{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1594"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1594","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Otto Scholderer : 1834-1902 ; Monographie und Werkverzeichnis","abstract":"Der Frankfurter Maler Otto Scholderer (1834-1902), dessen Werk in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. entstand, gehört zu den wichtigsten Vertretern der realistischen Malerei in Deutschland. Er wirkte in Deutschland, Frankreich (Paris) und England und ist als Freund von Henry Fantin-Latour und Hans Thoma zum Begriff geworden. 1934 legte Friedrich Herbst erstmals ein Werkverzeichnis von 359 Nummern vor. Da er die Quellen seiner Informationen jedoch in nur ungenügendem Maße auswies, blieben zahlreiche Fragen offen. <br>Eine aktualisierte kunsthistorische Bewertung und Einordung aus heutiger Sicht bedurfte der Kenntnis des Gesamtwerkes bestehend aus der Druckgraphik samt den dazugehörigen Zeichnungen. Die Beschäftigung mit Scholderers graphischem Werk war schon deshalb geboten, als sie vielfach dazu dienlich war, den Lebenslauf zu vervollständigen, während Studien zu Gemäldekompositionen dabei behilflich sein konnten, Entstehungsdaten zu präzisieren. Denn erstaunlicherweise verhielt es sich so, daß der Künstler nicht so sehr die ausgeführten Werke als die Vorzeichnungen mit Jahresangaben zu versehen pflegte. <br>Der neue Arbeitsansatz konzentrierte sich bewußt auf den 28jährigen Londonaufenthalt und gewährt erstmals Einblick in die englische Ausstellungstätigkeit, nachdem bisher Paris den Mittelpunkt darstellte. Parallel dazu lief eine intensive Suche nach verfügbaren Abbildungen der Werke. Zur gleichen Zeit kam bei Fragen nach der Klientel ein bislang unberücksichtigter Nachlaß zu Hilfe, dessen Inhalt eine Vervollständigung der biographischen Angaben erlaubte und darüber hinaus Andeutungen enthielt, wie die Lebens- und Arbeitssituation des Künstlers in London Mitte der 90er Jahre beschaffen war. Des weiteren erhellte eine bisher unbeachtete zeitgenössische gedruckte Quelle aus Frankfurt Scholderers künstlerische Anfänge. <br>In besonderem Maße jedoch beantwortete die neuerliche Auswertung der beiden Primärquellen, die Briefe des Künstlers an Fantin und Thoma, offene Fragen zu Leben und Werk. Von beiden Komplexen sind die Originale bis auf drei Ausnahmen 1951 durch den Sohn des Künstlers der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt überlassen worden. Die drei Ausnahmen wiederum befanden sich im Vortaunus-Museum, Oberursel. Der in seinem Umfang soweit erhaltene Briefwechsel mit Thoma, aus ihm zitierte bereits 1929 sein Biograph Joseph August Beringer, ist ebenfalls zum ersten Mal in transkribierter Form zugänglich. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß sich wohl einiges erhellen ließ, aber die Hoffnung, das Werk Otto Scholderers komplett zu dokumentieren, hat sich nicht erfüllt. Immerhin ließen sich zahlreiche Gemälde finden, die Friedrich Herbst nicht erfaßte; das neue Werkverzeichnis enthält angenäherte 526 Nummern.","abstract_html":"Der Frankfurter Maler Otto Scholderer (1834-1902), dessen Werk in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. entstand, gehört zu den wichtigsten Vertretern der realistischen Malerei in Deutschland. Er wirkte in Deutschland, Frankreich (Paris) und England und ist als Freund von Henry Fantin-Latour und Hans Thoma zum Begriff geworden. 1934 legte Friedrich Herbst erstmals ein Werkverzeichnis von 359 Nummern vor. 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Die Beschäftigung mit Scholderers graphischem Werk war schon deshalb geboten, als sie vielfach dazu dienlich war, den Lebenslauf zu vervollständigen, während Studien zu Gemäldekompositionen dabei behilflich sein konnten, Entstehungsdaten zu präzisieren. Denn erstaunlicherweise verhielt es sich so, daß der Künstler nicht so sehr die ausgeführten Werke als die Vorzeichnungen mit Jahresangaben zu versehen pflegte. <br>Der neue Arbeitsansatz konzentrierte sich bewußt auf den 28jährigen Londonaufenthalt und gewährt erstmals Einblick in die englische Ausstellungstätigkeit, nachdem bisher Paris den Mittelpunkt darstellte. Parallel dazu lief eine intensive Suche nach verfügbaren Abbildungen der Werke. Zur gleichen Zeit kam bei Fragen nach der Klientel ein bislang unberücksichtigter Nachlaß zu Hilfe, dessen Inhalt eine Vervollständigung der biographischen Angaben erlaubte und darüber hinaus Andeutungen enthielt, wie die Lebens- und Arbeitssituation des Künstlers in London Mitte der 90er Jahre beschaffen war. Des weiteren erhellte eine bisher unbeachtete zeitgenössische gedruckte Quelle aus Frankfurt Scholderers künstlerische Anfänge. <br>In besonderem Maße jedoch beantwortete die neuerliche Auswertung der beiden Primärquellen, die Briefe des Künstlers an Fantin und Thoma, offene Fragen zu Leben und Werk. Von beiden Komplexen sind die Originale bis auf drei Ausnahmen 1951 durch den Sohn des Künstlers der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt überlassen worden. Die drei Ausnahmen wiederum befanden sich im Vortaunus-Museum, Oberursel. Der in seinem Umfang soweit erhaltene Briefwechsel mit Thoma, aus ihm zitierte bereits 1929 sein Biograph Joseph August Beringer, ist ebenfalls zum ersten Mal in transkribierter Form zugänglich. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß sich wohl einiges erhellen ließ, aber die Hoffnung, das Werk Otto Scholderers komplett zu dokumentieren, hat sich nicht erfüllt. Immerhin ließen sich zahlreiche Gemälde finden, die Friedrich Herbst nicht erfaßte; das neue Werkverzeichnis enthält angenäherte 526 Nummern.","Otto Scholderer (1834-1902) a painter of Frankfurt origin created his work in the second half of the 19th century and is among to the most important artists of realistic painting in Germany. He was active in Germany, France (Paris), and England and became known as friend of Henry Fantin-Latour and Hans Thoma. <br>In 1934 for first time Friedrich Herbst submitted a catalogue raisonné containing 359 numbers. Due to lacking informations and incorrect quotations several questions i.e. concerning chronology could not be answered. <br>A timely History of Art evaluation and classification of nowadays required knowledge of the work in total consisting of the graphical prints plus belonging to drawings. In was necessary to know Scholderers graphical work because on one hand sketches and drawings made it possible to complete his curriculum, while on the other hand they made it possible to date paintings more precisely. Astonishingly the artist did not date his final pictures as often as most surprisingly his studies. <br>According to circumstances that Paris the focus has been ever since the new valuation concentrated on his 28 years in London and gives an impression of the English exhibition activities for the first time. <br>In parallel there was an intense search for possible reproductions. <br>At the same time while questioning names from clients an unknown estate was helpful, whose contents allowed completion of the biography and beyond that indicated his personal situation in the nineties in London. Besides that a printed contemporary source from Frankfurt not taken into account enlightened the beginning of Scholderers artistic career. <br>Especially the new interpretation of both original sources, the letters from the artist to Fantin and Thoma, answered questions about life and work. Both original sources - except for three letters &#8211; were presented by the son of the artist to the Town and University Library Frankfurt in 1951. These three exceptions were located in the Vortaunus-Museum in Oberursel. The so far complete correspondence with Thoma, cited briefly already in 1929 by his biographer Joseph August Beringer, is cited now in transcription for the first time as well. <br>Summing up the survey shows that we received more knowledge in details but vain was the hope for complete documentation of Scholderers work. Nevertheless there were numerous pictures found, which were not registered by Friedrich Herbst; the new catalogue raisonné contains an access to 526 pictures."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Otto Scholderer : 1834-1902 ; Monographie und Werkverzeichnis","Otto Scholderer : 1834-1902 ; Monograph and catalogue raisonné"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Hofstätter, Hans H."],"dc:creator":["Bagdahn, Jutta M."],"dc:description.abstract":["Der Frankfurter Maler Otto Scholderer (1834-1902), dessen Werk in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. entstand, gehört zu den wichtigsten Vertretern der realistischen Malerei in Deutschland. Er wirkte in Deutschland, Frankreich (Paris) und England und ist als Freund von Henry Fantin-Latour und Hans Thoma zum Begriff geworden. 1934 legte Friedrich Herbst erstmals ein Werkverzeichnis von 359 Nummern vor. Da er die Quellen seiner Informationen jedoch in nur ungenügendem Maße auswies, blieben zahlreiche Fragen offen. <br>Eine aktualisierte kunsthistorische Bewertung und Einordung aus heutiger Sicht bedurfte der Kenntnis des Gesamtwerkes bestehend aus der Druckgraphik samt den dazugehörigen Zeichnungen. Die Beschäftigung mit Scholderers graphischem Werk war schon deshalb geboten, als sie vielfach dazu dienlich war, den Lebenslauf zu vervollständigen, während Studien zu Gemäldekompositionen dabei behilflich sein konnten, Entstehungsdaten zu präzisieren. Denn erstaunlicherweise verhielt es sich so, daß der Künstler nicht so sehr die ausgeführten Werke als die Vorzeichnungen mit Jahresangaben zu versehen pflegte. <br>Der neue Arbeitsansatz konzentrierte sich bewußt auf den 28jährigen Londonaufenthalt und gewährt erstmals Einblick in die englische Ausstellungstätigkeit, nachdem bisher Paris den Mittelpunkt darstellte. Parallel dazu lief eine intensive Suche nach verfügbaren Abbildungen der Werke. Zur gleichen Zeit kam bei Fragen nach der Klientel ein bislang unberücksichtigter Nachlaß zu Hilfe, dessen Inhalt eine Vervollständigung der biographischen Angaben erlaubte und darüber hinaus Andeutungen enthielt, wie die Lebens- und Arbeitssituation des Künstlers in London Mitte der 90er Jahre beschaffen war. Des weiteren erhellte eine bisher unbeachtete zeitgenössische gedruckte Quelle aus Frankfurt Scholderers künstlerische Anfänge. <br>In besonderem Maße jedoch beantwortete die neuerliche Auswertung der beiden Primärquellen, die Briefe des Künstlers an Fantin und Thoma, offene Fragen zu Leben und Werk. Von beiden Komplexen sind die Originale bis auf drei Ausnahmen 1951 durch den Sohn des Künstlers der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt überlassen worden. Die drei Ausnahmen wiederum befanden sich im Vortaunus-Museum, Oberursel. Der in seinem Umfang soweit erhaltene Briefwechsel mit Thoma, aus ihm zitierte bereits 1929 sein Biograph Joseph August Beringer, ist ebenfalls zum ersten Mal in transkribierter Form zugänglich. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß sich wohl einiges erhellen ließ, aber die Hoffnung, das Werk Otto Scholderers komplett zu dokumentieren, hat sich nicht erfüllt. Immerhin ließen sich zahlreiche Gemälde finden, die Friedrich Herbst nicht erfaßte; das neue Werkverzeichnis enthält angenäherte 526 Nummern.","Otto Scholderer (1834-1902) a painter of Frankfurt origin created his work in the second half of the 19th century and is among to the most important artists of realistic painting in Germany. He was active in Germany, France (Paris), and England and became known as friend of Henry Fantin-Latour and Hans Thoma. <br>In 1934 for first time Friedrich Herbst submitted a catalogue raisonné containing 359 numbers. Due to lacking informations and incorrect quotations several questions i.e. concerning chronology could not be answered. <br>A timely History of Art evaluation and classification of nowadays required knowledge of the work in total consisting of the graphical prints plus belonging to drawings. In was necessary to know Scholderers graphical work because on one hand sketches and drawings made it possible to complete his curriculum, while on the other hand they made it possible to date paintings more precisely. Astonishingly the artist did not date his final pictures as often as most surprisingly his studies. <br>According to circumstances that Paris the focus has been ever since the new valuation concentrated on his 28 years in London and gives an impression of the English exhibition activities for the first time. <br>In parallel there was an intense search for possible reproductions. <br>At the same time while questioning names from clients an unknown estate was helpful, whose contents allowed completion of the biography and beyond that indicated his personal situation in the nineties in London. Besides that a printed contemporary source from Frankfurt not taken into account enlightened the beginning of Scholderers artistic career. <br>Especially the new interpretation of both original sources, the letters from the artist to Fantin and Thoma, answered questions about life and work. Both original sources - except for three letters &#8211; were presented by the son of the artist to the Town and University Library Frankfurt in 1951. These three exceptions were located in the Vortaunus-Museum in Oberursel. The so far complete correspondence with Thoma, cited briefly already in 1929 by his biographer Joseph August Beringer, is cited now in transcription for the first time as well. <br>Summing up the survey shows that we received more knowledge in details but vain was the hope for complete documentation of Scholderers work. Nevertheless there were numerous pictures found, which were not registered by Friedrich Herbst; the new catalogue raisonné contains an access to 526 pictures."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["Zweite Hälfte 19. 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