{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:204"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:204","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Koordination rechnervermittelter Kooperation - Einfluss der Unterstützung gemeinsamer Aktivitäten bei wissensintensiven Aufgaben","abstract":"Kooperation bei wissenintensiven Aufgaben erfordert häufig sowohl <br>gemeinsame Aktivitäten als auch individuelles Arbeiten an <br>Teilaufgaben. Koordinationsanforderungen ergeben sich einerseits <br>durch die Aufgabe, andererseits durch äußere Bedingungen, <br>beispielsweise durch den Einsatz von Arbeitsmitteln oder <br>Ressourcen. Bei rechnervermittelter Kooperation beeinflusst die <br>Rechnerumgebung die Koordination, indem unterschiedliche Aktivitäten <br>unterstützt werden. In einem Experiment wurde der Einfluss der <br>Unterstützung gemeinsamer Aktivitäten auf die Koordination, den <br>Arbeitsablauf und die Lösungsqualität bei einer wissensintensiven <br>Aufgabe geprüft. Je ein Psychologie- und ein Medizinstudent arbeiteten <br>gemeinsam an einer Fallaufgabe. Zwei verschiedene Rechnerumgebungen <br>wurden verglichen: Unter der ersten Bedingung konnte Telefon, <br>Texteditoren und E-Mail verwendet werden, unter der zweiten ein <br>Videokonferenzsystem und ein gemeinsamer Texteditor, der es erlaubte, <br>gleichzeitig den selben Text zu bearbeiten. Außerdem wurde freie <br>Kooperation mit einer Kooperationsstrukturierung verglichen, die eine <br>geeignete Aufgabenteilung sowie eine systematische Abfolge von <br>Arbeitsphasen vorgab. Unter den unstrukturierten Bedingungen <br>unterschieden sich die Arbeitsabläufe signifikant: Unter der Bedingung <br>mit Telefon und E-Mail arbeiteten alle Paare zeitweise gemeinsam, <br>zeitweise aber auch individuell. Unter der Bedingung mit <br>Videokonferenz und gemeinsamem Texteditor arbeitete dagegen die Hälfte <br>der Paare ausschließlich gemeinsam. Unter der Bedingung mit Telefon <br>und E-Mail wurden außerdem bessere Lösungen erstellt als unter der <br>Bedingung mit Videokonferenz und gemeinsamem Texteditor. Dieser Effekt <br>kann teilweise auf die schlechteren Leistungen der Paare, die <br>ausschließlich gemeinsam arbeiteten, zurückgeführt werden. Die <br>Bedeutung der Koordination wird durch den Einfluss der <br>Kooperationsstrukturierung gestützt, das zu besseren Lösungen führte.","abstract_html":"Kooperation bei wissenintensiven Aufgaben erfordert häufig sowohl &lt;br&gt;gemeinsame Aktivitäten als auch individuelles Arbeiten an &lt;br&gt;Teilaufgaben. Koordinationsanforderungen ergeben sich einerseits &lt;br&gt;durch die Aufgabe, andererseits durch äußere Bedingungen, &lt;br&gt;beispielsweise durch den Einsatz von Arbeitsmitteln oder &lt;br&gt;Ressourcen. Bei rechnervermittelter Kooperation beeinflusst die &lt;br&gt;Rechnerumgebung die Koordination, indem unterschiedliche Aktivitäten &lt;br&gt;unterstützt werden. In einem Experiment wurde der Einfluss der &lt;br&gt;Unterstützung gemeinsamer Aktivitäten auf die Koordination, den &lt;br&gt;Arbeitsablauf und die Lösungsqualität bei einer wissensintensiven &lt;br&gt;Aufgabe geprüft. Je ein Psychologie- und ein Medizinstudent arbeiteten &lt;br&gt;gemeinsam an einer Fallaufgabe. Zwei verschiedene Rechnerumgebungen &lt;br&gt;wurden verglichen: Unter der ersten Bedingung konnte Telefon, &lt;br&gt;Texteditoren und E-Mail verwendet werden, unter der zweiten ein &lt;br&gt;Videokonferenzsystem und ein gemeinsamer Texteditor, der es erlaubte, &lt;br&gt;gleichzeitig den selben Text zu bearbeiten. Außerdem wurde freie &lt;br&gt;Kooperation mit einer Kooperationsstrukturierung verglichen, die eine &lt;br&gt;geeignete Aufgabenteilung sowie eine systematische Abfolge von &lt;br&gt;Arbeitsphasen vorgab. Unter den unstrukturierten Bedingungen &lt;br&gt;unterschieden sich die Arbeitsabläufe signifikant: Unter der Bedingung &lt;br&gt;mit Telefon und E-Mail arbeiteten alle Paare zeitweise gemeinsam, &lt;br&gt;zeitweise aber auch individuell. Unter der Bedingung mit &lt;br&gt;Videokonferenz und gemeinsamem Texteditor arbeitete dagegen die Hälfte &lt;br&gt;der Paare ausschließlich gemeinsam. Unter der Bedingung mit Telefon &lt;br&gt;und E-Mail wurden außerdem bessere Lösungen erstellt als unter der &lt;br&gt;Bedingung mit Videokonferenz und gemeinsamem Texteditor. Dieser Effekt &lt;br&gt;kann teilweise auf die schlechteren Leistungen der Paare, die &lt;br&gt;ausschließlich gemeinsam arbeiteten, zurückgeführt werden. Die &lt;br&gt;Bedeutung der Koordination wird durch den Einfluss der &lt;br&gt;Kooperationsstrukturierung gestützt, das zu besseren Lösungen führte.","abstract_has_math":false,"creators":["Hermann, Fabian"],"institution":null,"degree_name":null,"degree_level":null,"degree_discipline":null,"degree_department":null,"school":null,"contributors":["Spada, Hans"],"advisors":[],"committee_chairs":[],"committee_members":[],"year":null,"date_issued":"","date_published":null,"updated_at":"2026-07-24T02:21:30Z","subjects":["Koordinationstheorie","computervermittelte Kommunikation","verteiltes Wissen","coordination","coordination theory","computer supported collaborative work","videoconference","interdisciplinary work"],"languages":[],"rights":[],"rights_urls":[],"identifier_entries":[]},"links":{"outbound_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/data/204","outbound_label":"Repository record","outbound_source":"source_url"},"metadata_groups":[{"id":"people","label":"People","entries":[{"key":"dc:contributor","label":"Contributor","values":["Spada, Hans"]},{"key":"dc:creator","label":"Author","values":["Hermann, Fabian"]}]},{"id":"academic_context","label":"Academic Context","entries":[{"key":"dc:type","label":"Dc Type","values":["DoctoralThesis"]}]},{"id":"subjects_keywords","label":"Subjects and Keywords","entries":[{"key":"dc:subject","label":"Dc Subject","values":["Koordinationstheorie","computervermittelte Kommunikation","verteiltes Wissen","coordination","coordination theory","computer supported collaborative work","videoconference","interdisciplinary work"]}]},{"id":"additional","label":"Additional Metadata","entries":[{"key":"dc:description.abstract","label":"Abstract","values":["Kooperation bei wissenintensiven Aufgaben erfordert häufig sowohl <br>gemeinsame Aktivitäten als auch individuelles Arbeiten an <br>Teilaufgaben. Koordinationsanforderungen ergeben sich einerseits <br>durch die Aufgabe, andererseits durch äußere Bedingungen, <br>beispielsweise durch den Einsatz von Arbeitsmitteln oder <br>Ressourcen. Bei rechnervermittelter Kooperation beeinflusst die <br>Rechnerumgebung die Koordination, indem unterschiedliche Aktivitäten <br>unterstützt werden. In einem Experiment wurde der Einfluss der <br>Unterstützung gemeinsamer Aktivitäten auf die Koordination, den <br>Arbeitsablauf und die Lösungsqualität bei einer wissensintensiven <br>Aufgabe geprüft. Je ein Psychologie- und ein Medizinstudent arbeiteten <br>gemeinsam an einer Fallaufgabe. Zwei verschiedene Rechnerumgebungen <br>wurden verglichen: Unter der ersten Bedingung konnte Telefon, <br>Texteditoren und E-Mail verwendet werden, unter der zweiten ein <br>Videokonferenzsystem und ein gemeinsamer Texteditor, der es erlaubte, <br>gleichzeitig den selben Text zu bearbeiten. Außerdem wurde freie <br>Kooperation mit einer Kooperationsstrukturierung verglichen, die eine <br>geeignete Aufgabenteilung sowie eine systematische Abfolge von <br>Arbeitsphasen vorgab. Unter den unstrukturierten Bedingungen <br>unterschieden sich die Arbeitsabläufe signifikant: Unter der Bedingung <br>mit Telefon und E-Mail arbeiteten alle Paare zeitweise gemeinsam, <br>zeitweise aber auch individuell. Unter der Bedingung mit <br>Videokonferenz und gemeinsamem Texteditor arbeitete dagegen die Hälfte <br>der Paare ausschließlich gemeinsam. Unter der Bedingung mit Telefon <br>und E-Mail wurden außerdem bessere Lösungen erstellt als unter der <br>Bedingung mit Videokonferenz und gemeinsamem Texteditor. Dieser Effekt <br>kann teilweise auf die schlechteren Leistungen der Paare, die <br>ausschließlich gemeinsam arbeiteten, zurückgeführt werden. Die <br>Bedeutung der Koordination wird durch den Einfluss der <br>Kooperationsstrukturierung gestützt, das zu besseren Lösungen führte.","Successful collaboration on knowledge-rich tasks often requires joint <br>and individual work phases. Requirements for coordination of <br>activities result from the task structure and from external conditions <br>like the usage of tools or ressources. Computer-based systems for <br>distance collaboration may influence coordination by supporting or <br>inhibiting certain activities. In an experiment the effect of <br>supporting joint activities on coordination, process, and outcome of <br>the collaboration on a knowledge-rich task was investigated. Pairs of <br>advanced medical and psychology students worked on a case study. Two <br>computer-based systems supporting joint and individual activities to <br>different extents were compared. Under the first condition, telephone, <br>texteditors, and e-mail were offered. Under the second condition a <br>videoconferencing system and a shared texteditor that allowed to read <br>and edit the same text simultaneously were used. In addition, <br>unscripted collaboration was compared to scripted collaboration. The <br>collaboration script prescribed a suitable task division and a <br>sequence of individual and joint activities. Results show, that the <br>collaboration structure differed in the unscripted conditions: The <br>usage of telephone and e-mail led to an efficient combination of <br>individual working phases and phases of collaborative work, whereas <br>the videoconferencing system inveigled some pairs to work together all <br>the time. With regard to the quality of the joint solution, <br>participants in the condition with telephone and e-mail significantly <br>outperformed their counterparts using the videoconferencing system <br>which can be traced back in part to the worse performance of the pairs <br>working together all the time. This reveales the significant role of <br>coordination for the quality of the problem-solving process and its <br>outcome. The relevance of coordination is corroborated by the effect <br>of the induced script, which led to better solutions."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Koordination rechnervermittelter Kooperation - Einfluss der Unterstützung gemeinsamer Aktivitäten bei wissensintensiven Aufgaben","Coordination of Distance Cooperation - Supporting Joint Activities on Knowledge-rich Tasks"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Spada, Hans"],"dc:creator":["Hermann, Fabian"],"dc:description.abstract":["Kooperation bei wissenintensiven Aufgaben erfordert häufig sowohl <br>gemeinsame Aktivitäten als auch individuelles Arbeiten an <br>Teilaufgaben. Koordinationsanforderungen ergeben sich einerseits <br>durch die Aufgabe, andererseits durch äußere Bedingungen, <br>beispielsweise durch den Einsatz von Arbeitsmitteln oder <br>Ressourcen. Bei rechnervermittelter Kooperation beeinflusst die <br>Rechnerumgebung die Koordination, indem unterschiedliche Aktivitäten <br>unterstützt werden. In einem Experiment wurde der Einfluss der <br>Unterstützung gemeinsamer Aktivitäten auf die Koordination, den <br>Arbeitsablauf und die Lösungsqualität bei einer wissensintensiven <br>Aufgabe geprüft. Je ein Psychologie- und ein Medizinstudent arbeiteten <br>gemeinsam an einer Fallaufgabe. Zwei verschiedene Rechnerumgebungen <br>wurden verglichen: Unter der ersten Bedingung konnte Telefon, <br>Texteditoren und E-Mail verwendet werden, unter der zweiten ein <br>Videokonferenzsystem und ein gemeinsamer Texteditor, der es erlaubte, <br>gleichzeitig den selben Text zu bearbeiten. Außerdem wurde freie <br>Kooperation mit einer Kooperationsstrukturierung verglichen, die eine <br>geeignete Aufgabenteilung sowie eine systematische Abfolge von <br>Arbeitsphasen vorgab. Unter den unstrukturierten Bedingungen <br>unterschieden sich die Arbeitsabläufe signifikant: Unter der Bedingung <br>mit Telefon und E-Mail arbeiteten alle Paare zeitweise gemeinsam, <br>zeitweise aber auch individuell. Unter der Bedingung mit <br>Videokonferenz und gemeinsamem Texteditor arbeitete dagegen die Hälfte <br>der Paare ausschließlich gemeinsam. Unter der Bedingung mit Telefon <br>und E-Mail wurden außerdem bessere Lösungen erstellt als unter der <br>Bedingung mit Videokonferenz und gemeinsamem Texteditor. Dieser Effekt <br>kann teilweise auf die schlechteren Leistungen der Paare, die <br>ausschließlich gemeinsam arbeiteten, zurückgeführt werden. Die <br>Bedeutung der Koordination wird durch den Einfluss der <br>Kooperationsstrukturierung gestützt, das zu besseren Lösungen führte.","Successful collaboration on knowledge-rich tasks often requires joint <br>and individual work phases. Requirements for coordination of <br>activities result from the task structure and from external conditions <br>like the usage of tools or ressources. Computer-based systems for <br>distance collaboration may influence coordination by supporting or <br>inhibiting certain activities. In an experiment the effect of <br>supporting joint activities on coordination, process, and outcome of <br>the collaboration on a knowledge-rich task was investigated. Pairs of <br>advanced medical and psychology students worked on a case study. Two <br>computer-based systems supporting joint and individual activities to <br>different extents were compared. Under the first condition, telephone, <br>texteditors, and e-mail were offered. Under the second condition a <br>videoconferencing system and a shared texteditor that allowed to read <br>and edit the same text simultaneously were used. In addition, <br>unscripted collaboration was compared to scripted collaboration. The <br>collaboration script prescribed a suitable task division and a <br>sequence of individual and joint activities. Results show, that the <br>collaboration structure differed in the unscripted conditions: The <br>usage of telephone and e-mail led to an efficient combination of <br>individual working phases and phases of collaborative work, whereas <br>the videoconferencing system inveigled some pairs to work together all <br>the time. With regard to the quality of the joint solution, <br>participants in the condition with telephone and e-mail significantly <br>outperformed their counterparts using the videoconferencing system <br>which can be traced back in part to the worse performance of the pairs <br>working together all the time. This reveales the significant role of <br>coordination for the quality of the problem-solving process and its <br>outcome. The relevance of coordination is corroborated by the effect <br>of the induced script, which led to better solutions."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["Koordinationstheorie","computervermittelte Kommunikation","verteiltes Wissen","coordination","coordination theory","computer supported collaborative work","videoconference","interdisciplinary work"],"dc:title":["Koordination rechnervermittelter Kooperation - Einfluss der Unterstützung gemeinsamer Aktivitäten bei wissensintensiven Aufgaben","Coordination of Distance Cooperation - Supporting Joint Activities on Knowledge-rich Tasks"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:21:30Z"}