University of Freiburg
Untersuchungen zum Umgang mit abstrakten Konditionalaussagen und ihren negierten Komponenten : Form-Inhalts-Unterscheidung und Kontrastmengen
Abstract
dc:description.abstractDer Umgang mit Konditionalaussagen verläuft oft automatisiert, ohne dass man sich dabei bewusst an Regeln hält. Durch das Zusammenwirken von Wissen über die verwendeten Inhalte und Kenntnis der Form kommt es zum Verständnis der Konditionalaussage. Dieses Zusammenspiel der beiden Quellen versetzt Menschen in die Lage, Schlussfolgerungen aus gegebenen Prämissen zu ziehen. Beide Aspekte müssen bei der Erklärung menschlicher Schlussfolgerungsleistungen berücksichtigt werden. <br>Die Arbeit stellt den Versuch da, durch ein Training formaler Regeln das Schlussfolgern aus Konditionalaussagen so zu beeinflussen, dass das Wissen über die verwendeten Inhalte der Konditionalaussage eine Schlussfolgerung nicht so beeinträchtigt, dass die Form außer Acht gelassen wird. Daher wurden Aufgaben untersucht, bei denen Inhalt und Form unterschiedliche Schlussfolgerungen zuließen, die dann eindeutig einer der beiden Quellen zugeordnet werden konnten. Durch ein Trainingsprogramm, das die Nutzung der Inhaltskompetenz zur Unterstützung formaler Regelanwendung beinhaltete, ergab sich neben dem erwünschten Effekt (Schlussfolgerungen nach der Form korrekt vorzunehmen) auch ein unerwünschter Effekt (Schlussfolgerungen nach dem Inhalt korrekt vorzunehmen). Daher wurden weitere Trainingsprogramme entwickelt, mit denen es gelang, diesen unerwünschten Neben-effekt zu vermeiden. <br>Im zweiten Teil wurde anhand der Wason Auswahlaufgabe ein modifizierter Theorieansatz (Theorie der mentalen Modelle) über die Repräsentation von Negationen und deren Verarbeitung getestet. Bei den vorhandenen unterschiedlichen Theorien herrscht Unklarheit darüber, ob explizit verneinte Kartensymbole eine Menge von Karten repräsentieren (Kontrastmenge) oder nur eine einzelne Karte aus dieser Kontrastmenge. Daher wurde die Darstellung der Kartensymbole so modifiziert, dass die Bedeutung des verneinten Symbols als Kontrastmenge ersichtlich wurde. Die Annahmen über den Umgang mit negierten Konditionalaussagen konnten mit Hilfe der so veränderten Karten in wesentlichen Teilen bestätigt werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Kleinbeck, Stefan
- Contributors dc:contributor
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- Spada, Hans
Subjects
dc:subject × 4Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1734
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1734