach- bzw. doppeltgeladenen Zweielektronenione Lithium und Beryllium erweitert. <br>Aufgrund der verschiedenen elektronischen Kopplungsstärken in diesen Systemen <br>ergeben sich deutliche Unterschiede der Ionisationswahrscheinlichkeiten <br>im Vergleich zum Helium.","abstract_html":"Durch die stetige Weiterentwicklung der Lasertechnologie ist es in den &lt;br&gt;letzten Jahren möglich geworden, die fundamentale Wechselwirkung &lt;br&gt;hochintensiver Lichtfelder mit komplexen Atomen und Molekülen zu untersuchen. &lt;br&gt;Dabei haben Experimente im Tunnelbereich gezeigt, &lt;br&gt;daß die ungewöhnlich hohen Doppelionisationsraten dieser Systeme nicht &lt;br&gt;durch einen sequentiellen Ionisationsmechanismus erklärt werden können, &lt;br&gt;da die Wechselwirkung der Photoelektronen untereinander für die &lt;br&gt;Ionisation von entscheidender Bedeutung ist. &lt;br&gt;Interessant ist es nun, zu untersuchen, wie Doppelionisationsvorgänge &lt;br&gt;in hochfrequenten Feldern bei Wellenlängen unter 50 nm ablaufen, &lt;br&gt;einem Frequenzbereich, der vor allem durch die Entwicklung &lt;br&gt;Freier-Elektronen-Laser (FEL) in naher Zukunft experimentell zugänglich &lt;br&gt;sein dürfte. &lt;br&gt;Bei solch hohen Frequenzen sind die bislang vorgeschlagenen &lt;br&gt;Doppelionisationsmechanismen wie etwa das Rescattering-Modell nicht gültig; &lt;br&gt;darüber hinaus kann es zur Stabilisierung kommen, die die Ionisation &lt;br&gt;unterdrückt. &lt;br&gt;Hierbei handelt es sich um einen Effekt, bei dem das Kernpotential &lt;br&gt;durch das rapide oszillierende Laserfeld derart überlagert wird, &lt;br&gt;daß es effektiv gebundene Zustände besitzt; &lt;br&gt;dadurch besteht die Möglichkeit, daß die Ionisationswahrscheinlichkeit &lt;br&gt;des Atoms mit steigender Laserintensität stagnieren oder sogar abnehmen kann. &lt;br&gt;Gleichzeitig gewinnt die Magnetfeldkomponente des Laserpulses bei diesen &lt;br&gt;Frequenzen und Intensitäten eine stärkere Rolle, die aufgrund &lt;br&gt;der Lorentzkraft zu einer Drift der Elektronen in die Propagationsrichtung &lt;br&gt;des Laserpulses führt. &lt;br&gt;Diese Nichtdipoleffekte können sowohl die Doppelionisation als auch die &lt;br&gt;Stabilisierung des Atoms im Laserfeld beeinflussen. &lt;br&gt; &lt;br&gt;In der vorliegenden Arbeit wird das Ionisationsverhalten &lt;br&gt;eines Zweielektronenatoms bzw. -ions mittels eines Modellatoms &lt;br&gt;untersucht, welches die numerische Integration der zeitabhängigen &lt;br&gt;Schrödingergleichung jenseits der Dipolnäherung ermöglicht. &lt;br&gt;Aufgrund der massiven Anforderungen an die Rechenkapazität werden im Rahmen &lt;br&gt;dieses Modells die Wellenfunktionen der beiden Elektronen auf jeweils zwei &lt;br&gt;Dimensionen eingeschränkt, da das Laserfeld keine effektive Kraft &lt;br&gt;in die dritte Raumrichtung ausübt; &lt;br&gt;als Anfangszustand wird eine angeregte Konfiguration gewählt, in der beide &lt;br&gt;Elektronen unterschiedliche Orbitale besetzen. &lt;br&gt;Die Gesamtwellenfunktion, die sich innerhalb der hier vorgenommenen &lt;br&gt;Näherungen durch einen Produktansatz darstellen läßt, wird mit Hilfe &lt;br&gt;des Split-Operator-Verfahrens in Kombination mit Fouriertransformationen &lt;br&gt;bezüglich der Zeit propagiert. &lt;br&gt;Eine Analyse relevanter Beobachtungsgrößen wie der Schwerpunktsbahnen &lt;br&gt;der Elektronen, der Wellenpaketsdichten sowie der &lt;br&gt;Ionisationswahrscheinlichkeiten ermöglicht Einblicke in die Ionisationsdynamik &lt;br&gt;des Heliumatoms. &lt;br&gt; &lt;br&gt;Für den Bereich hoher Laserfrequenzen wird der &quot;quasi-simultane&quot; &lt;br&gt;Ionisationsmechanismus identifiziert, bei dem beide Elektronen bei &lt;br&gt;etwa der gleichen Phase des Laserpulses ionisieren, um dann kollektiv &lt;br&gt;vom Laserfeld getrieben zu werden. &lt;br&gt;Die wechselseitige Coulombabstoßung führt zu Modifikationen in den &lt;br&gt;Schwerpunktsbahnen sowie in den Winkelverteilungen der Elektronen. &lt;br&gt;Der Stabilisierungseffekt ist im Zweielektronenatom trotz der Magnetfelddrift &lt;br&gt;und der wechselseitigen Abstoßung der Elektronen untereinander beobachtbar. &lt;br&gt;Für bestimmte Pulslängen tritt ein zusätzlicher Effekt der &lt;br&gt;Ionisationsunterdrückung jenseits der Stabilisierung auf. &lt;br&gt;Wie eine zeitunabhängige Abschätzung sowie eine Analyse der Wellenpaketsdynamik &lt;br&gt;ergeben haben, läßt sich dieser Effekt im Rahmen einer Einelektronennäherung &lt;br&gt;durch einen Populationstransfer der ursprünglich angeregten Wellenfunktion in &lt;br&gt;den Grundzustand des Systems erklären. &lt;br&gt;Schließlich wird das Modellatom für Helium auf den Fall der beiden &lt;br&gt;einfach- bzw. doppeltgeladenen Zweielektronenione Lithium und Beryllium erweitert. &lt;br&gt;Aufgrund der verschiedenen elektronischen Kopplungsstärken in diesen Systemen &lt;br&gt;ergeben sich deutliche Unterschiede der Ionisationswahrscheinlichkeiten &lt;br&gt;im Vergleich zum Helium.","abstract_has_math":false,"creators":["Staudt, Andreas"],"institution":null,"degree_name":null,"degree_level":null,"degree_discipline":null,"degree_department":null,"school":null,"contributors":["Keitel, Christoph H."],"advisors":[],"committee_chairs":[],"committee_members":[],"year":null,"date_issued":"","date_published":null,"updated_at":"2026-07-24T02:22:40Z","subjects":["Stabilisierung","Doppelionisation","Zweielektronenione","stabilization","double ionization","two-electron ions"],"languages":[],"rights":[],"rights_urls":[],"identifier_entries":[]},"links":{"outbound_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/data/2191","outbound_label":"Repository record","outbound_source":"source_url"},"metadata_groups":[{"id":"people","label":"People","entries":[{"key":"dc:contributor","label":"Contributor","values":["Keitel, Christoph H."]},{"key":"dc:creator","label":"Author","values":["Staudt, Andreas"]}]},{"id":"academic_context","label":"Academic Context","entries":[{"key":"dc:type","label":"Dc Type","values":["DoctoralThesis"]}]},{"id":"subjects_keywords","label":"Subjects and Keywords","entries":[{"key":"dc:subject","label":"Dc Subject","values":["Stabilisierung","Doppelionisation","Zweielektronenione","stabilization","double ionization","two-electron ions"]}]},{"id":"additional","label":"Additional Metadata","entries":[{"key":"dc:description.abstract","label":"Abstract","values":["Durch die stetige Weiterentwicklung der Lasertechnologie ist es in den <br>letzten Jahren möglich geworden, die fundamentale Wechselwirkung <br>hochintensiver Lichtfelder mit komplexen Atomen und Molekülen zu untersuchen. <br>Dabei haben Experimente im Tunnelbereich gezeigt, <br>daß die ungewöhnlich hohen Doppelionisationsraten dieser Systeme nicht <br>durch einen sequentiellen Ionisationsmechanismus erklärt werden können, <br>da die Wechselwirkung der Photoelektronen untereinander für die <br>Ionisation von entscheidender Bedeutung ist. <br>Interessant ist es nun, zu untersuchen, wie Doppelionisationsvorgänge <br>in hochfrequenten Feldern bei Wellenlängen unter 50 nm ablaufen, <br>einem Frequenzbereich, der vor allem durch die Entwicklung <br>Freier-Elektronen-Laser (FEL) in naher Zukunft experimentell zugänglich <br>sein dürfte. <br>Bei solch hohen Frequenzen sind die bislang vorgeschlagenen <br>Doppelionisationsmechanismen wie etwa das Rescattering-Modell nicht gültig; <br>darüber hinaus kann es zur Stabilisierung kommen, die die Ionisation <br>unterdrückt. <br>Hierbei handelt es sich um einen Effekt, bei dem das Kernpotential <br>durch das rapide oszillierende Laserfeld derart überlagert wird, <br>daß es effektiv gebundene Zustände besitzt; <br>dadurch besteht die Möglichkeit, daß die Ionisationswahrscheinlichkeit <br>des Atoms mit steigender Laserintensität stagnieren oder sogar abnehmen kann. <br>Gleichzeitig gewinnt die Magnetfeldkomponente des Laserpulses bei diesen <br>Frequenzen und Intensitäten eine stärkere Rolle, die aufgrund <br>der Lorentzkraft zu einer Drift der Elektronen in die Propagationsrichtung <br>des Laserpulses führt. <br>Diese Nichtdipoleffekte können sowohl die Doppelionisation als auch die <br>Stabilisierung des Atoms im Laserfeld beeinflussen. <br> <br>In der vorliegenden Arbeit wird das Ionisationsverhalten <br>eines Zweielektronenatoms bzw. -ions mittels eines Modellatoms <br>untersucht, welches die numerische Integration der zeitabhängigen <br>Schrödingergleichung jenseits der Dipolnäherung ermöglicht. <br>Aufgrund der massiven Anforderungen an die Rechenkapazität werden im Rahmen <br>dieses Modells die Wellenfunktionen der beiden Elektronen auf jeweils zwei <br>Dimensionen eingeschränkt, da das Laserfeld keine effektive Kraft <br>in die dritte Raumrichtung ausübt; <br>als Anfangszustand wird eine angeregte Konfiguration gewählt, in der beide <br>Elektronen unterschiedliche Orbitale besetzen. <br>Die Gesamtwellenfunktion, die sich innerhalb der hier vorgenommenen <br>Näherungen durch einen Produktansatz darstellen läßt, wird mit Hilfe <br>des Split-Operator-Verfahrens in Kombination mit Fouriertransformationen <br>bezüglich der Zeit propagiert. <br>Eine Analyse relevanter Beobachtungsgrößen wie der Schwerpunktsbahnen <br>der Elektronen, der Wellenpaketsdichten sowie der <br>Ionisationswahrscheinlichkeiten ermöglicht Einblicke in die Ionisationsdynamik <br>des Heliumatoms. <br> <br>Für den Bereich hoher Laserfrequenzen wird der \"quasi-simultane\" <br>Ionisationsmechanismus identifiziert, bei dem beide Elektronen bei <br>etwa der gleichen Phase des Laserpulses ionisieren, um dann kollektiv <br>vom Laserfeld getrieben zu werden. <br>Die wechselseitige Coulombabstoßung führt zu Modifikationen in den <br>Schwerpunktsbahnen sowie in den Winkelverteilungen der Elektronen. <br>Der Stabilisierungseffekt ist im Zweielektronenatom trotz der Magnetfelddrift <br>und der wechselseitigen Abstoßung der Elektronen untereinander beobachtbar. <br>Für bestimmte Pulslängen tritt ein zusätzlicher Effekt der <br>Ionisationsunterdrückung jenseits der Stabilisierung auf. <br>Wie eine zeitunabhängige Abschätzung sowie eine Analyse der Wellenpaketsdynamik <br>ergeben haben, läßt sich dieser Effekt im Rahmen einer Einelektronennäherung <br>durch einen Populationstransfer der ursprünglich angeregten Wellenfunktion in <br>den Grundzustand des Systems erklären. <br>Schließlich wird das Modellatom für Helium auf den Fall der beiden <br>einfach- bzw. doppeltgeladenen Zweielektronenione Lithium und Beryllium erweitert. <br>Aufgrund der verschiedenen elektronischen Kopplungsstärken in diesen Systemen <br>ergeben sich deutliche Unterschiede der Ionisationswahrscheinlichkeiten <br>im Vergleich zum Helium.","Throughout the last years steady progress in laser technology <br>has enabled the research on the fundamental interaction between <br>highly intense laser fields and complex atoms and molecules. <br>Experiments in the tunneling regime have shown that the high double ionization <br>rates of these systems can not be explained by a sequential ionization <br>mechanism, but the repulsion between the photoelectrons is of utmost <br>importance for this process. <br>It is of general interest how double ionization proceeds at wave lengths <br>of less than 50 nm, <br>since with the advent of novel light sources such as Free Electron Lasers (FEL) <br>this regime will soon be available to experimentalists. <br> <br>At these short wavelengths double ionization mechanisms like rescattering fail, <br>while the so-called stabilization effect may come into play: <br>at high laser frequencies the rapidly oscillating <br>laser field modifies the atomic potential to form stable states, <br>such that with increasing laser intensity the ionization probabilities <br>must not necessarily rise but even may decrease. <br>Concomitantly, the magnetic field component of the laser pulse <br>in this parameter regime has a great impact on the atomic dynamics, <br>such that the Lorentz force leads to a displacement of the electrons <br>in the laser propagation direction. <br>Both double ionization of the atom as well as stabilization <br>can be altered by these non-dipole effects. <br> <br>In this thesis, the ionization behaviour of two-electron atoms and ions <br>is investigated by employing a model atom which allows for the <br>numerical integration of the time-dependent Schrödinger equation. <br>Because fully three-dimensional computations are too demanding, <br>the wave functions of both electrons are restricted to two spatial <br>dimensions each, since no net force is acting on them into the third direction. <br>The initial state is chosen to be excited, such that both electrons occupy <br>different orbitals. <br>A product ansatz then is sufficient to describe the total wave function <br>which is propagated with respect to time using the split-operator method <br>with Fourier transforms. <br>Observables of interest such as the center-of-mass positions of the electrons, <br>the wave packet densities and ionization probabilities reveal insight <br>into the ionization dynamics of the helium atom. <br> <br>For high laser frequencies the \"quasi-simultaneous\" ionization mechanism is <br>identified, where both electrons ionize at nearly the same phase of the laser <br>pulse to be collectively driven by the laser field. <br>The mutual Coulomb repulsion leads to modifications both of the center-of-mass <br>motions as well as of the angular distributions of the electrons. <br>Even though both electrons interact with each other and non-dipole effects <br>are clearly present, the atom nevertheless may stabilize against ionization. <br>At specific durations of the pulse an additional effect of ionization <br>suppression beyond the stabilization regime is found to occur. <br>A time-independent calculation as well as an analysis of the wave packet <br>evolution show that this effect can be understood in terms of a single active <br>electron approximation, <br>where population is transferred from the initially excited state to the <br>atomic ground state. <br>Finally, the model atom is extended to the case of the singly charged lithium <br>ion and the doubly charged beryllium ion. <br>Due to the varying coupling strengths with increasing nuclear charge <br>significant differences arise in the ionization probabilities compared <br>to the helium atom."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Atomare Zweielektronensysteme in intensiven Laserpulsen","Atomic two-electron systems in intense laser pulses"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Keitel, Christoph H."],"dc:creator":["Staudt, Andreas"],"dc:description.abstract":["Durch die stetige Weiterentwicklung der Lasertechnologie ist es in den <br>letzten Jahren möglich geworden, die fundamentale Wechselwirkung <br>hochintensiver Lichtfelder mit komplexen Atomen und Molekülen zu untersuchen. <br>Dabei haben Experimente im Tunnelbereich gezeigt, <br>daß die ungewöhnlich hohen Doppelionisationsraten dieser Systeme nicht <br>durch einen sequentiellen Ionisationsmechanismus erklärt werden können, <br>da die Wechselwirkung der Photoelektronen untereinander für die <br>Ionisation von entscheidender Bedeutung ist. <br>Interessant ist es nun, zu untersuchen, wie Doppelionisationsvorgänge <br>in hochfrequenten Feldern bei Wellenlängen unter 50 nm ablaufen, <br>einem Frequenzbereich, der vor allem durch die Entwicklung <br>Freier-Elektronen-Laser (FEL) in naher Zukunft experimentell zugänglich <br>sein dürfte. <br>Bei solch hohen Frequenzen sind die bislang vorgeschlagenen <br>Doppelionisationsmechanismen wie etwa das Rescattering-Modell nicht gültig; <br>darüber hinaus kann es zur Stabilisierung kommen, die die Ionisation <br>unterdrückt. <br>Hierbei handelt es sich um einen Effekt, bei dem das Kernpotential <br>durch das rapide oszillierende Laserfeld derart überlagert wird, <br>daß es effektiv gebundene Zustände besitzt; <br>dadurch besteht die Möglichkeit, daß die Ionisationswahrscheinlichkeit <br>des Atoms mit steigender Laserintensität stagnieren oder sogar abnehmen kann. <br>Gleichzeitig gewinnt die Magnetfeldkomponente des Laserpulses bei diesen <br>Frequenzen und Intensitäten eine stärkere Rolle, die aufgrund <br>der Lorentzkraft zu einer Drift der Elektronen in die Propagationsrichtung <br>des Laserpulses führt. <br>Diese Nichtdipoleffekte können sowohl die Doppelionisation als auch die <br>Stabilisierung des Atoms im Laserfeld beeinflussen. <br> <br>In der vorliegenden Arbeit wird das Ionisationsverhalten <br>eines Zweielektronenatoms bzw. -ions mittels eines Modellatoms <br>untersucht, welches die numerische Integration der zeitabhängigen <br>Schrödingergleichung jenseits der Dipolnäherung ermöglicht. <br>Aufgrund der massiven Anforderungen an die Rechenkapazität werden im Rahmen <br>dieses Modells die Wellenfunktionen der beiden Elektronen auf jeweils zwei <br>Dimensionen eingeschränkt, da das Laserfeld keine effektive Kraft <br>in die dritte Raumrichtung ausübt; <br>als Anfangszustand wird eine angeregte Konfiguration gewählt, in der beide <br>Elektronen unterschiedliche Orbitale besetzen. <br>Die Gesamtwellenfunktion, die sich innerhalb der hier vorgenommenen <br>Näherungen durch einen Produktansatz darstellen läßt, wird mit Hilfe <br>des Split-Operator-Verfahrens in Kombination mit Fouriertransformationen <br>bezüglich der Zeit propagiert. <br>Eine Analyse relevanter Beobachtungsgrößen wie der Schwerpunktsbahnen <br>der Elektronen, der Wellenpaketsdichten sowie der <br>Ionisationswahrscheinlichkeiten ermöglicht Einblicke in die Ionisationsdynamik <br>des Heliumatoms. <br> <br>Für den Bereich hoher Laserfrequenzen wird der \"quasi-simultane\" <br>Ionisationsmechanismus identifiziert, bei dem beide Elektronen bei <br>etwa der gleichen Phase des Laserpulses ionisieren, um dann kollektiv <br>vom Laserfeld getrieben zu werden. <br>Die wechselseitige Coulombabstoßung führt zu Modifikationen in den <br>Schwerpunktsbahnen sowie in den Winkelverteilungen der Elektronen. <br>Der Stabilisierungseffekt ist im Zweielektronenatom trotz der Magnetfelddrift <br>und der wechselseitigen Abstoßung der Elektronen untereinander beobachtbar. <br>Für bestimmte Pulslängen tritt ein zusätzlicher Effekt der <br>Ionisationsunterdrückung jenseits der Stabilisierung auf. <br>Wie eine zeitunabhängige Abschätzung sowie eine Analyse der Wellenpaketsdynamik <br>ergeben haben, läßt sich dieser Effekt im Rahmen einer Einelektronennäherung <br>durch einen Populationstransfer der ursprünglich angeregten Wellenfunktion in <br>den Grundzustand des Systems erklären. <br>Schließlich wird das Modellatom für Helium auf den Fall der beiden <br>einfach- bzw. doppeltgeladenen Zweielektronenione Lithium und Beryllium erweitert. <br>Aufgrund der verschiedenen elektronischen Kopplungsstärken in diesen Systemen <br>ergeben sich deutliche Unterschiede der Ionisationswahrscheinlichkeiten <br>im Vergleich zum Helium.","Throughout the last years steady progress in laser technology <br>has enabled the research on the fundamental interaction between <br>highly intense laser fields and complex atoms and molecules. <br>Experiments in the tunneling regime have shown that the high double ionization <br>rates of these systems can not be explained by a sequential ionization <br>mechanism, but the repulsion between the photoelectrons is of utmost <br>importance for this process. <br>It is of general interest how double ionization proceeds at wave lengths <br>of less than 50 nm, <br>since with the advent of novel light sources such as Free Electron Lasers (FEL) <br>this regime will soon be available to experimentalists. <br> <br>At these short wavelengths double ionization mechanisms like rescattering fail, <br>while the so-called stabilization effect may come into play: <br>at high laser frequencies the rapidly oscillating <br>laser field modifies the atomic potential to form stable states, <br>such that with increasing laser intensity the ionization probabilities <br>must not necessarily rise but even may decrease. <br>Concomitantly, the magnetic field component of the laser pulse <br>in this parameter regime has a great impact on the atomic dynamics, <br>such that the Lorentz force leads to a displacement of the electrons <br>in the laser propagation direction. <br>Both double ionization of the atom as well as stabilization <br>can be altered by these non-dipole effects. <br> <br>In this thesis, the ionization behaviour of two-electron atoms and ions <br>is investigated by employing a model atom which allows for the <br>numerical integration of the time-dependent Schrödinger equation. <br>Because fully three-dimensional computations are too demanding, <br>the wave functions of both electrons are restricted to two spatial <br>dimensions each, since no net force is acting on them into the third direction. <br>The initial state is chosen to be excited, such that both electrons occupy <br>different orbitals. <br>A product ansatz then is sufficient to describe the total wave function <br>which is propagated with respect to time using the split-operator method <br>with Fourier transforms. <br>Observables of interest such as the center-of-mass positions of the electrons, <br>the wave packet densities and ionization probabilities reveal insight <br>into the ionization dynamics of the helium atom. <br> <br>For high laser frequencies the \"quasi-simultaneous\" ionization mechanism is <br>identified, where both electrons ionize at nearly the same phase of the laser <br>pulse to be collectively driven by the laser field. <br>The mutual Coulomb repulsion leads to modifications both of the center-of-mass <br>motions as well as of the angular distributions of the electrons. <br>Even though both electrons interact with each other and non-dipole effects <br>are clearly present, the atom nevertheless may stabilize against ionization. <br>At specific durations of the pulse an additional effect of ionization <br>suppression beyond the stabilization regime is found to occur. <br>A time-independent calculation as well as an analysis of the wave packet <br>evolution show that this effect can be understood in terms of a single active <br>electron approximation, <br>where population is transferred from the initially excited state to the <br>atomic ground state. <br>Finally, the model atom is extended to the case of the singly charged lithium <br>ion and the doubly charged beryllium ion. <br>Due to the varying coupling strengths with increasing nuclear charge <br>significant differences arise in the ionization probabilities compared <br>to the helium atom."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["Stabilisierung","Doppelionisation","Zweielektronenione","stabilization","double ionization","two-electron ions"],"dc:title":["Atomare Zweielektronensysteme in intensiven Laserpulsen","Atomic two-electron systems in intense laser pulses"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:22:40Z"}