{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1735"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1735","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Prädiktoren für die Mortalität von Patienten mit refraktärem Aszites nach Anlage eines transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS)","abstract":"Patienten mit portaler Hypertension können als schwerwiegende Komplikation einen refraktären Aszites entwickeln mit einer 1-Jahres-Mortalität von 50-80%. Ein möglicher Therapieansatz ist die Implantation eines transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS). Der TIPS wird als Kurzschlussverbindung zwischen einer Lebervene und der Pfortader eingesetzt, um den pathologisch erhöhten Druck in der Pfortader zu senken und damit die Entstehung von Aszites zu verhindern. <br>Die klinische Erfahrung der letzten 15 Jahre hat gezeigt, dass nur ein Teil der Patienten mit refraktärem Aszites von der Anlage eines TIPS profitiert. Ziel dieser Arbeit war es, prädiktive Faktoren für die Überlebenszeit nach einer TIPS-Implantation zu identifizieren und anhand dieser Faktoren einen neuen Score zu entwickeln, mit dem eine Selektion der Patienten vor einer TIPS-Implantation möglich ist. Außerdem sollten der bisher weitverbreitete Child-Pugh-Score sowie das vor vier Jahren entwickelte Mayo-TIPS-Modell auf ihre Validität geprüft werden. <br>Dazu wurden die Daten von 167 Patienten in eine retrospektive Studie aufgenommen. Allen Patienten war aufgrund eines refraktären Aszites an der Universitätsklinik Freiburg ein TIPS implantiert worden. Aus den Krankenakten wurden ausgewählte klinische Parameter erfasst (Alter, Geschlecht, Ernährungszustand, Body-Mass-Index, Ätiologie der portalen Hyper-tension, Bilirubin-, Albumin-, Quick-, INR-, Kreatinin-, Natrium- und CRP-Wert im Serum). Die Parameter wurden einer univariaten und multivariaten Analyse (Cox-Regressionsmodell) unterzogen, um ihren Einfluss auf die Überlebenszeit nach der TIPS-Implantation zu prüfen. Dabei zeigte sich, dass das Alter, das Serumbilirubin, das Serumalbumin, das Serumkreatinin und das Serumnatrium einen voneinander unabhängigen, statistisch signifikanten Einfluss auf die Überlebenszeit hatten. Diese fünf Parameter dienten als Grundlage für die Entwicklung eines neuen Prognosescores. Anhand dieses Scores kann man zwei Gruppen unterscheiden: Eine high-risk-Gruppe, die aufgrund zu hoher Mortalität keinen TIPS bekommen sollte und eine low-risk-Gruppe, die von einem TIPS profitiert. In unserem Patientenkollektiv hatte die high-risk-Gruppe im Vergleich zur low-risk Gruppe ein über fünffach erhöhtes Risiko zu versterben (relatives Risiko 5,2 [KI 3,36-8,04], p< 0,0001). Die 1-Jahresmortalität lag in der high-risk-Gruppe bei 82,8% und in der low-risk-Gruppe bei 26,6%. <br>Abschließend wurde der neue Score anhand einer multivariaten Analyse mit dem Child-Pugh-Score und dem Mayo-TIPS-Modell verglichen und zeigte sich als bester Prädiktor für die Überlebenszeit. Der neue Score erwies sich also für die vorliegende Studienpopulation als sehr aussagekräftig und sollte an anderen Patientenkollektiven sowohl in retrospektiven als auch in prospektiven Studien auf seine Validität geprüft werden.","abstract_html":"Patienten mit portaler Hypertension können als schwerwiegende Komplikation einen refraktären Aszites entwickeln mit einer 1-Jahres-Mortalität von 50-80%. Ein möglicher Therapieansatz ist die Implantation eines transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS). Der TIPS wird als Kurzschlussverbindung zwischen einer Lebervene und der Pfortader eingesetzt, um den pathologisch erhöhten Druck in der Pfortader zu senken und damit die Entstehung von Aszites zu verhindern. &lt;br&gt;Die klinische Erfahrung der letzten 15 Jahre hat gezeigt, dass nur ein Teil der Patienten mit refraktärem Aszites von der Anlage eines TIPS profitiert. Ziel dieser Arbeit war es, prädiktive Faktoren für die Überlebenszeit nach einer TIPS-Implantation zu identifizieren und anhand dieser Faktoren einen neuen Score zu entwickeln, mit dem eine Selektion der Patienten vor einer TIPS-Implantation möglich ist. Außerdem sollten der bisher weitverbreitete Child-Pugh-Score sowie das vor vier Jahren entwickelte Mayo-TIPS-Modell auf ihre Validität geprüft werden. &lt;br&gt;Dazu wurden die Daten von 167 Patienten in eine retrospektive Studie aufgenommen. 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Anhand dieses Scores kann man zwei Gruppen unterscheiden: Eine high-risk-Gruppe, die aufgrund zu hoher Mortalität keinen TIPS bekommen sollte und eine low-risk-Gruppe, die von einem TIPS profitiert. In unserem Patientenkollektiv hatte die high-risk-Gruppe im Vergleich zur low-risk Gruppe ein über fünffach erhöhtes Risiko zu versterben (relatives Risiko 5,2 [KI 3,36-8,04], p< 0,0001). Die 1-Jahresmortalität lag in der high-risk-Gruppe bei 82,8% und in der low-risk-Gruppe bei 26,6%. <br>Abschließend wurde der neue Score anhand einer multivariaten Analyse mit dem Child-Pugh-Score und dem Mayo-TIPS-Modell verglichen und zeigte sich als bester Prädiktor für die Überlebenszeit. Der neue Score erwies sich also für die vorliegende Studienpopulation als sehr aussagekräftig und sollte an anderen Patientenkollektiven sowohl in retrospektiven als auch in prospektiven Studien auf seine Validität geprüft werden.","Background: Some patients with portal hypertension develop refractory ascites which leads to a very poor prognosis with a 1-year-mortality of 50-80%. Transjugular intrahepatic portosystemic shunt (TIPS) is effective for treating refractory ascites, but may cause deterioration in patients with advanced liver disease. In patients undergoing TIPS, prognostic scores may identify those with a poor prognosis or even those with a clear survival benefit. <br>Aim: The aim of the study was to validate the usefullness of the Child-Pugh-Score and the Mayo-TIPS-Model and to examine the prognostic utility of several clinical parameters in order to develop a new score, that is easy to use and consists of parameters that are part of the routine examination of patients with refractory ascites. <br>Patients and methods: Data of 167 patients undergoing elective TIPS placement for refractory ascites at University Hospital Freiburg (Germany) between 1994 and 1999 were analyzed retrospectively. The parameters that were taken of the patients files were the following: Age, gender, nutritional state, body-mass-index, etiology of portal hypertension, bilirubin, albumin, prothrombin time, INR value, serum creatinine, serum sodium and CRP.The main statistical tests were Kaplan-Meier survival analysis and Cox proportional hazard regression model. <br>Results: All clinical and laboratory parameters were included in an univariate analysis with the Cox regression model. Those parameters with a significance p <= 0,02 were included in a multivariate analysis. The analysis showed that the patients age, the serum bilirubin, serum creatinine, serum albumin and serum sodium were indepent predictors for the survival after TIPS. <br>On the basis of these five parameters a new simple score was developed, that allows a stratification into a high-risk- and a low-risk-group. The high-risk-group had compared to the low-risk-group a five time higher risk to die (p <= 0,0001). The predictive power of the Child-Pugh-Score, the Mayo-TIPS-Model and the new score was compared in a multivariate analysis. The new score had the strongest predictive power (p< 0,0001) as compared to the Mayo-TIPS-Model (p= 0,07) and the Child-Pugh-Score (p= 0,6). <br>Conclusion: The new score is easy to use and has a strong predictive power for our study population. It should be validated on other study populations in retrospective as well as in prospective studies."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Prädiktoren für die Mortalität von Patienten mit refraktärem Aszites nach Anlage eines transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS)","Predictors for the mortality of patients with refractory ascites efter placement of a transjugular intrahepatic portosystemic shunt (TIPS)"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Ochs, Andreas"],"dc:creator":["Schönfeld, Inga"],"dc:description.abstract":["Patienten mit portaler Hypertension können als schwerwiegende Komplikation einen refraktären Aszites entwickeln mit einer 1-Jahres-Mortalität von 50-80%. Ein möglicher Therapieansatz ist die Implantation eines transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunts (TIPS). 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Aus den Krankenakten wurden ausgewählte klinische Parameter erfasst (Alter, Geschlecht, Ernährungszustand, Body-Mass-Index, Ätiologie der portalen Hyper-tension, Bilirubin-, Albumin-, Quick-, INR-, Kreatinin-, Natrium- und CRP-Wert im Serum). Die Parameter wurden einer univariaten und multivariaten Analyse (Cox-Regressionsmodell) unterzogen, um ihren Einfluss auf die Überlebenszeit nach der TIPS-Implantation zu prüfen. Dabei zeigte sich, dass das Alter, das Serumbilirubin, das Serumalbumin, das Serumkreatinin und das Serumnatrium einen voneinander unabhängigen, statistisch signifikanten Einfluss auf die Überlebenszeit hatten. Diese fünf Parameter dienten als Grundlage für die Entwicklung eines neuen Prognosescores. Anhand dieses Scores kann man zwei Gruppen unterscheiden: Eine high-risk-Gruppe, die aufgrund zu hoher Mortalität keinen TIPS bekommen sollte und eine low-risk-Gruppe, die von einem TIPS profitiert. In unserem Patientenkollektiv hatte die high-risk-Gruppe im Vergleich zur low-risk Gruppe ein über fünffach erhöhtes Risiko zu versterben (relatives Risiko 5,2 [KI 3,36-8,04], p< 0,0001). Die 1-Jahresmortalität lag in der high-risk-Gruppe bei 82,8% und in der low-risk-Gruppe bei 26,6%. <br>Abschließend wurde der neue Score anhand einer multivariaten Analyse mit dem Child-Pugh-Score und dem Mayo-TIPS-Modell verglichen und zeigte sich als bester Prädiktor für die Überlebenszeit. Der neue Score erwies sich also für die vorliegende Studienpopulation als sehr aussagekräftig und sollte an anderen Patientenkollektiven sowohl in retrospektiven als auch in prospektiven Studien auf seine Validität geprüft werden.","Background: Some patients with portal hypertension develop refractory ascites which leads to a very poor prognosis with a 1-year-mortality of 50-80%. Transjugular intrahepatic portosystemic shunt (TIPS) is effective for treating refractory ascites, but may cause deterioration in patients with advanced liver disease. In patients undergoing TIPS, prognostic scores may identify those with a poor prognosis or even those with a clear survival benefit. <br>Aim: The aim of the study was to validate the usefullness of the Child-Pugh-Score and the Mayo-TIPS-Model and to examine the prognostic utility of several clinical parameters in order to develop a new score, that is easy to use and consists of parameters that are part of the routine examination of patients with refractory ascites. <br>Patients and methods: Data of 167 patients undergoing elective TIPS placement for refractory ascites at University Hospital Freiburg (Germany) between 1994 and 1999 were analyzed retrospectively. The parameters that were taken of the patients files were the following: Age, gender, nutritional state, body-mass-index, etiology of portal hypertension, bilirubin, albumin, prothrombin time, INR value, serum creatinine, serum sodium and CRP.The main statistical tests were Kaplan-Meier survival analysis and Cox proportional hazard regression model. <br>Results: All clinical and laboratory parameters were included in an univariate analysis with the Cox regression model. Those parameters with a significance p <= 0,02 were included in a multivariate analysis. The analysis showed that the patients age, the serum bilirubin, serum creatinine, serum albumin and serum sodium were indepent predictors for the survival after TIPS. <br>On the basis of these five parameters a new simple score was developed, that allows a stratification into a high-risk- and a low-risk-group. The high-risk-group had compared to the low-risk-group a five time higher risk to die (p <= 0,0001). 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