University of Freiburg
Marknagelosteosynthese : initiale Durchblutungsstörung der Schafstibia an verschiedenen anatomischen Lokalisationen
Abstract
dc:description.abstractIn der Untersuchung wurde ein Bohrsystem mit vertieften Spannuten und reduziertem Antriebswellendurchmesser mit dem herkömmlichen AO/ASIF Bohrsystem und der ungebohrten Marknagelung bezüglich der initialen kortikalen Durchblutungsstörung im gesamten Verlauf der Tibia verglichen. <br> <br>Methodenunabhängig nimmt die Vaskularität signifikant von proximal nach distal (p=0,0001) und von außen nach innen (p=0,0001) ab. Die größte Be-einträchtigung der Durchblutung befindet sich im Segment distal der Fraktur sowie in den endostalen Kortikalisdritteln. Die beste Durchblutung ist im metaphysären Segment und im Segment des proximalen Schaftdrittels sowie in den äußeren Kortikalisdritteln zu finden. <br>Die drei untersuchten Methoden zeigen bezüglich der Durchblutung der Kortikalis-drittel einen nicht signifikanten Unterschied (p=0,0763). Mit dem experimentellen Bohrsystem sind die Tibiae am besten durchblutet (inneres Drittel: 27,7 %, mittleres Drittel: 28,3 %, äußeres Drittel: 47,7 %). Die geringste Durchblutung weisen die Tibiae der ungebohrten Marknagelung auf (inneres Drittel: 15,2%, mittleres Drittel: 21,9 %, äußeres Drittel: 33,3 %). <br>Im Längsverlauf der Tibia zeigt sich von proximal nach distal ein nicht signifikanter Unterschied (p=0,0763) der Durchblutung. Mit dem experimentellen Bohrsystem behandelte Tibiae sind durchschnittlich am besten durchblutet (Durchblutungsraten von proximal nach distal: 60,1 %, 46,1 %, 26,6 %, 15,6 %, 24,6 %). Die größte Beeinträchtigung der kortikalen Durchblutung findet sich mit der ungebohrten Methode (Durchblutungsraten von proximal nach distal: 34,9 %, 31,4 %, 24,5 %, 11,1 %, 15,3 %). <br> <br>Die Störung der kortikalen Durchblutung hängt von zahlreichen Faktoren ab, wie Weichteildeckung, Gefäßversorgung sowie Hitze- und Druckentwicklung. Durch die Verwendung des experimentellen Bohrsystems mit vertieften Spannuten und geringerem Schaftdurchmesser war es möglich, die iatrogene Schädigung der kortikalen Durchblutung, im Vergleich zur ungebohrten Marknagelung und dem konventionellen Bohrsystem, zu reduzieren.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Decker, Jörg
- Contributors dc:contributor
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- Südkamp, Norbert P.
Subjects
dc:subject × 3Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1636
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1636