{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:187"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:187","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Der Einfluss von Chemokinen auf die Migration von naiven und Effektor-CD8-T-Zellen in der Milz","abstract":"Um im Verlauf einer Immunantwort die Lokalisierung von virusspezifischen CD8 Lymphozyten zu untersuchen, wurden T-Zell-Rezeptor (TCR) transgene (tg) Mäuse und das Mausmodel des Lymphozytären Choriomeningitis Virus (LCMV) verwendet. Durch die Verwendung eines allelischen Thy1-Markers konnte im adoptiven Transfersystem zwischen den LCMV-spezifischen Donorzellen der tg Mäuse und den Rezipientenzellen normaler Mäuse unterschieden werden. Nach einem Transfer fanden sich naive tg Zellen in der Milz überwiegend in der PALS. Nach der Infektion mit LCMV kam es zur Expansion der tg T-Zellen, zuerst in der PALS später in der gesamten Milz. LCMV-spezifische Gedächtniszellen konnten sowohl in der PALS als auch in der roten Pulpa nachgewiesen werden. Durch direkte Transferversuche konnte weiter gezeigt werden, dass das 'Homing' in vivo generierter Effektorzellen in die Milz genauso effizient war wie das naiver T-Zellen. Effektorzellen blieben jedoch aus der weißen Pulpa ausgeschlossen und sammelten sich in der roten Pulpa. Da Chemokine einen Einfluss auf die Wanderung von T-Zellen haben, wurde das chemotaktische Verhalten und das Expressionsmuster von Chemokinrezeptoren auf naiven und Effektorzellen untersucht. Die Ergebnisse dieser Versuche zeigten, dass in vivo generierte CD8 Effektorzellen den Chemokinrezeptor CCR7 herunterregulieren und deshalb im Gegensatz zu naiven T-Zellen, die eine hohe Expression von CCR7 aufweisen, nicht mehr auf einen Reiz der Chemokine SLC und ELC reagieren. Daraus ließ sich ableiten, warum CD8 Effektorzellen aus der weißen Pulpa der Milz ausgeschlossen bleiben. Die gegensätzliche Regulation des Chemokinrezeptors CCR7 auf CD8 Effektorzellen und auf Dendritischen Zellen (DC) lässt vermuten, dass das Immunsystem bestrebt ist, den Kontakt von zytotoxischen Effektor-T-Zellen und DCs zu vermeiden. Dieser Mechanismus könnte eine wichtige Rolle sowohl bei der Induktion einer CD8 T-Zellantwort als auch bei der T-Zell-Homöostase nach Antigenkontakt spielen.","abstract_html":"Um im Verlauf einer Immunantwort die Lokalisierung von virusspezifischen CD8 Lymphozyten zu untersuchen, wurden T-Zell-Rezeptor (TCR) transgene (tg) Mäuse und das Mausmodel des Lymphozytären Choriomeningitis Virus (LCMV) verwendet. Durch die Verwendung eines allelischen Thy1-Markers konnte im adoptiven Transfersystem zwischen den LCMV-spezifischen Donorzellen der tg Mäuse und den Rezipientenzellen normaler Mäuse unterschieden werden. Nach einem Transfer fanden sich naive tg Zellen in der Milz überwiegend in der PALS. Nach der Infektion mit LCMV kam es zur Expansion der tg T-Zellen, zuerst in der PALS später in der gesamten Milz. LCMV-spezifische Gedächtniszellen konnten sowohl in der PALS als auch in der roten Pulpa nachgewiesen werden. Durch direkte Transferversuche konnte weiter gezeigt werden, dass das &#x27;Homing&#x27; in vivo generierter Effektorzellen in die Milz genauso effizient war wie das naiver T-Zellen. Effektorzellen blieben jedoch aus der weißen Pulpa ausgeschlossen und sammelten sich in der roten Pulpa. Da Chemokine einen Einfluss auf die Wanderung von T-Zellen haben, wurde das chemotaktische Verhalten und das Expressionsmuster von Chemokinrezeptoren auf naiven und Effektorzellen untersucht. Die Ergebnisse dieser Versuche zeigten, dass in vivo generierte CD8 Effektorzellen den Chemokinrezeptor CCR7 herunterregulieren und deshalb im Gegensatz zu naiven T-Zellen, die eine hohe Expression von CCR7 aufweisen, nicht mehr auf einen Reiz der Chemokine SLC und ELC reagieren. Daraus ließ sich ableiten, warum CD8 Effektorzellen aus der weißen Pulpa der Milz ausgeschlossen bleiben. Die gegensätzliche Regulation des Chemokinrezeptors CCR7 auf CD8 Effektorzellen und auf Dendritischen Zellen (DC) lässt vermuten, dass das Immunsystem bestrebt ist, den Kontakt von zytotoxischen Effektor-T-Zellen und DCs zu vermeiden. Dieser Mechanismus könnte eine wichtige Rolle sowohl bei der Induktion einer CD8 T-Zellantwort als auch bei der T-Zell-Homöostase nach Antigenkontakt spielen.","abstract_has_math":false,"creators":["Potsch, Christian"],"institution":null,"degree_name":null,"degree_level":null,"degree_discipline":null,"degree_department":null,"school":null,"contributors":["Pircher, Hanspeter"],"advisors":[],"committee_chairs":[],"committee_members":[],"year":null,"date_issued":"","date_published":null,"updated_at":"2026-07-24T02:21:30Z","subjects":["CD8-T-Lymphozyten","Milz"],"languages":[],"rights":[],"rights_urls":[],"identifier_entries":[]},"links":{"outbound_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/data/187","outbound_label":"Repository record","outbound_source":"source_url"},"metadata_groups":[{"id":"people","label":"People","entries":[{"key":"dc:contributor","label":"Contributor","values":["Pircher, Hanspeter"]},{"key":"dc:creator","label":"Author","values":["Potsch, Christian"]}]},{"id":"academic_context","label":"Academic Context","entries":[{"key":"dc:type","label":"Dc Type","values":["DoctoralThesis"]}]},{"id":"subjects_keywords","label":"Subjects and Keywords","entries":[{"key":"dc:subject","label":"Dc Subject","values":["CD8-T-Lymphozyten","Milz"]}]},{"id":"additional","label":"Additional Metadata","entries":[{"key":"dc:description.abstract","label":"Abstract","values":["Um im Verlauf einer Immunantwort die Lokalisierung von virusspezifischen CD8 Lymphozyten zu untersuchen, wurden T-Zell-Rezeptor (TCR) transgene (tg) Mäuse und das Mausmodel des Lymphozytären Choriomeningitis Virus (LCMV) verwendet. Durch die Verwendung eines allelischen Thy1-Markers konnte im adoptiven Transfersystem zwischen den LCMV-spezifischen Donorzellen der tg Mäuse und den Rezipientenzellen normaler Mäuse unterschieden werden. Nach einem Transfer fanden sich naive tg Zellen in der Milz überwiegend in der PALS. Nach der Infektion mit LCMV kam es zur Expansion der tg T-Zellen, zuerst in der PALS später in der gesamten Milz. LCMV-spezifische Gedächtniszellen konnten sowohl in der PALS als auch in der roten Pulpa nachgewiesen werden. Durch direkte Transferversuche konnte weiter gezeigt werden, dass das 'Homing' in vivo generierter Effektorzellen in die Milz genauso effizient war wie das naiver T-Zellen. Effektorzellen blieben jedoch aus der weißen Pulpa ausgeschlossen und sammelten sich in der roten Pulpa. Da Chemokine einen Einfluss auf die Wanderung von T-Zellen haben, wurde das chemotaktische Verhalten und das Expressionsmuster von Chemokinrezeptoren auf naiven und Effektorzellen untersucht. Die Ergebnisse dieser Versuche zeigten, dass in vivo generierte CD8 Effektorzellen den Chemokinrezeptor CCR7 herunterregulieren und deshalb im Gegensatz zu naiven T-Zellen, die eine hohe Expression von CCR7 aufweisen, nicht mehr auf einen Reiz der Chemokine SLC und ELC reagieren. Daraus ließ sich ableiten, warum CD8 Effektorzellen aus der weißen Pulpa der Milz ausgeschlossen bleiben. Die gegensätzliche Regulation des Chemokinrezeptors CCR7 auf CD8 Effektorzellen und auf Dendritischen Zellen (DC) lässt vermuten, dass das Immunsystem bestrebt ist, den Kontakt von zytotoxischen Effektor-T-Zellen und DCs zu vermeiden. Dieser Mechanismus könnte eine wichtige Rolle sowohl bei der Induktion einer CD8 T-Zellantwort als auch bei der T-Zell-Homöostase nach Antigenkontakt spielen."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Der Einfluss von Chemokinen auf die Migration von naiven und Effektor-CD8-T-Zellen in der Milz"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Pircher, Hanspeter"],"dc:creator":["Potsch, Christian"],"dc:description.abstract":["Um im Verlauf einer Immunantwort die Lokalisierung von virusspezifischen CD8 Lymphozyten zu untersuchen, wurden T-Zell-Rezeptor (TCR) transgene (tg) Mäuse und das Mausmodel des Lymphozytären Choriomeningitis Virus (LCMV) verwendet. Durch die Verwendung eines allelischen Thy1-Markers konnte im adoptiven Transfersystem zwischen den LCMV-spezifischen Donorzellen der tg Mäuse und den Rezipientenzellen normaler Mäuse unterschieden werden. Nach einem Transfer fanden sich naive tg Zellen in der Milz überwiegend in der PALS. Nach der Infektion mit LCMV kam es zur Expansion der tg T-Zellen, zuerst in der PALS später in der gesamten Milz. LCMV-spezifische Gedächtniszellen konnten sowohl in der PALS als auch in der roten Pulpa nachgewiesen werden. Durch direkte Transferversuche konnte weiter gezeigt werden, dass das 'Homing' in vivo generierter Effektorzellen in die Milz genauso effizient war wie das naiver T-Zellen. Effektorzellen blieben jedoch aus der weißen Pulpa ausgeschlossen und sammelten sich in der roten Pulpa. Da Chemokine einen Einfluss auf die Wanderung von T-Zellen haben, wurde das chemotaktische Verhalten und das Expressionsmuster von Chemokinrezeptoren auf naiven und Effektorzellen untersucht. Die Ergebnisse dieser Versuche zeigten, dass in vivo generierte CD8 Effektorzellen den Chemokinrezeptor CCR7 herunterregulieren und deshalb im Gegensatz zu naiven T-Zellen, die eine hohe Expression von CCR7 aufweisen, nicht mehr auf einen Reiz der Chemokine SLC und ELC reagieren. Daraus ließ sich ableiten, warum CD8 Effektorzellen aus der weißen Pulpa der Milz ausgeschlossen bleiben. Die gegensätzliche Regulation des Chemokinrezeptors CCR7 auf CD8 Effektorzellen und auf Dendritischen Zellen (DC) lässt vermuten, dass das Immunsystem bestrebt ist, den Kontakt von zytotoxischen Effektor-T-Zellen und DCs zu vermeiden. Dieser Mechanismus könnte eine wichtige Rolle sowohl bei der Induktion einer CD8 T-Zellantwort als auch bei der T-Zell-Homöostase nach Antigenkontakt spielen."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["CD8-T-Lymphozyten","Milz"],"dc:title":["Der Einfluss von Chemokinen auf die Migration von naiven und Effektor-CD8-T-Zellen in der Milz"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:21:30Z"}