{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1786"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1786","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Zur Rolle der Amygdala bei dysphorischen Störungen : eine klinische und volumetrische MR-Studie bei Patienten mit chronischer Temporallappenepilepsie","abstract":"Die dysphorische Störung bei Epilepsie ist eine sehr häufige psychopathologische Manifestation einer chronischen Epilepsie. Ihre Prävalenz liegt bei ca. 25-30%. Dies ist die erste Studie, welche die dysphorische Störung (DS) mithilfe der MRT-Volumetrie in Hinblick auf quantitative Veränderungen von Amygdala und Hippocampus untersucht. <br>Wir untersuchten 59 Patienten mit fokaler Epilepsie, deren Daten im Neurozentrum der Uniklinik Freiburg im Rahmen einer Studie zur psychopathologischen Prävalenz bei Epilepsie erfasst wurden und die von erfahrenen Ärzten zuerst neurologisch und dann psychiatrisch abgeklärt wurden. Von diesen Patienten litten 23 unter einer IID und 12 unter einer PID. Unser Hauptinteresse lag hierbei auf evtl. Volumenveränderungen von Hippocampus und Amygdala. Von allen Patienten wurde in der Abt. prächirurgische Epilepsiediagnostik routinemäßig ein dreidimensionaler MPRAGE- Datensatz erstellt. Nach dem Transfer in die psychiatrische Klinik wurden die MRT-Bilder dort von einem trainierten und geblindetem Rater nach den etablierten Messregeln von Watson et al. vermessen. Die Ergebnisse wurden anhand von Varianzanalysen miteinander verglichen. <br>Als Hauptbefund zeigten sich beidseits verkleinerte Amygdalae und eine vorwiegend temporale Fokuslokalisation bei der PID, während die Patienten mit der IID keine signifikanten Volumenunterschiede zu den psychiatrisch unauffälligen Epilepsiepatienten aufzeigten. Außerdem wiesen die IID-Patienten wie auch die PID-Patienten eine deutliche Reduktion des Gesamthirnvolumens gegenüber den Patienten ohne psychopathologischen Befund auf. <br>Auf Grund der signifikanten Volumenunterschiede der Amygdala scheint dieser Struktur eine ätiopathogenetische Rolle bei der dysphorischen Störung zuzukommen. Da es sich bei letzterer um eine sehr komplexe psychiatrische Symptomatik handelt, sind vermutlich verschiedene Kerngebiete der Amygdala für Schwere und Ausprägung der einzelnen Symptome verantwortlich. Weitere volumetrische und T2-Relaxonometrie-Studien sind für die Erforschung der besonderen Rolle der Amygdala bei der DS noch erforderlich. <br>Bedingt durch die lange Dauer und die Schwere der Epilepsie könnten die homogen verteilten Hippocampusvolumina auf eine bilaterale Pathologie hindeuten. Jedoch scheint das Hippocampusvolumen bei unseren Patienten keine Auswirkung auf die Ausbildung einer dysphorischen Störung zu haben.","abstract_html":"Die dysphorische Störung bei Epilepsie ist eine sehr häufige psychopathologische Manifestation einer chronischen Epilepsie. Ihre Prävalenz liegt bei ca. 25-30%. 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From these patients, 23 had an intermittent dysphoric disorder (IID) and 12 of them had postictal dysphoric disorder. Our main interest layed on presumed volumetric changes of the amygdala and hippocampus. We performed three-dimensional MPRAGE MR-Images of all our patients. After being transferred in the psychiatric clinic, the images were measured by a well trained examiner after the rules of Watson et al. The results were examined by multifactorial variance analysis. <br>We found at majour result, that the focus was more often localised in the temporal lobe at PID, whereas patients with IID showed no significant volume changes to psychiatric \"normal\" patients.Both, the IID and the PID patients showed significant loss of total brain volume in contrast to the control group. <br>By this significant volume differences it seems, that the amygdala plays a major role in the aethiopathogenesis of the dysphoric disorder. <br>While we see a very complex symptomatology in these patients it is probable, that there are involved many nucleus groups of the amygdala which play different roles on the single symptoms. So, further volumetric and T2-relaxonometric studys are needed to examine the role of the amygdala in dysphoric disorder. <br>Because of the long duration and the severity of seizures, the homogenous divided volumes of the hippocampi could be the result of a bilateral pathology, wherever the hippocampal volume seems to have no effect on the dysphoric disorder."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Zur Rolle der Amygdala bei dysphorischen Störungen : eine klinische und volumetrische MR-Studie bei Patienten mit chronischer Temporallappenepilepsie","On the role of the amygdala in dysphoric disorder. 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Von allen Patienten wurde in der Abt. prächirurgische Epilepsiediagnostik routinemäßig ein dreidimensionaler MPRAGE- Datensatz erstellt. Nach dem Transfer in die psychiatrische Klinik wurden die MRT-Bilder dort von einem trainierten und geblindetem Rater nach den etablierten Messregeln von Watson et al. vermessen. Die Ergebnisse wurden anhand von Varianzanalysen miteinander verglichen. <br>Als Hauptbefund zeigten sich beidseits verkleinerte Amygdalae und eine vorwiegend temporale Fokuslokalisation bei der PID, während die Patienten mit der IID keine signifikanten Volumenunterschiede zu den psychiatrisch unauffälligen Epilepsiepatienten aufzeigten. Außerdem wiesen die IID-Patienten wie auch die PID-Patienten eine deutliche Reduktion des Gesamthirnvolumens gegenüber den Patienten ohne psychopathologischen Befund auf. <br>Auf Grund der signifikanten Volumenunterschiede der Amygdala scheint dieser Struktur eine ätiopathogenetische Rolle bei der dysphorischen Störung zuzukommen. Da es sich bei letzterer um eine sehr komplexe psychiatrische Symptomatik handelt, sind vermutlich verschiedene Kerngebiete der Amygdala für Schwere und Ausprägung der einzelnen Symptome verantwortlich. Weitere volumetrische und T2-Relaxonometrie-Studien sind für die Erforschung der besonderen Rolle der Amygdala bei der DS noch erforderlich. <br>Bedingt durch die lange Dauer und die Schwere der Epilepsie könnten die homogen verteilten Hippocampusvolumina auf eine bilaterale Pathologie hindeuten. Jedoch scheint das Hippocampusvolumen bei unseren Patienten keine Auswirkung auf die Ausbildung einer dysphorischen Störung zu haben.","The dysphoric disorder on epilepsy patients is a common psychopathologic manifestation of chronic epilepsy. The prevalence is at ca. 25-30%. This is the first study which examines the dysphoric disorder by MR-volumetry with regard on quantitative changes of te amygdala and hippocampus. <br>We examined 59 patients with focal epilepsy, of whom the data was provided by a great study on psychopathologic prevalence in epileptic patients. The patients were first examined by a psychiatrist and afterwards by a neurologist. From these patients, 23 had an intermittent dysphoric disorder (IID) and 12 of them had postictal dysphoric disorder. Our main interest layed on presumed volumetric changes of the amygdala and hippocampus. We performed three-dimensional MPRAGE MR-Images of all our patients. After being transferred in the psychiatric clinic, the images were measured by a well trained examiner after the rules of Watson et al. The results were examined by multifactorial variance analysis. <br>We found at majour result, that the focus was more often localised in the temporal lobe at PID, whereas patients with IID showed no significant volume changes to psychiatric \"normal\" patients.Both, the IID and the PID patients showed significant loss of total brain volume in contrast to the control group. <br>By this significant volume differences it seems, that the amygdala plays a major role in the aethiopathogenesis of the dysphoric disorder. <br>While we see a very complex symptomatology in these patients it is probable, that there are involved many nucleus groups of the amygdala which play different roles on the single symptoms. 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