University of Freiburg
Die Entwicklung des corticospinalen Systems zur Hand : Beiträge der transcraniellen Magnetstimulation und motorischer Funktionstests
Abstract
dc:description.abstractDie Entwicklung des Nervensystems findet beim Kind unter anderem Ausdruck in einer zunehmend leistungsfähigeren Motorik. Als humanspezifisch werden die Bewegungen der Hand angesehen, die in hohem Maße durch das corticospinale System kontrolliert werden. Dessen Funktion ist durch die transkranielle Magnetstimulation (TMS) darstellbar. <br>Mittels TMS und motorischen Tests (akustische Reaktionszeit, Geschwindigkeit einer ballistischen Bewegung, Tapping, Diadochokinese, Tracking) wurde ein Kollektiv von gesunden Kindern im Alter von 0,1 - 18 Jahren und erwachsene Kontrollpersonen untersucht. <br>Ab dem 3. Lebensjahr wurde die ZMLfazilitiert erwachsenengleich gemessen. Ab dem siebten Lebensjahr war die ZMLrelaxiert erwachsenengleich. Die Geschwindigkeit ballistischer Bewegungen wurde vor ihrer Initiierungsfähigkeit und früher als schnelle repetitive Bewegungen entwickelt. Später und mit einer längeren Entwicklungsdynamik erreichten visuo-manuelle Folgebewegungen die Erwachsenengleichheit. Keiner der Bewegungsparameter entsprach in seiner Reifungsdynamik derjenigen der zentralmotorischen Latenzen. <br>Die frühe Reifung des aktiven corticospinalen Systems vor dem fünften Lebensjahr zeigt, daß die strukturelle Reifung der funktionellen Entwicklung vorangeht. Die fazilitierte ZML ist somit eine notwendige, nicht aber eine hinreichende Bedingung für jene motorischen Fertigkeiten, die über die Komplexität einer schnellen ballistischen Bewegung hinausreichen. Die spätere Reifung der relaxierten ZML läßt sich mit der Rekrutierung von unterschiedlich schnellen Bahnsystemen, deren Reifung einem unterschiedlichen Zeitplan obliegt oder mit der unreifen corticospinalen Exzitabilität im Kindesalter erklären. Sie bildet womöglich neuronale Mechanismen der Initiierung von motorischem Verhalten ab. Die Entwicklungssequenz innerhalb der motorischen Tests könnte durch die unterschiedliche Komplexität der prämotorischen Steuerung der untersuchten Bewegungen erklärt sein.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Fietzek, Urban Michael
- Contributors dc:contributor
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- Korinthenberg, Rudolf
Subjects
dc:subject × 10Identifiers
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- https://freidok.uni-freiburg.de/data/186
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:186