{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1787"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1787","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Darstellung stationärer Behandlungskosten im Rahmen der leistungs- und DRG-bezogenen Abrechnung an der Universitäts-Hautklinik Freiburg : eine Pilotstudie","abstract":"Mit Einführung des DRG-Systems müssen in den deutschen Krankenhäusern defizitäre Kostenstrukturen aufgedeckt und die Kostentransparenz erhöht werden. Daher wurde in der Universitäts-Hautklinik anhand von zehn Stichproben mit je 20 Falldaten eine diagnosebezogene Kostenträgerrechnung durchgeführt. <br>Die verursachungsgerechte Zuordnung der Selbstkosten pro Fall erfolgte im Bottom-Up-Ansatz. Sie basierte auf Expertengesprächen, den Leistungsstatistiken der Kostenstellen und den Vollkosten des Jahres 2000. Bei der Leistungserfassung wurde überdies versucht, die Verteilung ärztlicher Tätigkeiten auf einzelne Prozesse zu erfassen. <br>Die Ergebnisse wurden in Bezug zu den Kalkulationsgrundlagen des DRG-Systems gesetzt und entsprechend diskutiert: <br>Die DRG-relevanten Gesamtkosten der dermatologischen Abteilung wurden für das Jahr 2000 auf DM 7.800.906,21 (EUR 3.988.540,01) geschätzt. Die durchschnittlichen Fallkosten lagen zwischen DM 2.620,47 bzw. EUR 1.339,83 (Viruswarzen) und DM 11.177,03 bzw. EUR 5.714,73 (Ulcus cruris). Die Grenzkosten lagen zwischen DM 282,14 und DM 391,12 (EUR 144,26 bzw. 199,98) pro zusätzlichem Behandlungstag. <br>Die in einer Regressionsanalyse betrachteten Faktoren Alter, Geschlecht und Komplikation hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Höhe der Fallkosten. Im Gegensatz dazu bestand zwischen der Verweildauer und den Fallkosten ein hochsignifikanter, linearer Zusammenhang. Die Grenzkosten sanken also nicht pro zusätzlichem Behandlungstag. <br>Ferner war die Korrelation zwischen den einzelnen Fallkosten und den ihnen zugehörigen Kostengewichten nach AR-DRGs mit einem Faktor von 0,48 nur mäßig; die Kostenstreuung innerhalb einzelner DRGs war teilweise sehr hoch. <br>Die Ergebnisse weisen auf die Notwendigkeit hin, die Systematik des DRG-Systems zu überarbeiten und die Kostengewichte auf Basis deutscher Daten neu zu kalkulieren. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und der Konkurrenzfähigkeit der Universitäts-Hautklinik im DRG-System sollte eine verbessertes Kostenmanagement angestrebt werden.","abstract_html":"Mit Einführung des DRG-Systems müssen in den deutschen Krankenhäusern defizitäre Kostenstrukturen aufgedeckt und die Kostentransparenz erhöht werden. Daher wurde in der Universitäts-Hautklinik anhand von zehn Stichproben mit je 20 Falldaten eine diagnosebezogene Kostenträgerrechnung durchgeführt. &lt;br&gt;Die verursachungsgerechte Zuordnung der Selbstkosten pro Fall erfolgte im Bottom-Up-Ansatz. Sie basierte auf Expertengesprächen, den Leistungsstatistiken der Kostenstellen und den Vollkosten des Jahres 2000. Bei der Leistungserfassung wurde überdies versucht, die Verteilung ärztlicher Tätigkeiten auf einzelne Prozesse zu erfassen. &lt;br&gt;Die Ergebnisse wurden in Bezug zu den Kalkulationsgrundlagen des DRG-Systems gesetzt und entsprechend diskutiert: &lt;br&gt;Die DRG-relevanten Gesamtkosten der dermatologischen Abteilung wurden für das Jahr 2000 auf DM 7.800.906,21 (EUR 3.988.540,01) geschätzt. Die durchschnittlichen Fallkosten lagen zwischen DM 2.620,47 bzw. EUR 1.339,83 (Viruswarzen) und DM 11.177,03 bzw. EUR 5.714,73 (Ulcus cruris). Die Grenzkosten lagen zwischen DM 282,14 und DM 391,12 (EUR 144,26 bzw. 199,98) pro zusätzlichem Behandlungstag. &lt;br&gt;Die in einer Regressionsanalyse betrachteten Faktoren Alter, Geschlecht und Komplikation hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Höhe der Fallkosten. Im Gegensatz dazu bestand zwischen der Verweildauer und den Fallkosten ein hochsignifikanter, linearer Zusammenhang. Die Grenzkosten sanken also nicht pro zusätzlichem Behandlungstag. &lt;br&gt;Ferner war die Korrelation zwischen den einzelnen Fallkosten und den ihnen zugehörigen Kostengewichten nach AR-DRGs mit einem Faktor von 0,48 nur mäßig; die Kostenstreuung innerhalb einzelner DRGs war teilweise sehr hoch. &lt;br&gt;Die Ergebnisse weisen auf die Notwendigkeit hin, die Systematik des DRG-Systems zu überarbeiten und die Kostengewichte auf Basis deutscher Daten neu zu kalkulieren. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und der Konkurrenzfähigkeit der Universitäts-Hautklinik im DRG-System sollte eine verbessertes Kostenmanagement angestrebt werden.","abstract_has_math":false,"creators":["Richert, Laura"],"institution":null,"degree_name":null,"degree_level":null,"degree_discipline":null,"degree_department":null,"school":null,"contributors":["Augustin, Matthias"],"advisors":[],"committee_chairs":[],"committee_members":[],"year":null,"date_issued":"","date_published":null,"updated_at":"2026-07-24T02:22:28Z","subjects":["dermatology","costs","diagnosis-related groups","health economics","skin diseases"],"languages":[],"rights":[],"rights_urls":[],"identifier_entries":[]},"links":{"outbound_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/data/1787","outbound_label":"Repository record","outbound_source":"source_url"},"metadata_groups":[{"id":"people","label":"People","entries":[{"key":"dc:contributor","label":"Contributor","values":["Augustin, Matthias"]},{"key":"dc:creator","label":"Author","values":["Richert, Laura"]}]},{"id":"academic_context","label":"Academic Context","entries":[{"key":"dc:type","label":"Dc Type","values":["DoctoralThesis"]}]},{"id":"subjects_keywords","label":"Subjects and Keywords","entries":[{"key":"dc:subject","label":"Dc Subject","values":["dermatology","costs","diagnosis-related groups","health economics","skin diseases"]}]},{"id":"additional","label":"Additional Metadata","entries":[{"key":"dc:description.abstract","label":"Abstract","values":["Mit Einführung des DRG-Systems müssen in den deutschen Krankenhäusern defizitäre Kostenstrukturen aufgedeckt und die Kostentransparenz erhöht werden. Daher wurde in der Universitäts-Hautklinik anhand von zehn Stichproben mit je 20 Falldaten eine diagnosebezogene Kostenträgerrechnung durchgeführt. <br>Die verursachungsgerechte Zuordnung der Selbstkosten pro Fall erfolgte im Bottom-Up-Ansatz. Sie basierte auf Expertengesprächen, den Leistungsstatistiken der Kostenstellen und den Vollkosten des Jahres 2000. Bei der Leistungserfassung wurde überdies versucht, die Verteilung ärztlicher Tätigkeiten auf einzelne Prozesse zu erfassen. <br>Die Ergebnisse wurden in Bezug zu den Kalkulationsgrundlagen des DRG-Systems gesetzt und entsprechend diskutiert: <br>Die DRG-relevanten Gesamtkosten der dermatologischen Abteilung wurden für das Jahr 2000 auf DM 7.800.906,21 (EUR 3.988.540,01) geschätzt. Die durchschnittlichen Fallkosten lagen zwischen DM 2.620,47 bzw. EUR 1.339,83 (Viruswarzen) und DM 11.177,03 bzw. EUR 5.714,73 (Ulcus cruris). Die Grenzkosten lagen zwischen DM 282,14 und DM 391,12 (EUR 144,26 bzw. 199,98) pro zusätzlichem Behandlungstag. <br>Die in einer Regressionsanalyse betrachteten Faktoren Alter, Geschlecht und Komplikation hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Höhe der Fallkosten. Im Gegensatz dazu bestand zwischen der Verweildauer und den Fallkosten ein hochsignifikanter, linearer Zusammenhang. Die Grenzkosten sanken also nicht pro zusätzlichem Behandlungstag. <br>Ferner war die Korrelation zwischen den einzelnen Fallkosten und den ihnen zugehörigen Kostengewichten nach AR-DRGs mit einem Faktor von 0,48 nur mäßig; die Kostenstreuung innerhalb einzelner DRGs war teilweise sehr hoch. <br>Die Ergebnisse weisen auf die Notwendigkeit hin, die Systematik des DRG-Systems zu überarbeiten und die Kostengewichte auf Basis deutscher Daten neu zu kalkulieren. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und der Konkurrenzfähigkeit der Universitäts-Hautklinik im DRG-System sollte eine verbessertes Kostenmanagement angestrebt werden.","With the adoption of the DRG system, German hospitals are forced to improve cost transparency and to uncover inefficient structures. Thus, diagnosis-based costs were calculated in the Department of Dermatology of the University Hospital of Freiburg for ten samples, containing 20 cases each. On the basis of in-patient files and direct evaluation of used resources, cost and productivity information of the year 2000 was assigned to each case in a bottom-up-approach. Costs for medical staff were assessed by process cost calculation. The resulting costs per case were discussed in relation to their remuneration under the DRG-system: <br>DRG-relevant total costs in the department of dermatology were estimated at DM 7.800.906,21 (EUR 3.988.540,01) in the year 2000. Average case costs were determined between DM 2620,47 / EUR 1.339,83 (viral warts) and DM 11.177,03 / EUR 5.714,73 (crural ulcers). Prolongation of length of stay provoked average extra costs of DM 282,14 to DM 391,12 (EUR 144,26 to EUR 199,98) per case and day. <br>Regression analysis did not indicate any impact of age, sex or complications on case costs. However, a highly significant, linear relation between case costs and length of stay was demonstrated. Hence, marginal costs did not decrease with prolonged in-patient stay. <br>Correlation of case costs and their corresponding AR-DRG cost weights was modest with r=0,48; cost variance within some individual DRGs was considerable. <br>The DRG classification should be revised and the cost weights recalculated with exact German cost data. In order to improve the efficiency under DRG conditions, an elaborated cost management will be crucial."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Darstellung stationärer Behandlungskosten im Rahmen der leistungs- und DRG-bezogenen Abrechnung an der Universitäts-Hautklinik Freiburg : eine Pilotstudie","Results of a diagnosis-based cost calculation in relation to the DRG-system in the Department of Dermatology of the University Hospital of Freiburg"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Augustin, Matthias"],"dc:creator":["Richert, Laura"],"dc:description.abstract":["Mit Einführung des DRG-Systems müssen in den deutschen Krankenhäusern defizitäre Kostenstrukturen aufgedeckt und die Kostentransparenz erhöht werden. Daher wurde in der Universitäts-Hautklinik anhand von zehn Stichproben mit je 20 Falldaten eine diagnosebezogene Kostenträgerrechnung durchgeführt. <br>Die verursachungsgerechte Zuordnung der Selbstkosten pro Fall erfolgte im Bottom-Up-Ansatz. Sie basierte auf Expertengesprächen, den Leistungsstatistiken der Kostenstellen und den Vollkosten des Jahres 2000. Bei der Leistungserfassung wurde überdies versucht, die Verteilung ärztlicher Tätigkeiten auf einzelne Prozesse zu erfassen. <br>Die Ergebnisse wurden in Bezug zu den Kalkulationsgrundlagen des DRG-Systems gesetzt und entsprechend diskutiert: <br>Die DRG-relevanten Gesamtkosten der dermatologischen Abteilung wurden für das Jahr 2000 auf DM 7.800.906,21 (EUR 3.988.540,01) geschätzt. Die durchschnittlichen Fallkosten lagen zwischen DM 2.620,47 bzw. EUR 1.339,83 (Viruswarzen) und DM 11.177,03 bzw. EUR 5.714,73 (Ulcus cruris). Die Grenzkosten lagen zwischen DM 282,14 und DM 391,12 (EUR 144,26 bzw. 199,98) pro zusätzlichem Behandlungstag. <br>Die in einer Regressionsanalyse betrachteten Faktoren Alter, Geschlecht und Komplikation hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Höhe der Fallkosten. Im Gegensatz dazu bestand zwischen der Verweildauer und den Fallkosten ein hochsignifikanter, linearer Zusammenhang. Die Grenzkosten sanken also nicht pro zusätzlichem Behandlungstag. <br>Ferner war die Korrelation zwischen den einzelnen Fallkosten und den ihnen zugehörigen Kostengewichten nach AR-DRGs mit einem Faktor von 0,48 nur mäßig; die Kostenstreuung innerhalb einzelner DRGs war teilweise sehr hoch. <br>Die Ergebnisse weisen auf die Notwendigkeit hin, die Systematik des DRG-Systems zu überarbeiten und die Kostengewichte auf Basis deutscher Daten neu zu kalkulieren. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und der Konkurrenzfähigkeit der Universitäts-Hautklinik im DRG-System sollte eine verbessertes Kostenmanagement angestrebt werden.","With the adoption of the DRG system, German hospitals are forced to improve cost transparency and to uncover inefficient structures. Thus, diagnosis-based costs were calculated in the Department of Dermatology of the University Hospital of Freiburg for ten samples, containing 20 cases each. On the basis of in-patient files and direct evaluation of used resources, cost and productivity information of the year 2000 was assigned to each case in a bottom-up-approach. Costs for medical staff were assessed by process cost calculation. The resulting costs per case were discussed in relation to their remuneration under the DRG-system: <br>DRG-relevant total costs in the department of dermatology were estimated at DM 7.800.906,21 (EUR 3.988.540,01) in the year 2000. Average case costs were determined between DM 2620,47 / EUR 1.339,83 (viral warts) and DM 11.177,03 / EUR 5.714,73 (crural ulcers). Prolongation of length of stay provoked average extra costs of DM 282,14 to DM 391,12 (EUR 144,26 to EUR 199,98) per case and day. <br>Regression analysis did not indicate any impact of age, sex or complications on case costs. However, a highly significant, linear relation between case costs and length of stay was demonstrated. Hence, marginal costs did not decrease with prolonged in-patient stay. <br>Correlation of case costs and their corresponding AR-DRG cost weights was modest with r=0,48; cost variance within some individual DRGs was considerable. <br>The DRG classification should be revised and the cost weights recalculated with exact German cost data. In order to improve the efficiency under DRG conditions, an elaborated cost management will be crucial."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["dermatology","costs","diagnosis-related groups","health economics","skin diseases"],"dc:title":["Darstellung stationärer Behandlungskosten im Rahmen der leistungs- und DRG-bezogenen Abrechnung an der Universitäts-Hautklinik Freiburg : eine Pilotstudie","Results of a diagnosis-based cost calculation in relation to the DRG-system in the Department of Dermatology of the University Hospital of Freiburg"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:22:28Z"}