{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:2098"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:2098","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"T-Lymphozyten aus Nabelschnurblut tragen den Killer cell Lektin-like Receptor G1 (KLRG1) : eine phänotypische und funktionelle Charakterisierung","abstract":"Anhand der Expression des \"Killer cell Lectin-like Receptor G1\" (KLRG1) konnte bei adulten Mäusen und Menschen eine einzigartige Subpopulation von T-Zellen beschrieben werden, die phänotypisch den Effektor- bzw. Gedächtniszellen zuzurechnen sind und ihre Teilungsfähigkeit verloren haben. Überraschenderweise fand man jedoch auch in menschlichem Nabelschnurblut KLRG1 exprimierende Zellen. <br>In der vorliegenden Arbeit konnte gezeigt werden, dass sowohl 26±16% der CD4- und 21±12% der CD8-Zellen des Nabelschnurblutes als auch 18±10% der CD4 und 45±18% der CD8-Zellen aus adultem Blut KLRG1 exprimierten. Interessanterweise waren die KLRG1+ T-Zellen des Nabelschnurblutes trotzdem phänotypisch naiv, während die Expression von KLRG1 im adulten Blut auf Zellen, die bereits mit Antigenen in Kontakt getreten waren, beschränkt war. <br>Des weiteren konnte nach Antigenstimulation kein Unterschied in der Teilungsfähigkeit von KLRG1+ and KLRG1- T-Zellen aus Nabelschnurblut beobachtet werden. Dies steht im Gegensatz zum Verhalten KLRG1+-Zellen aus adultem Blut, die in diesem Fall sich nicht weiter zu teilen vermögen und deshalb als replikativ seneszent angesehen werden. Dagegen teilten sich die KLRG1+ und KLRG1- Subpopulationen aus Nabelschnurblut und adultem Blut nach homöostatischer Proliferation gleichermaßen. <br>Schließlich wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um den Ursprung der KLRG1+-Zellen des Nabelschnurblutes zu klären: Das V-beta-Repertoire aller T-Zellen des Nabelschnurblutes war polyklonal, was darauf hindeutet, dass sowohl die KLRG1+ als auch die KLRG1- Population aus einer Vielfalt von T-Zellklonen entstanden war. Außerdem zeigte die Analyse des TREC \"T cell receptor excisions circle\"-Gehalts der KLRG1+-Zellen, dass diese mindestens einen Zellzyklus mehr durchlaufen hatten als die KLRG1--Zellen, was auf eine zeitlich gesehen frühere Entstehung dieser Zellen schließen ließ. <br>Abschließend lässt sich festhalten, dass die KLRG1+-Zellen des Nabelschnurblutes und des adulten Blutes zwei phänotypisch und ontogenetisch verschiedenen Populationen angehören. Die Expression von KLRG1 im adulten Blut wird durch die lebenslange Exposition gegenüber Antigenen induziert, wohingegen die KLRG1+-Zellen des Nabelschnurblutes in einem praktisch antigenfreien Umfeld während der Schwangerschaft entstehen. Auch ist es bisher nicht gelungen, eine gemeinsame Funktionalität für die beiden KLRG1 exprimierenden Populationen zu definieren.","abstract_html":"Anhand der Expression des &quot;Killer cell Lectin-like Receptor G1&quot; (KLRG1) konnte bei adulten Mäusen und Menschen eine einzigartige Subpopulation von T-Zellen beschrieben werden, die phänotypisch den Effektor- bzw. Gedächtniszellen zuzurechnen sind und ihre Teilungsfähigkeit verloren haben. 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Dagegen teilten sich die KLRG1+ und KLRG1- Subpopulationen aus Nabelschnurblut und adultem Blut nach homöostatischer Proliferation gleichermaßen. <br>Schließlich wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um den Ursprung der KLRG1+-Zellen des Nabelschnurblutes zu klären: Das V-beta-Repertoire aller T-Zellen des Nabelschnurblutes war polyklonal, was darauf hindeutet, dass sowohl die KLRG1+ als auch die KLRG1- Population aus einer Vielfalt von T-Zellklonen entstanden war. Außerdem zeigte die Analyse des TREC \"T cell receptor excisions circle\"-Gehalts der KLRG1+-Zellen, dass diese mindestens einen Zellzyklus mehr durchlaufen hatten als die KLRG1--Zellen, was auf eine zeitlich gesehen frühere Entstehung dieser Zellen schließen ließ. <br>Abschließend lässt sich festhalten, dass die KLRG1+-Zellen des Nabelschnurblutes und des adulten Blutes zwei phänotypisch und ontogenetisch verschiedenen Populationen angehören. Die Expression von KLRG1 im adulten Blut wird durch die lebenslange Exposition gegenüber Antigenen induziert, wohingegen die KLRG1+-Zellen des Nabelschnurblutes in einem praktisch antigenfreien Umfeld während der Schwangerschaft entstehen. Auch ist es bisher nicht gelungen, eine gemeinsame Funktionalität für die beiden KLRG1 exprimierenden Populationen zu definieren.","In adult mice and humans the \"killer cell lectin-like receptor G1\" (KLRG1) has been known to identify a unique subpopulation of effector and memory T cells with impaired proliferative capacity. Surprisingly KLRG1 expression has also been found on lymphocytes from human umbilical cord blood. <br>The present study showed that KLRG1 was expressed on 26±16% of CD4 and 21±12% of CD8 T cells from cord blood as well as on 18±10% of CD4 and 45±18% of CD8 T cells from adult peripheral blood. Interestingly KLRG1+ T cells from cord blood displayed a naïve phenotype, whereas expression of KLRG1 in adult blood was restricted to antigen-experienced cells. <br>Furthermore there was no difference in the proliferative capacity of KLRG1+ and KLRG1- T cells in cord blood after antigen stimulation. This was absolutely contrary to KLRG1+ T cells from adult blood which in this case lacked any proliferative capacity thus having been recognized as replicative senescent cells. In contrast the KLRG1+ and KLRG1- subpopulations from both cord and adult blood divided equally during homeostatic driven proliferation. <br>Finally several studies were preformed to define the origin of KLRG1+ cells in cord blood. The V-beta-Repertoire of all T cells from cord blood was polyclonal suggesting that both the KLRG1+ and the KLRG1- population have emerged from various T cell clones. Besides the analysis of the T cell receptor excision circle (TREC) count revealed that the KLRG1+ cells had undergone at least one more cell cycle as their KLRG1- counterparts thus indicating a longer proliferative history. <br>Taken together this data suggest that the KLRG1+ cells from cord blood and adult blood belong to two phenotypically and ontogenetically different populations. KLRG1 expression in adult blood is induced by antigen exposure during life, whereas KLRG1+ cells in cord blood surge within an antigen free environment during pregnancy. So far we have not been able to define a common functional mechanism of KLRG1 in cord and adult blood."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["T-Lymphozyten aus Nabelschnurblut tragen den Killer cell Lektin-like Receptor G1 (KLRG1) : eine phänotypische und funktionelle Charakterisierung","Human cord blood t cells do express the killer cell lektin-like receptor G1 (KLRG1) : a phenotipical and functional characterization"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Pircher, Hanspeter"],"dc:creator":["Marcolino, Isabel"],"dc:description.abstract":["Anhand der Expression des \"Killer cell Lectin-like Receptor G1\" (KLRG1) konnte bei adulten Mäusen und Menschen eine einzigartige Subpopulation von T-Zellen beschrieben werden, die phänotypisch den Effektor- bzw. Gedächtniszellen zuzurechnen sind und ihre Teilungsfähigkeit verloren haben. 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Dagegen teilten sich die KLRG1+ und KLRG1- Subpopulationen aus Nabelschnurblut und adultem Blut nach homöostatischer Proliferation gleichermaßen. <br>Schließlich wurden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um den Ursprung der KLRG1+-Zellen des Nabelschnurblutes zu klären: Das V-beta-Repertoire aller T-Zellen des Nabelschnurblutes war polyklonal, was darauf hindeutet, dass sowohl die KLRG1+ als auch die KLRG1- Population aus einer Vielfalt von T-Zellklonen entstanden war. Außerdem zeigte die Analyse des TREC \"T cell receptor excisions circle\"-Gehalts der KLRG1+-Zellen, dass diese mindestens einen Zellzyklus mehr durchlaufen hatten als die KLRG1--Zellen, was auf eine zeitlich gesehen frühere Entstehung dieser Zellen schließen ließ. <br>Abschließend lässt sich festhalten, dass die KLRG1+-Zellen des Nabelschnurblutes und des adulten Blutes zwei phänotypisch und ontogenetisch verschiedenen Populationen angehören. Die Expression von KLRG1 im adulten Blut wird durch die lebenslange Exposition gegenüber Antigenen induziert, wohingegen die KLRG1+-Zellen des Nabelschnurblutes in einem praktisch antigenfreien Umfeld während der Schwangerschaft entstehen. Auch ist es bisher nicht gelungen, eine gemeinsame Funktionalität für die beiden KLRG1 exprimierenden Populationen zu definieren.","In adult mice and humans the \"killer cell lectin-like receptor G1\" (KLRG1) has been known to identify a unique subpopulation of effector and memory T cells with impaired proliferative capacity. Surprisingly KLRG1 expression has also been found on lymphocytes from human umbilical cord blood. <br>The present study showed that KLRG1 was expressed on 26±16% of CD4 and 21±12% of CD8 T cells from cord blood as well as on 18±10% of CD4 and 45±18% of CD8 T cells from adult peripheral blood. Interestingly KLRG1+ T cells from cord blood displayed a naïve phenotype, whereas expression of KLRG1 in adult blood was restricted to antigen-experienced cells. <br>Furthermore there was no difference in the proliferative capacity of KLRG1+ and KLRG1- T cells in cord blood after antigen stimulation. This was absolutely contrary to KLRG1+ T cells from adult blood which in this case lacked any proliferative capacity thus having been recognized as replicative senescent cells. In contrast the KLRG1+ and KLRG1- subpopulations from both cord and adult blood divided equally during homeostatic driven proliferation. <br>Finally several studies were preformed to define the origin of KLRG1+ cells in cord blood. The V-beta-Repertoire of all T cells from cord blood was polyclonal suggesting that both the KLRG1+ and the KLRG1- population have emerged from various T cell clones. Besides the analysis of the T cell receptor excision circle (TREC) count revealed that the KLRG1+ cells had undergone at least one more cell cycle as their KLRG1- counterparts thus indicating a longer proliferative history. <br>Taken together this data suggest that the KLRG1+ cells from cord blood and adult blood belong to two phenotypically and ontogenetically different populations. KLRG1 expression in adult blood is induced by antigen exposure during life, whereas KLRG1+ cells in cord blood surge within an antigen free environment during pregnancy. 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