University of Freiburg
Die durch Kalium-Depolarisation induzierte Cholinacetyltransferase-Aktivierung beim Menschen im Vergleich zur Maus und genauere Betrachtungen der Wirkungen des Cholinacetyltransferase-Inhibitors Bromoacetylcholin
Abstract
dc:description.abstractZentrales Thema dieser Arbeit war die Prüfung der depolarisationsabhängigen ChAT-Aktivierung in cholinergen Nervenendigungen des Neokortex des Menschen und der Maus. Wir demonstrierten die Aktivierung der ChAT in menschlichen Neokortexschnitten infolge mehrminütiger Kalium-evozierter Depolarisation. Der S2/S1-Quotient der Kalium-evozierten [3H]-ACh-Freisetzung wurde im menschlichen Neokortex durch Gabe des indirekten bzw. direkten ChAT-Inhibitors Okadasäure (50 nM) und Br-ACh (30 µM) ab der Vorperfusion deutlich angehoben. Im Neokortex der Maus sahen wir diesen Effekt nicht. Dieser Effekt blieb auch aus, wenn wir anstatt mit 20 mM Kalium elektrisch stimulierten. Hier sahen wir weder bei Zugabe von Okadasäure beim Menschen noch von Okadasäure oder Br-ACh in der Maus einen Anstieg des S2/S1-Quotienten der [3H]-ACh-Freisetzung. Mittels eines ChAT-Assays konnte im Neokortex des Menschen, im Gegensatz zu dem der Maus, eine Aktivitätssteigerung nach 4-minütiger 20 mM Kalium-evozierter Stimulation direkt nachgewiesen werden, und damit der Beweis für die Richtigkeit der depolarisationsabhängigen ChAT-Aktivierung erbracht werden. Außerdem konnten wir im ChAT-Assay zeigen, dass die Aktivierung der Cholinacetyltransferase schon im Bereich pathophysiologisch relevanter Kalium-Konzentrationen zum Tragen kommt. <br> <br>Im zweiten Teil der Arbeit analysierten wir die Wirkungsweise des ChAT-Inhibitors Br-ACh. <br>Wir konnten durch Betrachten des basalen Tritiumausflusses nahe legen, dass Br-ACh eine cytolytische Wirkung auf die cholinergen Nervenzellendigungen des Neokortex des Menschen und der Maus aufweist, die wir unabhängig davon sahen, ob wir in diesen Experimenten mit Kalium oder elektrisch stimuliert hatten. <br>Zum Zweiten sahen wir eine Steigerung der Kalium-evozierten S-Werte durch Gabe von Br-ACh in den cholinergen Terminalen im Menschen und der Maus. Wir konnten zeigen, dass diese Wirkung des Br-ACh nicht auf einem direkten Rezeptormechanismus wie eine positive Rückkopplung am nikotinischen Autorezeptor beruht. Es konnte weiterhin gezeigt werden, dass sie nicht alleine auf die bekannte inhibitorische Wirkung auf die ChAT und die Phospholipase A2 zurückzuführen ist. So nehmen wir an, dass die Erhöhung der Kalium-evozierten S-Werte auf eine Exocytose-fördernde Wirkung von Br-ACh zurückzuführen ist <br>Wir sahen zum Schluss, dass die Erhöhung der S-Werte nur bei Kalium-Stimulationen erfolgte, während man bei elektrischer Stimulation keine Steigerung der S-Werte der [3H]-ACh-Freisetzung beobachten konnte.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Zander, Johannes
- Contributors dc:contributor
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- Feuerstein, Thomas J.
Subjects
dc:subject × 9Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1640
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1640