{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:2071"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:2071","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Regulation des Neuritenwachstums durch Rho-GTPasen in primärkultivierten Hippocampusneuronen der Ratte","abstract":"Bei der Vernetzung einzelner Neuronen zu funktionellen Einheiten spielt die Fähigkeit <br>zum Zusammenschluss über Distanz eine entscheidende Rolle. Dazu muss ein Neuron <br>zunächst zu seiner endgültigen Position wandern, seine Dendriten und Axone in die <br>richtigen Zielregionen auswachsen lassen, um dann mit passenden Zielstrukturen <br>Kontakt aufzunehmen. Diese Vorgänge beruhen alle auf der Flexibilität des <br>Aktinzytoskelettes. Es zeichnet mit seinen Auf- und Abbauvorgängen unter Einfluss <br>von extra- oder intrazellulären Stimuli für diese Beweglichkeit von Teilen der <br>Zellmembran verantwortlich. Diese dynamischen Umbauprozesse stellen letztendlich <br>die morphologische Entwicklung der Nervenzelle dar. Darüberhinaus wird eine <br>Beteiligung des Zytoskelettes an einer Vielzahl zellulärer Prozesse angenommen. <br>An der Regulation der Umbauprozesse in diesem Strukturelement eukaryotischer <br>Zellen von der Hefe bis zum Menschen sind kleine GTPasen der Rho Subfamilie, <br>sowie ihre Effektoren wesentlich beteiligt. So führt in einer Anzahl von neuronalen <br>Zellmodellen die Hemmung von Effektoren der kleinen GTPase Rho zu einem <br>Auswachsen von Neuriten. Unbekannt war bislang, ob dieses Phänomen auch an <br>primärkultivierten Hippocampusneuronen zu beobachten ist und welche weiteren <br>Signalproteine und regulatorischen Einflüsse beteiligt sind. <br>In der vorliegenden Arbeit wird gezeigt, dass Rho ein negativer Regulator des <br>dendritischen Wachstums ist und die Hemmung seines Effektors ROCK durch Y27632 <br>und H89 in primärkultivierten Hippokampusneuronen der Ratte zum Auswachsen von Neuriten führt. Y27632 in <br>hoher Konzentration ist durch Inhibition der PRK2 zudem in der Lage das axonale <br>Wachstum zu steigern. Desweiteren legt die Hemmung des Neuritenwachstums bei <br>Behandlung der Zellen mit den Tyrosin-Kinase-Inhibitoren Genistein und Tyrphostin 47 <br>eine Beteiligung eines Rezeptors vom Tyrosin-Kinase Typ und dessen Liganden nahe. <br>Dass es sich hierbei um Insulin handeln könnte, wird experimentell gezeigt. <br>Außerdem wird gezeigt, dass auch die Inhibition der p38MAP-Kinase durch das <br>spezifische Agens SKF86002 zu einem Auswachsen von Dendriten führt. <br>Diese Erkenntnisse legen eine komplexe Kontrolle des Neuritenwachstums in der <br>Zellentwicklung unter Beteiligung von Rho, ROCK, Insulin und seinem Rezeptor, sowie <br>der p38MAP-Kinase nahe. <br>Die vorliegende Arbeit trägt zum Verständnis der frühen Entwicklungsstadien der <br>Nervenzelle und der Ausprägung Ihrer Morphologie bei. Denkbar wäre auch eine <br>Beteiligung der beschriebenen Vorgänge an Regeneration und Wachstum von <br>Neuronen nach Läsionen, sofern sie sich auf adulte Neuronen übertragen lassen.","abstract_html":"Bei der Vernetzung einzelner Neuronen zu funktionellen Einheiten spielt die Fähigkeit &lt;br&gt;zum Zusammenschluss über Distanz eine entscheidende Rolle. Dazu muss ein Neuron &lt;br&gt;zunächst zu seiner endgültigen Position wandern, seine Dendriten und Axone in die &lt;br&gt;richtigen Zielregionen auswachsen lassen, um dann mit passenden Zielstrukturen &lt;br&gt;Kontakt aufzunehmen. Diese Vorgänge beruhen alle auf der Flexibilität des &lt;br&gt;Aktinzytoskelettes. Es zeichnet mit seinen Auf- und Abbauvorgängen unter Einfluss &lt;br&gt;von extra- oder intrazellulären Stimuli für diese Beweglichkeit von Teilen der &lt;br&gt;Zellmembran verantwortlich. Diese dynamischen Umbauprozesse stellen letztendlich &lt;br&gt;die morphologische Entwicklung der Nervenzelle dar. 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Denkbar wäre auch eine <br>Beteiligung der beschriebenen Vorgänge an Regeneration und Wachstum von <br>Neuronen nach Läsionen, sofern sie sich auf adulte Neuronen übertragen lassen.","Functional interaction of single neurons requires formation of contact points between them. Only after migration of the cell itself and the outgrowth of dendrites towards target cells a functional nervous system can be formed. These processes are based on the motility of the cytoskeleton. As Rho-GTPases function as regulators of the cytoskeleton, their role in neurite outgrowth was to be asessed. <br>It was shown that Rho is a negative regulator of dendritic outgrowth. The specific inhibition of its effector ROCK by Y27632 or H89 results in elongation of dendrites in primary cultured hippocampal neurons of the rat. <br>It was shown that Tyrosin-Kinase-Inhibitors Genistein and Thyrphostin 47 lead to Inhibition of neuritic growth, which implies interaction with a Tyrosin-Kinase-receptor, Insulin being a possible substrate, as shown here."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Regulation des Neuritenwachstums durch Rho-GTPasen in primärkultivierten Hippocampusneuronen der Ratte","Regulation of neurite growth by Rho GTPases in cultured hippocampal neurons of the rat"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Meyer, Dieter K."],"dc:creator":["Staeb, Thilo"],"dc:description.abstract":["Bei der Vernetzung einzelner Neuronen zu funktionellen Einheiten spielt die Fähigkeit <br>zum Zusammenschluss über Distanz eine entscheidende Rolle. 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