{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1513"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1513","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Kristallstruktur eines mycobacteriellen Porins","abstract":"Ziel der Arbeit war die Aufklärung der dreidimensionalen Struktur des Porin A aus Mycobacterium smegmatis (MspA). Ausgehend von einem bekannten Reinigungsprotokoll wurde versucht durch Mutationen die Kristallqualität der ungenügend-streuenden Wildtyp-Kristalle zu verbessern. Durch die Einführung der Mutation A96R konnten Kristalle des MspA(R) erhalten werden, die bis zu einer Auflösung von 2.5 Å Röntgenreflexe zeigten. Zur Strukturlösung wurde die MAD-Methode verwendet. Dabei wurde MspA(R) mit der zusätzlichen Mutation L88M in einem methionin-auxotrophen Bakterienstamm exprimiert und dem Medium D,L Selenomethionin zugefügt, wodurch Selen als Schweratom eingebaut wurde. Die anomale Streuung von vier Selen-Atomen pro asymmetrischer Einheit wurde schließlich zur Lösung des Phasenproblems verwendet. Die Struktur von MspA(R) ähnelt einem Weinkelch, bestehend aus dem rim-Bereich und dem stem-base-Bereich. Bei der biologisch aktiven Einheit handelt es sich um ein Oktamer. Die Untereinheiten des Oktamers bestehen jeweils aus zwölf &#946;-Strängen und bilden die Pore. Die Tiefe des hydrophoben Teils der Pore beträgt 37 Å, was in starkem Kontrast zu den bisher angenommenen 90 Å der äußeren Membran von Mycobacterien steht. Auf der Grundlage der Struktur von MspA(R) muß das gegenwärtige Modell über den Aufbau der äußeren mycobakteriellen Membran revidiert werden.","abstract_html":"Ziel der Arbeit war die Aufklärung der dreidimensionalen Struktur des Porin A aus Mycobacterium smegmatis (MspA). Ausgehend von einem bekannten Reinigungsprotokoll wurde versucht durch Mutationen die Kristallqualität der ungenügend-streuenden Wildtyp-Kristalle zu verbessern. Durch die Einführung der Mutation A96R konnten Kristalle des MspA(R) erhalten werden, die bis zu einer Auflösung von 2.5 Å Röntgenreflexe zeigten. Zur Strukturlösung wurde die MAD-Methode verwendet. Dabei wurde MspA(R) mit der zusätzlichen Mutation L88M in einem methionin-auxotrophen Bakterienstamm exprimiert und dem Medium D,L Selenomethionin zugefügt, wodurch Selen als Schweratom eingebaut wurde. Die anomale Streuung von vier Selen-Atomen pro asymmetrischer Einheit wurde schließlich zur Lösung des Phasenproblems verwendet. 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