{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:148"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:148","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Ternäre Verbindungen von Ruthenium mit Chalkogenen und Halogenen","abstract":"Unter Solvothermalbedingungen sollten mit Autoklaventechnik neue ternäre Verbindungen des Rutheniums mit Chalkogenen und Halogenen gewonnen und strukturell charakterisiert werden. <br>Bei Umsetzungen der Elemente im System Ru-S-Cl fungieren die gebildeten Schwefelhalogenide SxCl2 als Edukte und Lösungsmittel, aus dem sich die molekularen Produkte kristallisieren lassen. Von den untersuchten Ru-Edukten erwiesen sich nur frisch reduziertes Ru-Mohr sowie RuI3 als geeignet für Umsetzungen. Es wurden 3 neue Verbindungen charakterisiert, deren Abbau (thermisch und reaktiv) keine neuen kristallinen Produkte ergab. <br>Bernsteinfarbenen Plättchen von Ru2S6Cl16 kristallisieren triklin; in den Molekülen [(SCl2)2ClRu(µ-Cl)2RuCl(SCl2)2] sind zwei Baugruppen fac-[(SCl2)3RuIICl3] über zwei Cl-Brücken zu einem Oktaederdoppel verknüpft. Ebenfalls in Form bernsteinfarbener Plättchen kristallisiert die monokline Verbindung Ru2S6Cl17I mit dem zweikernigen Kation [(SCl2)3Ru(µ-Cl)3Ru(SCl2)3]+ und dem Anion ICl2-. Im Kation sind zwei Baugruppen fac-[(SCl2)3RuIICl3] über drei Cl-Brücken zu einem Oktaederdoppel verbunden. <br>Das schwarze, orthorhombisch kristallisierende Ru2S4Cl13 = [(SCl2)3Ru(µ-Cl)3RuCl2(SCl2)] besteht aus zweikernigen Komplexen, bei denen die Ru-Zentren über drei Cl-Atome verbunden sind. Eines der Ru-Atome trägt zusätzlich 3 SCl2-Liganden, das andere einen SCl2- und zwei Cl-Liganden. Aus vorigen Arbeiten war eine monokline Form von Ru2S4Cl13 bekannt, mit 2 kristallographisch unabhängigen Baugruppen in der Kristallstruktur. Die drei Baugruppen unterscheiden sich nur geringfügig in der Anordnung der SCl2-Liganden (=Rotamere). <br>Ergebnisse von UV/VIS-, ESR- und magnetischen Messungen am gemischtvalenten Ru2S4Cl13 sprechen für eine Lokalisierung der Ladung und unterscheidbare Valenzen gemäß der Formulierung [(SCl2)3RuII(µ-Cl)3RuIIICl2(SCl2)] mit schwacher Wechselwirkung der Ru-Zentren.","abstract_html":"Unter Solvothermalbedingungen sollten mit Autoklaventechnik neue ternäre Verbindungen des Rutheniums mit Chalkogenen und Halogenen gewonnen und strukturell charakterisiert werden. &lt;br&gt;Bei Umsetzungen der Elemente im System Ru-S-Cl fungieren die gebildeten Schwefelhalogenide SxCl2 als Edukte und Lösungsmittel, aus dem sich die molekularen Produkte kristallisieren lassen. 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