University of Freiburg
Allergische Sensibilisierung und Allergiesymptome unter besonderer Berücksichtigung des sogenannten "Etagenwechsels"
Abstract
dc:description.abstractHintergrund: In der vorliegenden Arbeit als Teil einer prospektiven Längsschnittstudie über lungenphysiologische Effekte von Ozon bei Schulkindern wurde die Korrelation zwischen einer vorhandenen Pollensensibilisierung und dem späteren Auftreten von Heuschnupfen-assoziierten Symptomen, beziehungsweise dem späteren Auftreten einer allergischen Rhinitis oder eines Asthma bronchiale untersucht. <br>Ziel: Im Vordergrund der Arbeit stand die Evaluierung des klinischen Verlaufs dieser Erkrankungen, um den sogenannten Etagenwechsel zu erfassen; und um Informationen über den optimalen Zeitpunkt eines Therapiebeginns zu erhalten, die dann dazu beitragen könnten, die Entwicklung des Pollenasthmas zu verhindern oder wenigstens zu verzögern. Weiterhin wurde geprüft, welchen Einfluss bestimmte Ozonkonzentrationen auf die Häufigkeit der gestellten Diagnose Pollenasthma haben. <br>Methoden: Die Ausgangspopulation setzte sich aus insgesamt 1101 Schülern der ersten und zweiten Klasse aus sechs verschiedenen Orten in Baden-Württemberg mit unterschiedlichen Luftschadstoff- und Ozonkonzentrationen zusammen, die über einen Zeitraum von vier Jahren (1996-1999) beobachtet wurden. Pro Jahr wurde bei den Kindern neben den drei Lungenfunktionsprüfungen im Frühjahr, Sommer und Herbst zusätzlich im Herbst auch ein Haut-Prick-Test durchgeführt. Zudem wurden verschiedene Fragebögen zu möglichen rhinokonjunktivalen und respiratorischen Beschwerden der Kinder an die Eltern ausgeteilt. <br>Ergebnisse: Für die Gruppe von Schülern mit Pollensensibilisierung bestand ein erhöhtes Risiko, Heuschnupfen-assoziierte Symptome (OR 4.16-4.31; 95% CI=3.24-5.53) oder eine allergische Rhinitis (OR 7.87-8.01; 95% CI=4.70-13.47) zu entwickeln. Dagegen konnte keine statistisch signifikante Korrelation zwischen einer erfolgten Pollensensibilisierung und einem im Sommer neu ärztlich diagnostizierten Asthma gefunden werden. Auch für Ozon konnte kein Einfluss auf die Häufigkeit der gestellten Diagnose Pollenasthma nachgewiesen werden. Lediglich das Symptom „pfeifende Atmung“ war positiv (OR 1.94; 95% CI=1.08–3.48) mit hohen Ozonwerten korreliert. <br>Diskussion: Diese Studie zeigt die Notwendigkeit, bei erfolgter Pollensensibilisierung frühzeitig gegen das Fortschreiten der Erkrankung vorzugehen. Eine Möglichkeit könnte zum Beispiel eine spezifische Immunotherapie nur gegen die sensibilisierenden Pollenallergene sein. Der Beobachtungszeitraum dieser Studie war zu kurz, um das Risiko eines möglichen Überganges in ärztlich diagnostiziertes saisonales Asthma zu eruieren. Die erhobenen Daten können aber dazu beitragen, eine geeignete Größe der Probandengruppe für kommende interventionelle Studien zu finden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Nef, Nina
- Contributors dc:contributor
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- Forster, Johannes
Subjects
dc:subject × 1Identifiers
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- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2063
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2063