{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:2174"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:2174","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Untersuchungen der Wellenlängenabhängigkeit von Ionisationsprozessen von Xenon und Krypton in starken ultra-kurzen Laserfeldern","abstract":"Die Beobachtung dynamischer Vorgänge steht nach wie vor im Mittelpunkt zahlreicher Forschungen auf vielen, <br>nicht nur physikalischen, Arbeitsgebieten. Die Beobachtung der <br>Dynamik eines Prozesses trägt oft wesentlich mehr zum Verständnis <br>der Physik bei als ausschließlich die Messung eines Endzustands <br>nach einer Wechselwirkung. Die zeitliche Auflösung, mit der ein <br>Prozess studiert werden kann, hängt sowohl von der Geschwindigkeit <br>ab, mit welcher der Prozess abläuft, als auch von den zur <br>Verfügung stehenden experimentellen Methoden, um den Vorgang zu <br>beobachten. Eine besondere Herausforderung an die Beobachter <br>stellt die atomare Bewegung in z.B. chemischen Reaktionen dar. Um <br>eine solche Dynamik auf atomaren Skalen über eine Distanz von <br>1 Angström zu verfolgen wird eine Zeitauflösung von circa 100 fs (= <br>10^-15 s benötigt. Die Wechselwirkung <br>von solch ultra-kurzen fs-Laserpulsen bei hohen Intensitäten <br>(10^12-10^15 W/cm^2) mit einzelnen Atomen, insbesondere <br>den Edelgasen, ist seit mehreren Jahrzehnten Gegenstand <br>zahlreicher experimenteller und theoretischer Untersuchungen. Bei <br>diesen hohen Intensitäten kann ein Atom durch Absorption mehrerer <br>Photonen ionisiert werden (MPI) bzw. das Coulomb-Potential wird <br>durch das starke Laserfeld so verbogen, dass ein Potentialwall <br>entsteht, durch den ein Elektron tunneln kann (TI). Die einfache <br>Ionisation eines Atoms kann sehr gut durch theoretische Modelle <br>beschrieben werden. Die Dynamik der Doppelionisation (DI) von <br>Atomen in ultrakurzen intensiven Laserpulsen stellt jedoch eine <br>besondere Herausforderung sowohl für experimentelle als auch <br>theoretische Zugänge dar. Erste Messungen der DI an Xenon von A. <br>L'Huillier et <br>al. haben gezeigt, dass die experimentellen Ergebnisse theoretisch <br>nicht mit zwei sequentiellen MPI- oder TI-Prozessen verstanden <br>werden können. Theorien, welche die experimentellen Daten <br>reproduzieren, berücksichtigen entweder die elektronische Struktur <br>des Atoms bzw. Ions oder beinhalten eine Korrelation der beiden <br>Elektronen, die als Rückstreuung betrachtet werden kann. Letzteres <br>Modell geht zunächst von der Befreiung eines Elektrons durch den <br>intensiven Laserpuls aus. Anschließend oszilliert dieses Elektron <br>im elektrischen Feld des Lasers und kann durch einen Rückstoß das <br>zweite Elektron befreien. Einige Experimente bei relativ hohen <br>Intensitäten unterstützen dieses Modell. Bisher konnte allerdings <br>nicht geklärt werden, warum selbst bei kleinen Intensitäten <br>doppelt geladene Ionen beobachtet werden, obwohl die <br>Rückstreuenergie nicht für einen Ionisationsprozess ausreicht. <br>Bisher wurden noch keine systematischen Studien über einen <br>größeren Wellenlängenbereich bei fester Intensität durchgeführt. <br>Durch solche Studien ist es jedoch möglich, den Einfluss von <br>Resonanzen auf die Ionisationsprozesse zu untersuchen. <br> <br>Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen die Untersuchung der <br>Frequenzabhängigkeit der Einfachionisation von Xenon in intensiven <br>ultrakurzen Laserfeldern im sichtbaren Bereich und das Studium der <br>nicht-sequentiellen Doppelionisation (NSDI) von Xenon und Krypton <br>bei verschiedenen Wellenlängen im nahen Infrarot. <br> <br>Das erste Kapitel der Arbeit führt in die Physik der <br>Wechselwirkung von Atomen mit starken Laserfeldern ein und <br>diskutiert die wichtigsten Theorien und experimentellen Ergebnisse <br>aus diesem Gebiet. <br> <br>Kapitel 2 gibt einen Überblick über die Doppelionisaiton (DI) von <br>Atomen in starken Laserfeldern. Dabei werden sowohl experimentelle <br>Untersuchungen vorgestellt, als auch verschiedene Theorien <br>erörtert. <br> <br>Die experimentellen Techniken, die eingesetzt wurden um die <br>intensiven ultrakurzen Laserpulse zu erzeugen, die Flugzeit der <br>Ionen zu messen und die Impulsverteilung der Elektronen zu <br>bestimmen, werden in Kapitel 3 erläutert. <br> <br>Das 4. Kapitel beschreibt, wie aus den gemessenen Rohdaten für die <br>Photoelektronen, die in Form von CCD Bildern vorliegen, mit Hilfe <br>der sogenannten Abeltransformation <br>die Impulsverteilung <br>der Elektronen gewonnen werden kann. <br> <br>Kapitel 5 stellt die Untersuchung der Wellenlängenabhängigkeit der <br>MPI von Xenon in 160 fs Laserpulsen bei 13 und 5 TW/cm^2 vor. <br>Erstmals wurde bei diesen Pulslängen und Intensitäten systematisch <br>die Wellenlängenabhängigkeit der MPI über einen Bereich von 505 <br>bis 636 nm untersucht. <br> <br>Die Wellenlängenabhängigkeit der NSDI von Xenon und Krypton ist <br>Schwerpunkt des 6. Kapitels. Durch Untersuchungen bei Wellenlängen <br>zwischen 790 und 815 nm sowie 1150 und 1560 nm wurden deutliche <br>Indizien für den starken Einfluss einer Innerschalenresonanz auf <br>den DI-Prozess gefunden. Ein kombiniertes Modell aus Rückstreuung <br>und Innerschalenanregung kann zum Verständnis der NSDI beisteuern.","abstract_html":"Die Beobachtung dynamischer Vorgänge steht nach wie vor im Mittelpunkt zahlreicher Forschungen auf vielen, &lt;br&gt;nicht nur physikalischen, Arbeitsgebieten. Die Beobachtung der &lt;br&gt;Dynamik eines Prozesses trägt oft wesentlich mehr zum Verständnis &lt;br&gt;der Physik bei als ausschließlich die Messung eines Endzustands &lt;br&gt;nach einer Wechselwirkung. Die zeitliche Auflösung, mit der ein &lt;br&gt;Prozess studiert werden kann, hängt sowohl von der Geschwindigkeit &lt;br&gt;ab, mit welcher der Prozess abläuft, als auch von den zur &lt;br&gt;Verfügung stehenden experimentellen Methoden, um den Vorgang zu &lt;br&gt;beobachten. Eine besondere Herausforderung an die Beobachter &lt;br&gt;stellt die atomare Bewegung in z.B. chemischen Reaktionen dar. 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Kapitel beschreibt, wie aus den gemessenen Rohdaten für die &lt;br&gt;Photoelektronen, die in Form von CCD Bildern vorliegen, mit Hilfe &lt;br&gt;der sogenannten Abeltransformation &lt;br&gt;die Impulsverteilung &lt;br&gt;der Elektronen gewonnen werden kann. &lt;br&gt; &lt;br&gt;Kapitel 5 stellt die Untersuchung der Wellenlängenabhängigkeit der &lt;br&gt;MPI von Xenon in 160 fs Laserpulsen bei 13 und 5 TW/cm^2 vor. &lt;br&gt;Erstmals wurde bei diesen Pulslängen und Intensitäten systematisch &lt;br&gt;die Wellenlängenabhängigkeit der MPI über einen Bereich von 505 &lt;br&gt;bis 636 nm untersucht. &lt;br&gt; &lt;br&gt;Die Wellenlängenabhängigkeit der NSDI von Xenon und Krypton ist &lt;br&gt;Schwerpunkt des 6. Kapitels. Durch Untersuchungen bei Wellenlängen &lt;br&gt;zwischen 790 und 815 nm sowie 1150 und 1560 nm wurden deutliche &lt;br&gt;Indizien für den starken Einfluss einer Innerschalenresonanz auf &lt;br&gt;den DI-Prozess gefunden. 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Theories which reproduce the experimental results take in to account a correlation between the electrons (rescattering) or the electronic structure of the atom and ion. The rescattering model describes the DI process in the following way: First an electron escapes by a field driven process. Then the freed electron oscillates in the external field and can finally free a second electron by a rescattering process. Some experiments at high intensities confirm this model. Upto date it is still unknown why doubly charged ions are observed even at low intensities, when the rescattering energy is not sufficient for an ionization process. No studies have been made so far which study the wavelength dependence of the DI process at a fixed intensity. We have studied the multiphoton ionization of xenon atoms by 160 <br>fs pulses at intensities of 5*10^12 and 1.3*10^13 W/cm^2 and present photoelectron kinetic energy and <br>angular distribution spectra measured with a photoelectron imaging <br>spectrometer. A non-collinear optical parametric amplifier <br>allows us to tune the wavelength of the laser pulse over a range <br>between 500 and 700 nm. <br>Also the wavelength dependence of double ionization <br>of xenon and krypton in a 100 fs laser pulse (2-4*10^13 W/cm^2) has been studied using photoelectron <br>imaging and ion time-of-flight spectrometry. <br>In the wavelength ranges between 1150 and 1560 nm and 790 and 815 nm <br>a pronounced variation of the ratio of ion yields <br>Xe2+/Xe+ and Kr2+/Kr+ is observed. <br>We attribute this variation to the strong influence of an inner shell <br>transition on the dynamics of double ionization."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Untersuchungen der Wellenlängenabhängigkeit von Ionisationsprozessen von Xenon und Krypton in starken ultra-kurzen Laserfeldern","Studies of the wavelength dependence of ionization processes of xenon and krypton in strong ultra-short laser fields"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Helm, Hanspeter"],"dc:creator":["Kaminski, Patrick"],"dc:description.abstract":["Die Beobachtung dynamischer Vorgänge steht nach wie vor im Mittelpunkt zahlreicher Forschungen auf vielen, <br>nicht nur physikalischen, Arbeitsgebieten. 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Bei <br>diesen hohen Intensitäten kann ein Atom durch Absorption mehrerer <br>Photonen ionisiert werden (MPI) bzw. das Coulomb-Potential wird <br>durch das starke Laserfeld so verbogen, dass ein Potentialwall <br>entsteht, durch den ein Elektron tunneln kann (TI). Die einfache <br>Ionisation eines Atoms kann sehr gut durch theoretische Modelle <br>beschrieben werden. Die Dynamik der Doppelionisation (DI) von <br>Atomen in ultrakurzen intensiven Laserpulsen stellt jedoch eine <br>besondere Herausforderung sowohl für experimentelle als auch <br>theoretische Zugänge dar. Erste Messungen der DI an Xenon von A. <br>L'Huillier et <br>al. haben gezeigt, dass die experimentellen Ergebnisse theoretisch <br>nicht mit zwei sequentiellen MPI- oder TI-Prozessen verstanden <br>werden können. Theorien, welche die experimentellen Daten <br>reproduzieren, berücksichtigen entweder die elektronische Struktur <br>des Atoms bzw. Ions oder beinhalten eine Korrelation der beiden <br>Elektronen, die als Rückstreuung betrachtet werden kann. Letzteres <br>Modell geht zunächst von der Befreiung eines Elektrons durch den <br>intensiven Laserpuls aus. Anschließend oszilliert dieses Elektron <br>im elektrischen Feld des Lasers und kann durch einen Rückstoß das <br>zweite Elektron befreien. Einige Experimente bei relativ hohen <br>Intensitäten unterstützen dieses Modell. Bisher konnte allerdings <br>nicht geklärt werden, warum selbst bei kleinen Intensitäten <br>doppelt geladene Ionen beobachtet werden, obwohl die <br>Rückstreuenergie nicht für einen Ionisationsprozess ausreicht. <br>Bisher wurden noch keine systematischen Studien über einen <br>größeren Wellenlängenbereich bei fester Intensität durchgeführt. <br>Durch solche Studien ist es jedoch möglich, den Einfluss von <br>Resonanzen auf die Ionisationsprozesse zu untersuchen. <br> <br>Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen die Untersuchung der <br>Frequenzabhängigkeit der Einfachionisation von Xenon in intensiven <br>ultrakurzen Laserfeldern im sichtbaren Bereich und das Studium der <br>nicht-sequentiellen Doppelionisation (NSDI) von Xenon und Krypton <br>bei verschiedenen Wellenlängen im nahen Infrarot. <br> <br>Das erste Kapitel der Arbeit führt in die Physik der <br>Wechselwirkung von Atomen mit starken Laserfeldern ein und <br>diskutiert die wichtigsten Theorien und experimentellen Ergebnisse <br>aus diesem Gebiet. <br> <br>Kapitel 2 gibt einen Überblick über die Doppelionisaiton (DI) von <br>Atomen in starken Laserfeldern. 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Theories which reproduce the experimental results take in to account a correlation between the electrons (rescattering) or the electronic structure of the atom and ion. The rescattering model describes the DI process in the following way: First an electron escapes by a field driven process. Then the freed electron oscillates in the external field and can finally free a second electron by a rescattering process. Some experiments at high intensities confirm this model. Upto date it is still unknown why doubly charged ions are observed even at low intensities, when the rescattering energy is not sufficient for an ionization process. No studies have been made so far which study the wavelength dependence of the DI process at a fixed intensity. We have studied the multiphoton ionization of xenon atoms by 160 <br>fs pulses at intensities of 5*10^12 and 1.3*10^13 W/cm^2 and present photoelectron kinetic energy and <br>angular distribution spectra measured with a photoelectron imaging <br>spectrometer. A non-collinear optical parametric amplifier <br>allows us to tune the wavelength of the laser pulse over a range <br>between 500 and 700 nm. <br>Also the wavelength dependence of double ionization <br>of xenon and krypton in a 100 fs laser pulse (2-4*10^13 W/cm^2) has been studied using photoelectron <br>imaging and ion time-of-flight spectrometry. <br>In the wavelength ranges between 1150 and 1560 nm and 790 and 815 nm <br>a pronounced variation of the ratio of ion yields <br>Xe2+/Xe+ and Kr2+/Kr+ is observed. <br>We attribute this variation to the strong influence of an inner shell <br>transition on the dynamics of double ionization."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["Multiphotonenionisation","ATI","Wellenlängenabhängigkeit","Laserpulse","starke Laserfelder","ultrakurz","fs","wavelength dependence","strong fields","multiphoton ionization","tunneling ionization","above-threshold ionization"],"dc:title":["Untersuchungen der Wellenlängenabhängigkeit von Ionisationsprozessen von Xenon und Krypton in starken ultra-kurzen Laserfeldern","Studies of the wavelength dependence of ionization processes of xenon and krypton in strong ultra-short laser fields"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:22:40Z"}