{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:2183"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:2183","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Die Rückerstattung jüdischen Eigentums in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg : eine Studie über Verfolgungserfahrung, Rechtsstaatlichkeit und Vergangenheitspolitik 1945-1971","abstract":"Die Studie behandelt die Rückerstattung jüdischen Eigentums in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei werden sowohl die Genese der verschiedenen Rückerstattungsgesetze in den Besatzungszonen und der späteren Bundesrepublik behandelt, als auch deren Umsetzung vor deutschen Gerichten. Die Rückerstattung führte zu erheblichen Konflikten, da Privatpersonen und der bundesdeutsche Fiskus beharrlich an ihren Eigentumstiteln festhielten. Aber auch auf der Ebene der Politik, d.h. in den Ländern und im Bund führte das Thema Rückerstattung zu scharfen Auseinandersetzungen. Die Untersuchung gib einen tieferen Einblick in den Umgang Westdeutschlands mit \"Arisierung\", fiskalischer Ausplünderung und Raub im Zuge der Verfolgung und Ermordung der Juden aus Deutschland und aus den von Deutschland okkupierten Ländern. Generell trug die Entwicklung von 1945 bis 1971 Züge einer Vergangenheitspolitik. Westdeutschland fügte sich zwar den Vorgaben der Alliierten, suchte jedoch nach Wegen des Ausgleichs für diejenigen, die offenbar besondere Härten durch die Rückerstattung erlitten hatten. Die Erfüllung der alliierten Auflagen sicherte Westdeutschland einerseits die Aufnahme in die Gemeinschaft westlicher Staaten andereseits war jedoch kein kollektiver Lernprozess erkennbar, in dem zunehmend alle Aspekte nationalsozialistischer Verfolgungspolitik als Unrecht anerkannt wurden. Weil die West-Alliierten und insbesondere die Amerikaner an einer politischen und juristischen Kontrolle der Rückerstattung festhielten, kam es zu keiner Verwässerung der gesetzlichen Vorgaben. Eine Entschädigung für Rückerstattungspflichtige konnte daher erst in den 60er-Jahren erfolgen. Es ist jedoch zu würdigen, dass die Rückerstattung ohne historisches Vorbild war und gemessen an den Vorbedingungen in Westdeutschland beachtliche quantitative Ergebnisse erzielte.","abstract_html":"Die Studie behandelt die Rückerstattung jüdischen Eigentums in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei werden sowohl die Genese der verschiedenen Rückerstattungsgesetze in den Besatzungszonen und der späteren Bundesrepublik behandelt, als auch deren Umsetzung vor deutschen Gerichten. Die Rückerstattung führte zu erheblichen Konflikten, da Privatpersonen und der bundesdeutsche Fiskus beharrlich an ihren Eigentumstiteln festhielten. 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The genesis of the different restitution laws and the implementation of the these laws before German courts form the core elements of the book. Restitution lead to severe conflicts as individuals and the fiscal administration kept hold of what was in their posession. Also in the field of politics tough negotiations took place. The study provides a deeper view into how Westgermany dealt with its Past when it came to \"aryanization\", fiscal plundering and robbery of Jewish property within the process of the Holocaust in Germany and the occupied territories. The development in the field of restitution from 1945 til 1971 had characteristics of the overall German \"Vergangenheitspolitik\". Westgermany followed the guidlines of the western allies, but was looking for compensation for those restitutors who had to suffer hardship. The fullfillment of the allied demands guaranteed Westgermany a place within the community of the Western States, but this process was not accompanied by a collective process of progressive understanding and acceptance of what Nazi unjustice was. Thanks to the Western Allies especially the Americans restiution laws staid firm. A compensation for the restitutors and former aryanizers could only be realized after the restitution program was finished. It has to be kept in mind, that the restitution program had not predecessor in history. 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