{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1807"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1807","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Mutationsanalyse der Gene NPHS2 und WT1 bei Patienten mit steroidresistentem Nephrotischen Syndrom im Kindesalter","abstract":"Das steroidresistente Nephrotische Syndrom ist eine heterogene Erkrankung, für die bereits einige verantwortliche Gene identifiziert werden konnten. <br>Die autosomal-rezessiv vererbte Form (srINS) ist charakterisiert durch Manifestation im frühen Kindesalter, eine rasche Progression in die TNI und den histologischen Befund FSGS oder MCNS. Ursache dieser Erkrankung sind Mutationen im NPHS2-Gen auf Chromosom 1q25-q31, das Podocin kodiert. Ein weiteres Gen, das ein Nephrotisches Syndrom im Kindesalter verursacht, ist WT1 auf Chromosom 11p13. Heterozygote Keimbahn-Mutationen in den Exonen 8 und 9 bzw. der Spleißstelle im Intron 9 dieses Gens führen zum Auftreten bestimmter Syndrome, wie dem Denys-Drash- oder Frasier-Syndrom. Es wurden jedoch auch Mutationen bei Patienten mit isolierter FSGS identifiziert. <br>In der vorliegenden Arbeit wurden 23 Multiplex-Familien und 25 Einzelpatienten auf Mutationen im Gen NPHS2 und/oder WT1 untersucht. Eine vorausgehende Kopplungsanalyse der Familien am Genort NPHS2 schloss dieses Gen als Erkrankungsursache bei einigen Familien aus. Durch die Sequenzierung wurden 10 verschiedene Mutationen, von denen fünf noch nicht bekannt waren, im NPHS2-Gen und eine ebenfalls neue Mutation im Gen WT1 identifiziert. Außerdem wurden ein Polymorphismus und vier stille Mutationen, von denen eine noch nicht beschrieben wurde, im NPHS2-Gen identifiziert. <br>Bei einer Mutationsanalyse des NPHS2-Gens bei Patienten mit steroidresistentem NS im Kindesalter sind bei 50% der Familien und fast 30% der Einzelpatienten Mutationen zu erwarten. Daher ist eine solche Analyse sinnvoll, um die Patienten der Erkrankung zuordnen zu können und daraus therapeutische Konsequenzen zu ziehen. Diese sind der Verzicht auf eine Steroidtherapie und das Anstreben einer Nierentransplantation, da kein Rezidiv der Erkrankung zu erwarten ist. Die Suche nach einer einzelnen Mutation, R138Q, als Screening kann aufgrund der geringeren Häufigkeit bei Einzelpatienten nur für Familien vorgeschlagen werden. <br>Die Mutationsanalyse der Exone 8 und 9 beim WT1-Gen zur Charakterisierung der Erkrankung bei Patienten mit isoliertem steroidresistenten NS ist ebenfalls zu empfehlen. Die Mutationen bei diesen Patienten bestätigen die Vielfalt der phänotypischen Ausprägungen von WT1-Defekten und weitere Daten könnten zu einem besseren Verständnis der Funktion dieses Gens helfen.","abstract_html":"Das steroidresistente Nephrotische Syndrom ist eine heterogene Erkrankung, für die bereits einige verantwortliche Gene identifiziert werden konnten. &lt;br&gt;Die autosomal-rezessiv vererbte Form (srINS) ist charakterisiert durch Manifestation im frühen Kindesalter, eine rasche Progression in die TNI und den histologischen Befund FSGS oder MCNS. Ursache dieser Erkrankung sind Mutationen im NPHS2-Gen auf Chromosom 1q25-q31, das Podocin kodiert. Ein weiteres Gen, das ein Nephrotisches Syndrom im Kindesalter verursacht, ist WT1 auf Chromosom 11p13. Heterozygote Keimbahn-Mutationen in den Exonen 8 und 9 bzw. der Spleißstelle im Intron 9 dieses Gens führen zum Auftreten bestimmter Syndrome, wie dem Denys-Drash- oder Frasier-Syndrom. 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Die Mutationen bei diesen Patienten bestätigen die Vielfalt der phänotypischen Ausprägungen von WT1-Defekten und weitere Daten könnten zu einem besseren Verständnis der Funktion dieses Gens helfen.","Steroid-resistant nephrotic syndrome is a heterogeneous disease. Some of the responsible genes could already be identified. <br>Autosomal-recessive steroid-resistant nephrotic syndrome (srINS) is characterized by onset in early childhood, progression to end-stage renal failure, and histological findings of FSGS or MCNS. The causative gene, NPHS2, codes for Podocin and has been mapped to chromosome 1q25-q31. Another gene causing nephrotic syndrome in childhood is WT1 on chromosome 11p13. Heterozygous germ-line mutations in exon 8 or 9 or at the splice-site of intron 9 cause syndromes like Denys-Drash- or Frasier-Syndrome or lead to isolated FSGS. <br>Here, 23 multiplex families and 25 single patients were examined for mutations in NPHS2 and/or WT1. In some families haplotype analyses showed that NPHS2 could be excluded as the responsible gene. By sequencing analysis of the genes we could identify ten different NPHS2 mutations, five of them were not known before. In WT1 one novel mutation was detected. Furthermore, in NPHS2 we detected one polymorphism and four silent mutations of which one was novel. <br>Performing mutational analysis of NPHS2 in patients with steroid-resistant nephrotic syndrome in childhood, mutations can be expected in about 50% of families and almost 30% of single patients. Therefore we suggest mutational analysis of NPHS2 for these patients to classify their disease and adapt the therapeutic regime. Unnecessary steroid treatment can be avoided and early kidney transplantation can be performed as there is no disease recurrence observed after transplantation. Screening with the frequent R138Q mutation can be proposed only in families because it is rare in single patients. <br>We propose mutational analysis of the exons 8 and 9 of the WT1 gene in patients with isolated steroid-resistant nephrotic syndrome to confirm the different phenotypes of WT1 mutations and to get more data to be able to fully understand the function of this gene."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Mutationsanalyse der Gene NPHS2 und WT1 bei Patienten mit steroidresistentem Nephrotischen Syndrom im Kindesalter","Mutational analysis of the genes NPHS2 and WT1 in patients with steroid-resistant nephrotic syndrome in childhood"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Fuchshuber, Arno"],"dc:creator":["Uetz, Barbara"],"dc:description.abstract":["Das steroidresistente Nephrotische Syndrom ist eine heterogene Erkrankung, für die bereits einige verantwortliche Gene identifiziert werden konnten. <br>Die autosomal-rezessiv vererbte Form (srINS) ist charakterisiert durch Manifestation im frühen Kindesalter, eine rasche Progression in die TNI und den histologischen Befund FSGS oder MCNS. 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Außerdem wurden ein Polymorphismus und vier stille Mutationen, von denen eine noch nicht beschrieben wurde, im NPHS2-Gen identifiziert. <br>Bei einer Mutationsanalyse des NPHS2-Gens bei Patienten mit steroidresistentem NS im Kindesalter sind bei 50% der Familien und fast 30% der Einzelpatienten Mutationen zu erwarten. Daher ist eine solche Analyse sinnvoll, um die Patienten der Erkrankung zuordnen zu können und daraus therapeutische Konsequenzen zu ziehen. Diese sind der Verzicht auf eine Steroidtherapie und das Anstreben einer Nierentransplantation, da kein Rezidiv der Erkrankung zu erwarten ist. Die Suche nach einer einzelnen Mutation, R138Q, als Screening kann aufgrund der geringeren Häufigkeit bei Einzelpatienten nur für Familien vorgeschlagen werden. <br>Die Mutationsanalyse der Exone 8 und 9 beim WT1-Gen zur Charakterisierung der Erkrankung bei Patienten mit isoliertem steroidresistenten NS ist ebenfalls zu empfehlen. Die Mutationen bei diesen Patienten bestätigen die Vielfalt der phänotypischen Ausprägungen von WT1-Defekten und weitere Daten könnten zu einem besseren Verständnis der Funktion dieses Gens helfen.","Steroid-resistant nephrotic syndrome is a heterogeneous disease. Some of the responsible genes could already be identified. <br>Autosomal-recessive steroid-resistant nephrotic syndrome (srINS) is characterized by onset in early childhood, progression to end-stage renal failure, and histological findings of FSGS or MCNS. The causative gene, NPHS2, codes for Podocin and has been mapped to chromosome 1q25-q31. Another gene causing nephrotic syndrome in childhood is WT1 on chromosome 11p13. Heterozygous germ-line mutations in exon 8 or 9 or at the splice-site of intron 9 cause syndromes like Denys-Drash- or Frasier-Syndrome or lead to isolated FSGS. <br>Here, 23 multiplex families and 25 single patients were examined for mutations in NPHS2 and/or WT1. In some families haplotype analyses showed that NPHS2 could be excluded as the responsible gene. By sequencing analysis of the genes we could identify ten different NPHS2 mutations, five of them were not known before. In WT1 one novel mutation was detected. Furthermore, in NPHS2 we detected one polymorphism and four silent mutations of which one was novel. <br>Performing mutational analysis of NPHS2 in patients with steroid-resistant nephrotic syndrome in childhood, mutations can be expected in about 50% of families and almost 30% of single patients. Therefore we suggest mutational analysis of NPHS2 for these patients to classify their disease and adapt the therapeutic regime. Unnecessary steroid treatment can be avoided and early kidney transplantation can be performed as there is no disease recurrence observed after transplantation. 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