{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:170"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:170","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Interaktionen von HLA-DR-Molekülen mit Chaperonen der HSP70-Familie und deren Bedeutung für das Prozessieren und Präsentieren von Autoantigenen","abstract":"Die Rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung. Sie ist mit bestimmten Allelen der HLA-DRB1-Gene gekoppelt. Die betroffenen b-Ketten dieser HLA-DR4-Subtypen tragen in der Peptidbindungstasche eine gemeinsame Aminosäuresequenz, das sog. shared epitope (QKRAA, QRRAA, RRRAA). Um die Funktion dieser Allele vergleichen zu können, wurden murine Makrophagen zur Verfügung gestellt, die Gene für HLA-DRB1*0401 (TP0401) bzw. DRB1*0408 (TP0408) exprimieren, die sich nur in einer einzelnen Aminosäure in Position 71 (Lys - Arg) der DR-b-Kette unterscheiden. TP-Zellen aktivieren den humanen T-Zellklon PM-A C3, der ein Epitop der a-Kette des Acetylcholin-Rezeptors (AChR) im Kontext von HLA-DR4 erkennt. Von diesem Antigen ist bekannt, das es von Zellen, deren HLA-DR-b-Ketten sich innerhalb des shared epitopes unterscheiden, verschieden prozessiert wird. Durch Bindungsstudien von Peptid an die entsprechenden MHC-Moleküle und Induktion von invarianter Kette konnte bestätigt werden, daß der Unterschied in den DR-b-Ketten dieser TP-Zellen allein für das Prozessieren der a-Kette des AChR wichtig ist. Durch proteinchemische Analysen wurde demonstriert, daß die rekombinant hergestellte Präparation der a-Kette Chaperone aus E. coli, nämlich DnaK (HSP70) und in geringen Mengen DnaJ (HSP40), enthielt. Durch Depletion an ATP-Agarose konnte DnaK entfernt werden. Die so gewonnene DnaK-freie Antigenpräparation wurde zur Stimulation des humanen T-Zell-Klons PM-A C3 eingesetzt. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Experimenten konnte nun kein Unterschied in der Präsentation der a-Kette durch *0401 im Vergleich zu *0408 festgestellt werden. Durch Zugabe von DnaK zur gereinigten Proteinlösung von r1-437 gelang bei Präsentation durch DRB1*0401-positive APZ die Rekonstitution der T-Zell-Antwort. Dies läßt den Schluß zu, daß DnaK für das in dieser Arbeit verwendete System einen essentiellen Bestandteil bei der Prozessierung und Präsentation von Polypeptiden und Proteinen darstellt.","abstract_html":"Die Rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung. Sie ist mit bestimmten Allelen der HLA-DRB1-Gene gekoppelt. Die betroffenen b-Ketten dieser HLA-DR4-Subtypen tragen in der Peptidbindungstasche eine gemeinsame Aminosäuresequenz, das sog. shared epitope (QKRAA, QRRAA, RRRAA). 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Durch Bindungsstudien von Peptid an die entsprechenden MHC-Moleküle und Induktion von invarianter Kette konnte bestätigt werden, daß der Unterschied in den DR-b-Ketten dieser TP-Zellen allein für das Prozessieren der a-Kette des AChR wichtig ist. Durch proteinchemische Analysen wurde demonstriert, daß die rekombinant hergestellte Präparation der a-Kette Chaperone aus E. coli, nämlich DnaK (HSP70) und in geringen Mengen DnaJ (HSP40), enthielt. Durch Depletion an ATP-Agarose konnte DnaK entfernt werden. Die so gewonnene DnaK-freie Antigenpräparation wurde zur Stimulation des humanen T-Zell-Klons PM-A C3 eingesetzt. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Experimenten konnte nun kein Unterschied in der Präsentation der a-Kette durch *0401 im Vergleich zu *0408 festgestellt werden. Durch Zugabe von DnaK zur gereinigten Proteinlösung von r1-437 gelang bei Präsentation durch DRB1*0401-positive APZ die Rekonstitution der T-Zell-Antwort. Dies läßt den Schluß zu, daß DnaK für das in dieser Arbeit verwendete System einen essentiellen Bestandteil bei der Prozessierung und Präsentation von Polypeptiden und Proteinen darstellt.","The immune response to antigens depends on processing by antigen-presenting cells (APC) and subsequent presentation of peptides to specific T cells by molecules of the MHC. In rheumatoid arthritis (RA) there is much evidence implicating a positive genetic association of the disease with several alleles of the DRB1 gene. Characterized by a common amino acid sequence at position 70 - 74 in the a-helical peptide-binding domain of these class-II molecules (the shared epitope). The most frequent of these alleles is DRB1*0401 with the sequence QKRAA. We work with T cell clones with restriction patterns similar to RA. We present data concerning one T cell clone specific for an epitope derived from the human a-subunit of the acetylcholine receptor. It reacts with either recombinant protein or synthetic peptides presented by APC expressing DRB1*0401 (71Lys) or DRB1*0408 (71Arg). If APC present the peptide epitope, both alleles have the same capacity to stimulate the T cells. However, using a recombinant a-chain (r1-437), 0401 presents much better than 0408. We proved that this difference in processing entirely depends on the amino acid sequence difference by using murine P388.D1 cells transfected with genes coding for DRB1*0401 or DRB1*0408. We show for DRB1*0401-positive APC that i) most of the preparations of recombinant antigen or muscle extracts contained E. coli or human HSP70 molecules, ii) removal of HSP70 resulted in reduced T cell activation, iii) reconstitution of the HSP70-free preparation with HSP70 molecules resulted in increased T cell activation. <br>Our interpretations of these results are as follows: efficient processing of r 1-437 by DRB1*0401 requires the presence of a memeber of the HSP70-family. In contrast the DRB1*0408-positive APC do not properly activate T cells apparently due to a non-efficient interaction between the class-II molecule and the HSP70 molecule during antigen loading."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Interaktionen von HLA-DR-Molekülen mit Chaperonen der HSP70-Familie und deren Bedeutung für das Prozessieren und Präsentieren von Autoantigenen","Interactions of HLA-DR molecules with chaperones of the HSP70-family and their significance on processing and presentation of autoantigens"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Jahn, Dieter"],"dc:creator":["Roth, Sabine"],"dc:description.abstract":["Die Rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung. Sie ist mit bestimmten Allelen der HLA-DRB1-Gene gekoppelt. 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Durch proteinchemische Analysen wurde demonstriert, daß die rekombinant hergestellte Präparation der a-Kette Chaperone aus E. coli, nämlich DnaK (HSP70) und in geringen Mengen DnaJ (HSP40), enthielt. Durch Depletion an ATP-Agarose konnte DnaK entfernt werden. Die so gewonnene DnaK-freie Antigenpräparation wurde zur Stimulation des humanen T-Zell-Klons PM-A C3 eingesetzt. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Experimenten konnte nun kein Unterschied in der Präsentation der a-Kette durch *0401 im Vergleich zu *0408 festgestellt werden. Durch Zugabe von DnaK zur gereinigten Proteinlösung von r1-437 gelang bei Präsentation durch DRB1*0401-positive APZ die Rekonstitution der T-Zell-Antwort. 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