{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1536"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1536","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Kortikale Stromdichterekonstruktion interiktaler epilepsietypischer Aktivität bei Patienten mit Temporallappenepilepsie","abstract":"In der vorliegenden Studie wurde der Wert der kortikalen Stromdichterekonstruktion in der prächirurgischen Diagnostik von Patienten mit mesialer und lateraler Temporallappenepilepsie zur Lokalisation des epileptogenen Fokus untersucht. Das Verfahren der Stromdichterekonstruktion (mit Minimierung der L1-gewichteten Rekonstruktionsfehler, Beschränkung der Quellorte auf den Kortex und Verwendung eines realistischen Volumenleitermodells) wurde bei 13 prächirurgischen Patienten mit Temporallappenepilepsie angewandt, um die intrakraniellen Generatoren interiktaler epilepsietypischer EEG-Aktivität zu lokalisieren und die Propagation der pathologischen Aktivität zu erfassen. Die Validierung der Ergebnisse erfolgte anhand des postoperativen Outcomes (Anfallsfreiheit bei 12 von 13 Patienten) bzw. durch invasive EEG-Registrierung mittels Tiefenelektroden. Bei 9 von 10 Patienten mit temporo-mesialen Läsionen ergab die Stromdichterekonstruktion eine initiale Aktivierung anteriorer basolateraler bis mesialer Temporallappenareale ipsilateral zur epileptogenen Läsion. Drei Patienten mit lateraler Temporallappenepilepsie zeigten initial eine Aktivierung neokortikaler Temporallappenareale in unmittelbarer Nachbarschaft zur epileptogenen Läsion. Bei zwei dieser Patienten war anschließend eine Propagation der interiktalen Aktivität hin zu anterioren und posterioren und z.T. auch kontralateralen temporalen Arealen zu beobachten. Einer konventionellen EEG-Auswertung unter Berücksichtigung von Amplitudenmaximum bzw. Phasenumkehr der Sharp Waves wäre diese Propagation entgangen. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die Stromdichterekonstruktion interiktaler epilepsietypischer EEG-Aktivität einen wertvollen zusätzlichen Beitrag zur nicht-invasiven prächirurgischen Diagnostik bei Patienten mit Temporallappenepilepsie zu leisten vermag. Im Vergleich zu Quellenrekonstruktion auf der Basis von Ein- oder Mehrdipol-Modellen erlaubt die Stromdichterekonstruktion eine Abschätzung der Ausdehnung der irritativen Zone und benötigt keine a priori-Annahme über die Anzahl der aktiven Quellen.","abstract_html":"In der vorliegenden Studie wurde der Wert der kortikalen Stromdichterekonstruktion in der prächirurgischen Diagnostik von Patienten mit mesialer und lateraler Temporallappenepilepsie zur Lokalisation des epileptogenen Fokus untersucht. Das Verfahren der Stromdichterekonstruktion (mit Minimierung der L1-gewichteten Rekonstruktionsfehler, Beschränkung der Quellorte auf den Kortex und Verwendung eines realistischen Volumenleitermodells) wurde bei 13 prächirurgischen Patienten mit Temporallappenepilepsie angewandt, um die intrakraniellen Generatoren interiktaler epilepsietypischer EEG-Aktivität zu lokalisieren und die Propagation der pathologischen Aktivität zu erfassen. 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Im Vergleich zu Quellenrekonstruktion auf der Basis von Ein- oder Mehrdipol-Modellen erlaubt die Stromdichterekonstruktion eine Abschätzung der Ausdehnung der irritativen Zone und benötigt keine a priori-Annahme über die Anzahl der aktiven Quellen.","The present study was aimed at investigating the value of cortical current density (CCD) reconstruction in localizing intracranial generators of interictal epileptiform activity in mesial and lateral temporal lobe epilepsies. Nonlinear minimum L1-norm CCD reconstruction (with current sources restricted to the individual cortical surface and a realistic boundary element method head model) was used to localize and to study the propagation of interictal epileptiform EEG activity in 13 presurgical patients with temporal lobe epilepsy. The results of source reconstruction were validated by comparison with the sites of the structural lesions, the postoperative outcome (12 out of 13 patients seizure-free), and in two patients with the results of intracranial EEG recordings. In 9 out of 10 patients with mesial temporal lesions, an initial activation maximum corresponding to the ascending part of averaged sharp waves was found in the ipsilateral anterior basolateral temporal lobe, mostly extending up to the affected mesial structures whose resection rendered the patients seizure-free. In the three patients with lateral temporal lesions, the activation was initially confined to temporal neocortex immediately adjacent to the epileptogenic lesion. Towards the peak of sharp waves, two patients showed a propagation of interictal activity to anterior and posterior and partly contralateral temporal regions. A conventional EEG analysis based on amplitude maxima or phase reversal would have missed the initial onset zone. The findings demonstrate that CCD reconstruction can be a valuable additional non-invasive component in the multimodal presurgical evaluation of epilepsy patients. Compared to equivalent current dipole modeling, it has the advantage that no prior assumptions about the number of active sources are required."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Kortikale Stromdichterekonstruktion interiktaler epilepsietypischer Aktivität bei Patienten mit Temporallappenepilepsie","Cortical current density reconstruction of interictal epileptyform activity in temporal lobe epilepsy"]}]}],"canonical_facts":{"dc:creator":["Högg, Sven","Kristeva-Feige, Rumyana"],"dc:description.abstract":["In der vorliegenden Studie wurde der Wert der kortikalen Stromdichterekonstruktion in der prächirurgischen Diagnostik von Patienten mit mesialer und lateraler Temporallappenepilepsie zur Lokalisation des epileptogenen Fokus untersucht. 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