{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1879"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1879","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Untersuchung zur säureprotektiven Wirkung der in situ gebildeten Kurzzeit-Pellikel","abstract":"Ziel dieser Studie war es, die säureprotektiven Eigenschaften von in situ gebildeten Kurzzeit-Pellikeln zu untersuchen. Hierzu wurden Schmelzproben im Bereich der bukkalen und palatinalen Glattflächen der oberen Molaren von drei Probanden über Zeiten von 3 min, 60 min und 120 min intraoral getragen. In einem zweiten Hauptversuch wurden von sechs Probanden Schmelzprüfkörper bukkal und palatinal über 120 min getragen und analysiert. Schmelzproben mit und ohne Pellikelschichten wurden in 1%iger Zitronensäure für 60 s unter ständiger Bewegung inkubiert und anschließend mit destilliertem Wasser abgespült. Die Knoop-Mikrohärte wurde vor Versuchsbeginn und nach der Säureerosion gemessen und der Härteverlust errechnet. Die Menge des gelösten Kalziums wurde nach der Säureexposition bestimmt und die Kalziumfreisetzung ermittelt. Zusätzlich wurde die erosiv veränderte Schmelzoberfläche rasterelektro-nenmikroskopisch und die nach Erosion ultrastrukturell veränderte Pellikelschicht transmissionselektronenmikroskopisch untersucht. <br>Die mittlere Kalziumfreisetzung für die Proben mit bukkaler / palatinaler Pellikel betrug nach 3 min Bildungszeit 14,99 / 14,96 mg/l/10 mm², nach 60 min Bildungszeit 16,50 / 15,97 mg/l/10 mm² und nach 120 min Bildungszeit 15,32 / 17,37 mg/l/10 mm². Die mittleren Härteverluste betrugen für die Proben mit bukkal / palatinal gebildeter Pellikel nach 3 min Bildungszeit 139,07 / 144,93 KHN, nach 60 min Bildungszeit 145,93 / 146,87 KHN und nach 120 min Bildungszeit 141,69 / 138,56 KHN. Die Daten zeigten keine signifikanten Unterschiede in Abhängigkeit der Bildungszeiten 3 min, 60 min, 120 min und der Lokalisationen bukkal und palatinal. Auch die Ergebnisse des zweiten Hauptversuchs ergaben keine signifikanten interindividuellen Unterschiede. Im Vergleich mit den nicht pellikelbe-deckten Kontrollproben (Kalziumfreisetzung: 25,57 mg/l/10 mm², Härteverlust 187,00 KHN) konnte jedoch eine signifikante Verminderung der Kalziumfreiset-zung und der Mikrohärte bei allen pellikelbedeckten Proben gezeigt werden. Die Ergebnisse belegen erstmals, dass die Bildungszeit eine geringe Auswirkung auf die protektive Wirkung der Pellikel hat, da selbst eine 3 min Pellikel eine Verminderung der Schmelzerosion bewirkt. Weiterhin zeigt die Untersuchung, dass die In situ gebildete Pellikel die Auswirkung einer Zitronensäureerosion vermindert, jedoch unter den gewählten Versuchsbedingungen nicht vollständig verhindern kann.","abstract_html":"Ziel dieser Studie war es, die säureprotektiven Eigenschaften von in situ gebildeten Kurzzeit-Pellikeln zu untersuchen. Hierzu wurden Schmelzproben im Bereich der bukkalen und palatinalen Glattflächen der oberen Molaren von drei Probanden über Zeiten von 3 min, 60 min und 120 min intraoral getragen. In einem zweiten Hauptversuch wurden von sechs Probanden Schmelzprüfkörper bukkal und palatinal über 120 min getragen und analysiert. Schmelzproben mit und ohne Pellikelschichten wurden in 1%iger Zitronensäure für 60 s unter ständiger Bewegung inkubiert und anschließend mit destilliertem Wasser abgespült. Die Knoop-Mikrohärte wurde vor Versuchsbeginn und nach der Säureerosion gemessen und der Härteverlust errechnet. 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Zusätzlich wurde die erosiv veränderte Schmelzoberfläche rasterelektro-nenmikroskopisch und die nach Erosion ultrastrukturell veränderte Pellikelschicht transmissionselektronenmikroskopisch untersucht. <br>Die mittlere Kalziumfreisetzung für die Proben mit bukkaler / palatinaler Pellikel betrug nach 3 min Bildungszeit 14,99 / 14,96 mg/l/10 mm², nach 60 min Bildungszeit 16,50 / 15,97 mg/l/10 mm² und nach 120 min Bildungszeit 15,32 / 17,37 mg/l/10 mm². Die mittleren Härteverluste betrugen für die Proben mit bukkal / palatinal gebildeter Pellikel nach 3 min Bildungszeit 139,07 / 144,93 KHN, nach 60 min Bildungszeit 145,93 / 146,87 KHN und nach 120 min Bildungszeit 141,69 / 138,56 KHN. Die Daten zeigten keine signifikanten Unterschiede in Abhängigkeit der Bildungszeiten 3 min, 60 min, 120 min und der Lokalisationen bukkal und palatinal. Auch die Ergebnisse des zweiten Hauptversuchs ergaben keine signifikanten interindividuellen Unterschiede. Im Vergleich mit den nicht pellikelbe-deckten Kontrollproben (Kalziumfreisetzung: 25,57 mg/l/10 mm², Härteverlust 187,00 KHN) konnte jedoch eine signifikante Verminderung der Kalziumfreiset-zung und der Mikrohärte bei allen pellikelbedeckten Proben gezeigt werden. Die Ergebnisse belegen erstmals, dass die Bildungszeit eine geringe Auswirkung auf die protektive Wirkung der Pellikel hat, da selbst eine 3 min Pellikel eine Verminderung der Schmelzerosion bewirkt. Weiterhin zeigt die Untersuchung, dass die In situ gebildete Pellikel die Auswirkung einer Zitronensäureerosion vermindert, jedoch unter den gewählten Versuchsbedingungen nicht vollständig verhindern kann.","The aim of the present study was to investigate the protective effect of the short-term salivary pellicle formed in situ over periods of 3, 60 and 120 min. Six volunteers used intraoral acrylic splints with bovine enamel samples fixed at the buccal and palatal sites of the maxillary first molars. Enamel specimens (n=201) with and without pellicle were immersed for 60 s in 1,0% citric acid solution under agitation. Knoop surface hardness (KHN) of uneroded polished enamel was measured as a baseline and estimated immediately after erosion treatment reflecting the microhardness loss (KHN). The amounts of the calcium dissolved from the eroded enamel surface were analysed by atomic adsorption spectroscopy and scored in mg/l per 10 mm² of enamel surface area. In addition, the scanning electron microscope was used for the micromorphological examination of the erosive alterations of the enamel surface. The transmissionelectronmicroscopy was used to show the ultrastructural differences of the pellicle after acid treatment. The average microhardness loss values after erosion of the enamel samples with buccally/palatally formed pellicle layers were measured as 139.07/ 144.93 KHN for 3 min pellicle, 145.93/146.87 KHN for 60 min pellicle and 141.69/138.56 KHN for 120 min pellicle. Calcium release values from the specimens with buccal/palatal pellicles were amounted to 14.99/14.96, 16.50/15.97 and 15.32/17.37 mg/l per 10 mm² for 3, 60 and 120 min old pellicles, respectively. No significant differences were related to the pellicle formation time and intraoral site (buccal or palatal) in all tested series (ANOVA, p<0.05). However, significant protection of the enamel surface provided by the pellicle layer was observed on all pellicle-covered surfaces if compared to the non-covered enamel samples (calcium release: 25.57 mg/l per 10 mm²; microhardness loss 187.0 KHN). These data were in accordance with the morphologic alterations caused by citric acid on the pellicle covered and pellicle non-covered specimens. <br>It could be concluded that salivary pellicle formed in situ within a period of 3 min offers protection of enamel against citric acid. However, pellicle does not completely inhibit the erosive action of citric acid under the conditions of present study."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Untersuchung zur säureprotektiven Wirkung der in situ gebildeten Kurzzeit-Pellikel","Protective effect of the in situ formed short-term salivary pellicle"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Hannig, Matthias"],"dc:creator":["Fiebiger, Matthias"],"dc:description.abstract":["Ziel dieser Studie war es, die säureprotektiven Eigenschaften von in situ gebildeten Kurzzeit-Pellikeln zu untersuchen. Hierzu wurden Schmelzproben im Bereich der bukkalen und palatinalen Glattflächen der oberen Molaren von drei Probanden über Zeiten von 3 min, 60 min und 120 min intraoral getragen. In einem zweiten Hauptversuch wurden von sechs Probanden Schmelzprüfkörper bukkal und palatinal über 120 min getragen und analysiert. 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Weiterhin zeigt die Untersuchung, dass die In situ gebildete Pellikel die Auswirkung einer Zitronensäureerosion vermindert, jedoch unter den gewählten Versuchsbedingungen nicht vollständig verhindern kann.","The aim of the present study was to investigate the protective effect of the short-term salivary pellicle formed in situ over periods of 3, 60 and 120 min. Six volunteers used intraoral acrylic splints with bovine enamel samples fixed at the buccal and palatal sites of the maxillary first molars. Enamel specimens (n=201) with and without pellicle were immersed for 60 s in 1,0% citric acid solution under agitation. Knoop surface hardness (KHN) of uneroded polished enamel was measured as a baseline and estimated immediately after erosion treatment reflecting the microhardness loss (KHN). The amounts of the calcium dissolved from the eroded enamel surface were analysed by atomic adsorption spectroscopy and scored in mg/l per 10 mm² of enamel surface area. In addition, the scanning electron microscope was used for the micromorphological examination of the erosive alterations of the enamel surface. The transmissionelectronmicroscopy was used to show the ultrastructural differences of the pellicle after acid treatment. The average microhardness loss values after erosion of the enamel samples with buccally/palatally formed pellicle layers were measured as 139.07/ 144.93 KHN for 3 min pellicle, 145.93/146.87 KHN for 60 min pellicle and 141.69/138.56 KHN for 120 min pellicle. Calcium release values from the specimens with buccal/palatal pellicles were amounted to 14.99/14.96, 16.50/15.97 and 15.32/17.37 mg/l per 10 mm² for 3, 60 and 120 min old pellicles, respectively. No significant differences were related to the pellicle formation time and intraoral site (buccal or palatal) in all tested series (ANOVA, p<0.05). However, significant protection of the enamel surface provided by the pellicle layer was observed on all pellicle-covered surfaces if compared to the non-covered enamel samples (calcium release: 25.57 mg/l per 10 mm²; microhardness loss 187.0 KHN). These data were in accordance with the morphologic alterations caused by citric acid on the pellicle covered and pellicle non-covered specimens. <br>It could be concluded that salivary pellicle formed in situ within a period of 3 min offers protection of enamel against citric acid. 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