{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1538"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1538","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Veränderung von Waldökosystemen aufgrund historischer Nutzung im Schwarzwald und in den Vogesen","abstract":"Die Wälder im Schwarzwald und in den Vogesen wurden über die Zeit maßgeblich vom Menschen beeinflusst. So hat die Rodung und die anschließende Nutzung der Flächen als Acker, Weide oder Wiese die beiden Gebirgsmassive seit dem Mittelalter in unterschiedlichem Maße verändert. Die Umgestaltung der Waldökosysteme hat sich unter anderem auf die Bodeneigenschaften sowie die Artenzusammensetzung der Waldbestände ausgewirkt. <br>Ziel dieser Arbeit war es, die anthropogenen Eingriffe auf physikalische, chemische und isotopische Eigenschaften der Waldböden (wie pH-Wert, Basensättigung, C/N-Verhältnis und d15N) zu untersuchen und aufzuzeigen, wie die ehemalige Landnutzung diese Bodenparameter verändert sowie auf die Artenzusammensetzung und die Struktur der Waldbestände eingewirkt hat. <br>Hierfür wurden in fünf Untersuchungsgebieten im Schwarzwald und in den Vogesen insgesamt 33 bewaldete Standorte ausgewählt. Anhand alter Gemarkungspläne und Kataster wurde die ehemalige Landnutzung der Untersuchungsflächen rekonstruiert, wobei folgende Nutzungskategorien einbezogen wurden: Wald, Weide, Wiese, Acker. <br>Die vorliegende Arbeit zeigt, dass sich die Zustände von Waldböden aufgrund ehemaliger Landnutzung heute noch unterscheiden. So führt eine verstärkte Nutzungsintensität zur Erhöhung der pH-Werte, der Basensättigung sowie der d15N-Gehalte; die C/N-Verhältnisse sinken hingegen. Diese noch heute feststellbaren Unterschiede können in Relation zum Nährstofftransfer von Wald und Weide zu Acker und Wiese interpretiert werden. <br>Die Standorte unterscheiden sich zudem in ihren rezenten Beständen. So sind ehemalige Äcker und Wiesen meist mit Fichtenmonokulturen bestanden bzw. weisen im Gegensatz zu ehemaligen Weiden ein höheres Fichtenvorkommen auf. Nicht agrarisch genutzte Waldflächen hingegen werden von Buche und Tanne dominiert. Auch die ehemaligen Weiden weisen eher Mischwaldbestände auf. <br>Die Arbeit macht deutlich, dass die menschliche Aktivität einen weitverbreiteten und lang-anhaltenden Einfluss auf die Waldökosysteme hat und dass die Landnutzungsgeschichte als wesentlicher Aspekt in ökologischen Studien und als kritische Komponente bei nach-haltiger Forstplanung behandelt werden muss. Die Standortunterschiede in Wäldern, welche aus der historischen Nutzung resultieren und sogar Jahrhunderte nach der Wiederaufforstung fortbestehen, sollten im Forstmanagement Beachtung finden.","abstract_html":"Die Wälder im Schwarzwald und in den Vogesen wurden über die Zeit maßgeblich vom Menschen beeinflusst. So hat die Rodung und die anschließende Nutzung der Flächen als Acker, Weide oder Wiese die beiden Gebirgsmassive seit dem Mittelalter in unterschiedlichem Maße verändert. 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Auch die ehemaligen Weiden weisen eher Mischwaldbestände auf. <br>Die Arbeit macht deutlich, dass die menschliche Aktivität einen weitverbreiteten und lang-anhaltenden Einfluss auf die Waldökosysteme hat und dass die Landnutzungsgeschichte als wesentlicher Aspekt in ökologischen Studien und als kritische Komponente bei nach-haltiger Forstplanung behandelt werden muss. Die Standortunterschiede in Wäldern, welche aus der historischen Nutzung resultieren und sogar Jahrhunderte nach der Wiederaufforstung fortbestehen, sollten im Forstmanagement Beachtung finden.","The Black Forest and the Vosges are greatly affected by human activity. Mountain forests have been used by humans in different ways at least since medieval times, e.g. for cultivation, pasture and meadow. The changes in forest ecosystems due to this human activity, result in changes to soil properties as well as the general flora composition. <br>The aim of the research project was to investigate the impact of past human activity on the physical, chemical and isotopical properties of mountain forest soils (e.g. pH, CEC, C/N, d15N ) as well as the effect on the vegetation. <br>At five sites in the Black Forest and the Vosges a total of 33 wooded plots have been chosen to carry out comparative analysis with an emphasis on the assessment of soil and vegetation properties. Historical research, such as an analysis of old land registers, enable to simplify and classify the previous land use for the parcel. The following categories of past practices are included: pasture, cropland, meadow and forest. <br>The study shows that the present condition of forest soils differs according to previous land use. Soil pH, CEC and d15N for example increases and C/N ratios decrease with increasing land use intensity. These differences can be interpreted in relation to the fertility transfer. Croplands for example were fertilized by animal manure collected in cowsheds or in some cases directly on pastures. <br>Furthermore the sites differ in their recent forest stands. Monocultur with spruces dominate on ancient croplands and meadows. Non-used forest are mainly covered with beech and fir. Sites used as pasture show mostly mixed forests. <br>The widespread and long-lasting impact of human activity on natural ecosystems indicates that land use history must be treated as an integral aspect of ecological study and a critical component of conservation planning."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Veränderung von Waldökosystemen aufgrund historischer Nutzung im Schwarzwald und in den Vogesen","Changes of forest ecosystems in the Black Forest and the Vosges resulting from previous land use"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Glawion, Rainer"],"dc:creator":["Bürger, Katrin"],"dc:description.abstract":["Die Wälder im Schwarzwald und in den Vogesen wurden über die Zeit maßgeblich vom Menschen beeinflusst. So hat die Rodung und die anschließende Nutzung der Flächen als Acker, Weide oder Wiese die beiden Gebirgsmassive seit dem Mittelalter in unterschiedlichem Maße verändert. 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Die Standortunterschiede in Wäldern, welche aus der historischen Nutzung resultieren und sogar Jahrhunderte nach der Wiederaufforstung fortbestehen, sollten im Forstmanagement Beachtung finden.","The Black Forest and the Vosges are greatly affected by human activity. Mountain forests have been used by humans in different ways at least since medieval times, e.g. for cultivation, pasture and meadow. The changes in forest ecosystems due to this human activity, result in changes to soil properties as well as the general flora composition. <br>The aim of the research project was to investigate the impact of past human activity on the physical, chemical and isotopical properties of mountain forest soils (e.g. pH, CEC, C/N, d15N ) as well as the effect on the vegetation. <br>At five sites in the Black Forest and the Vosges a total of 33 wooded plots have been chosen to carry out comparative analysis with an emphasis on the assessment of soil and vegetation properties. Historical research, such as an analysis of old land registers, enable to simplify and classify the previous land use for the parcel. The following categories of past practices are included: pasture, cropland, meadow and forest. <br>The study shows that the present condition of forest soils differs according to previous land use. Soil pH, CEC and d15N for example increases and C/N ratios decrease with increasing land use intensity. These differences can be interpreted in relation to the fertility transfer. Croplands for example were fertilized by animal manure collected in cowsheds or in some cases directly on pastures. <br>Furthermore the sites differ in their recent forest stands. Monocultur with spruces dominate on ancient croplands and meadows. Non-used forest are mainly covered with beech and fir. 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