University of Freiburg
Interferenzstromtherapie und Stellenwert bildgebender Verfahren in der Diagnostik bei Psoriasisarthritis
Abstract
dc:description.abstractZiel der vorliegenden Studie war es, die Wirkung von Interferenzstrom (IFS) auf die Gelenkmanifestationen der Psoriasisarthritis zu untersuchen. Zudem wurde der diagnostische Stellenwert der Sonographie mit dem anderer bildgebender Verfahren verglichen. <br>In der Schmerztherapie ist die analgetische Wirkung von Interferenzstrom seit langem bekannt. Bei 21 Patienten mit Psoriasisarthritis wurde der Gelenkbefall an Händen und Füßen klinisch, mit Sonographie, Röntgen, Magnetresonanztomographie und Szintigraphie simultan untersucht sowie das CRP und die BSG gemessen. Neun Patienten wurden über vier Monate mit IFS an Händen bzw. Füßen behandelt und der Verlauf objektiv (Szintigramme, MR, Röntgenbilder, Entzündungsparameter, Joint Count - Gelenkschwellung) und subjektiv (Visuelle Analogskalen, Joint Count - Arthralgie, Morgensteifigkeit, SF-36 Gesundheitsfrage-bogen) dokumentiert. Die beobachteten vorwiegend subjektiven Verbesserungen waren gering, und könnten eventuell auf den analgetischen Effekt des Interferenzstroms zurückgeführt werden. In der objektiven Bildgebung zeigte sich eher eine Stagnation bzw. sogar eine Verschlechterung der Befunde unter der IFS-Anwendung. <br>Der Komplementärvergleich der Arthrosonographie mit den bildgebenden Verfahren MR, Röntgen und Szintigraphie verdeutlichte, dass es mit Hilfe der Sonographie möglich war, bei Psoriasisarthritis entzündliche Veränderungen (Arthritiden) sensitiv darzustellen. Für knöcherne Veränderungen (Erosionen, Osteoproliferationen) gelang dies ebenfalls bedingt. In der Darstellung von Tenosynovitiden oder Enthesitiden zeigte sich die Sonographie nicht verlässlich. Auch in der Beurteilung einzelner mit der Sonographie bestimmbarer Parameter war diese nicht so sensitiv wie in den Komplementäruntersuchungen. Weiterhin war die Sonographie ebenso wie die Szintigraphie und die MR in der Lage, eine durch Klinik und Entzündungskonstellation vermutete Gelenksentzündung 100%ig durch den Nachweis eines Ergusses darzustellen. Damit war sie zur Diagnoseverifizierung besser geeignet als eine Röntgenuntersuchung. Außerdem konnte festgestellt werden, dass bei gleichzeitigem Vorliegen von drei oder mehr geschwollenen Gelenken in der klinischen Untersuchung und erhöhtem CRP die Anwendung von bildgebenden Verfahren nicht zwingend zur Diagnosestellung der Psoriasisarthritis notwendig war. In der Analyse der klinischen Untersuchung der Patienten und dem C-reaktiven Protein wurde nachgewiesen, dass sich das CRP nicht immer als sensitiver Parameter für eine Entzündungsaktivität bei der Psoriasisarthritis eignete, weil es eine Korrelation mit der Anzahl der betroffenen großen, aber nicht der kleinen Gelenke aufwies.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Jurenz, Stefan Andreas
- Contributors dc:contributor
-
- Walker, Ulrich A.
Subjects
dc:subject × 4Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1553
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1553