{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:2037"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:2037","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Die Rolle von Infektionen bei wiederholten Spätaborten und frühen Frühgeburten : Darstellung eines präventiven Behandlungskonzeptes an der Universitätsfrauenklinik Freiburg","abstract":"Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Problem des wiederholten Spätabortes und seiner Vermeidung. Hierzu wurden die Daten von 44 Patientinnen mit einer Anamnese von mindestens 1 bis 3 Spätaborten bzw. frühen Frühgeburten und ihrer Behandlung im Rahmen einer erneuten Schwangerschaft dargestellt. <br>Das Behandlungskonzept bestand in einer engmaschigen ambulanten Betreuung mit klinischer Untersuchung, Fluorbeurteilung, bakteriologischen Kulturen aus der Vagina, transvaginalen Ultraschallmessung der Zervixlänge und einer empathischen Arzt-Patienten-Beziehung. Zur Prophylaxe erhielten die Schwangeren ab der 8. SSW täglich Vagi-C® (Vitamin C) zur Verbesserung der Vaginalflora und eine Zervixstabilisation mittels Cerclage in der 14.SSW. Zusätzlich wurden nach Befund und Klinik wiederholt Antibiotika verabreicht. <br>Insgesamt konnten die Daten von 48 Schwangerschaften ausgewertet werden, von denen 45 (94%) erfolgreich waren. Bei 2 Zwillingsschwangerschaften überlebten insgesamt 47 Kinder. 34 Schwangerschaften endeten nach 37 SSW (71%), 12 (25 %) zwischen der 26. und 36. SSW. Im Vergleich mit Daten aus der Literatur liegen die Chancen für ein überlebendes Kind nach zwei oder mehr vorangegangenen Fehlgeburten nur zwischen 20-50%. Zwei Schwangerschaften endeten als Spätabort und ein Kind verstarb an einer E. coli Sepsis in der 30+3 SSW. <br>Beim Keimspektrum handelt es sich fast ausschließlich um Darmflora mit Präferenz von B-Streptokokken und E. coli. <br>Die Ursachen für wiederholte Spätaborte und frühe Frühgeburten sind vielschichtig. Aszendierende Infektionen, Zervixinsuffizienz und psychosozialer Stress scheinen die Hauptursachen zu sein. Die dargestellte Behandlung mit Verbesserung der Vaginalflora, frühzeitige Antibiotkatherapie, Stabilisierung der Zervix, Hilfe in der psychosozialen Situation und eine vertrauensvolle Arzt-Patienten haben nahezu allen Frauen zu einem lebenden und gesunden Kind verholfen.","abstract_html":"Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Problem des wiederholten Spätabortes und seiner Vermeidung. 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Infections of the amnion and the fetus with intestinal bacteria are common, most of them in pregnancy are subclinical and difficult to diagnose. A dilatation of the cervix uteri favours the ascending of microorganisms from the vagina. <br>We performed a combined prophylactic/therapeutic study in high-risk women with a history of second trimester abortion or preterm delivery. The regular visits included clinical status, speculum and microscopic evaluation, bacteriologic cultures and transvaginal measurement of the cervical length by ultrasound. The recommended treatment was the daily intravaginal application of ascorbic acid to normalise the vaginal flora, a prophylactic cerclage placement and antibiotics. <br>Of 48 high-risk pregnancies the total neonatal survival was 94%. 34 (71%) women delivered at term, 12 (25%) between 26 and 36 gestational week. 2 women had a spontaneous abortion at 18 and 23 weeks. One newborn died of an E.coli sepsis with 30+3 weeks. Group B streptococcus and E.coli dominated in the microbiological spectrum. <br>For women with high risk for spontaneous second trimester abortion this program is a great chance to prolong pregnancy and deliver a healthy baby."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Die Rolle von Infektionen bei wiederholten Spätaborten und frühen Frühgeburten : Darstellung eines präventiven Behandlungskonzeptes an der Universitätsfrauenklinik Freiburg","The role of infection in recurrent second trimester abortion and early preterm delivery : a prophylactic study"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Petersen, Eiko"],"dc:creator":["Straßburg, Verena"],"dc:description.abstract":["Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Problem des wiederholten Spätabortes und seiner Vermeidung. 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Im Vergleich mit Daten aus der Literatur liegen die Chancen für ein überlebendes Kind nach zwei oder mehr vorangegangenen Fehlgeburten nur zwischen 20-50%. Zwei Schwangerschaften endeten als Spätabort und ein Kind verstarb an einer E. coli Sepsis in der 30+3 SSW. <br>Beim Keimspektrum handelt es sich fast ausschließlich um Darmflora mit Präferenz von B-Streptokokken und E. coli. <br>Die Ursachen für wiederholte Spätaborte und frühe Frühgeburten sind vielschichtig. Aszendierende Infektionen, Zervixinsuffizienz und psychosozialer Stress scheinen die Hauptursachen zu sein. Die dargestellte Behandlung mit Verbesserung der Vaginalflora, frühzeitige Antibiotkatherapie, Stabilisierung der Zervix, Hilfe in der psychosozialen Situation und eine vertrauensvolle Arzt-Patienten haben nahezu allen Frauen zu einem lebenden und gesunden Kind verholfen.","Preterm birth is a major cause of perinatal mortality and long-term neurological sequelae, its etiology is multifactorial. 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