Abstract
dc:description.abstractIn der vorliegenden Arbeit wurde die Validität der präoperativen Ultraschalluntersuchung und der Palpation der Axilla bei Patientinnen mit Mammakarzinom untersucht.<br><br>Durchgeführt wurde die Sonographie der axillären Lymphknotenstationen bei 400 Patientinnen mit Brustkrebs entweder vor der Axilladissektion oder vor präoperativer Chemotherapie. Die Ergebnisse wurden mit dem histologischen Lymphknotenstatus verglichen.<br><br>Die Palpation erreichte in der Vorhersage des Nodalstatus eine Sensitivität von 27%. Bei der Sonographie wurden verschiedene sonographische Malignitätskriterien verglichen. Dabei wurde eine maximale Sensitivität von 67 % erreicht bei einer Spezifität von 82 %. Nimmt man noch die Farbdoppleruntersuchung hinzu, kann dies bei einigen Konstellationen noch verbessert werden. Bei den Patientinnen mit präoperativer Chemotherapie kann durch die Axillasonographie mit Stanzbiopsie auffälliger Lymphknoten gut das Ansprechen auf die Therapie beurteilt werden. Dadurch erhält man einen der besten Prognoseparameter.<br><br>Zusammenfassung:<br>Die Ultraschalluntersuchung stellt, außer der Palpation, die am einfachsten durchführbare und auch universell vorhandene Möglichkeit zur Beurteilung der Axilla dar. Aufgrund der Resultate der Palpation mit der hohen Rate falsch-negativer, aber auch falsch-positiver Ergebnisse sollte diese Untersuchung zur Beurteilung des Axillastatus und daraus gezogenen Konsequenzen bei Sentinel-Node-Biopsie, präoperativer Chemotherapie oder vor axillärer Bestrahlung nicht mehr herangezogen werden. Hierfür ist der Ultraschall unserer Meinung nach die geeignete Methode.<br><br>Deshalb empfehlen wir aufgrund unserer Ergebnisse und nach Durchsicht der Literatur folgendes praktische Vorgehen zum Erhalt des axillären Lymphknotenstatus:<br><br>Bei jeder Patientin, die sich bei Verdacht auf Mammakarzinom idealerweise ambulant vorstellt, sollte bei der Sonographie des Primärtumors auch eine Beurteilung der Axilla durchgeführt werden. Hierbei kann aus dem Primärtumor zur histologischen Sicherung eine Stanzbiopsie entnommen werden. Kommt aufgrund einer ungünstigen Brust-Tumor-Relation bzw. bei inflammatorischem Mammakarzinom eine präoperative Chemotherapie in Betracht, sollte bei sonographischem Verdacht auf axilläre Lymphknotenmetastasen dieser ebenfalls durch eine Stanzbiopsie gesichert werden. Das Vorgehen nach Abschluss der Chemotherapie unterscheidet sich dahingehend, dass bei vorbestehenden Lymphknotenmetastasen eine axilläre Lymphonodektomie, bei den primär nodal-negativen Patientinnen eine Bestrahlung der Axilla durchgeführt werden kann.<br><br>Bei den Patientinnen, bei denen eine adjuvante Chemotherapie aus verschiedenen Gründen nicht in Frage kommt, selektiert der Ultraschall diejenigen Patientinnen, bei denen eine axilläre Lymphonodektomie zur besseren lokalen Kontrolle durchgeführt werden sollte von denen, bei denen unter Verzicht darauf eine Bestrahlung der Axilla durchgeführt werden kann.<br><br>Bei allen übrigen Patientinnen schließt eine verdächtige axilläre Sonographie die Patientinnen von einer Sentinel-Node-Biopsie aus und führt sie direkt der axillären Lymphonodektomie zu.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Filsinger, Barbara
- Contributors dc:contributor
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- Schillinger, Helmut
Subjects
dc:subject × 9Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1728
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1728