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University of Freiburg

Expression der Isoformen des „Myosin Heavy Chain“ (neonatal, developmental und fast) sowie N-CAM bei myogenen und neuromuskulären Erkrankungen

Abstract

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In den letzten Jahren ist durch die Immunhistochemie das Verständnis für die Pathogenese vieler Muskelerkrankungen enorm gestiegen. Es wurden viele monoklonale Antikörper gegen verschieden Muskelproteine entwickelt, die eine exakte Diagnose der verschiedenen Erkrankungen enorm erleichterten oder gar erst ermöglichten. <br>Eine immer wichtigere Rolle spielt dabei in den letzten Jahren auch die Gruppe der Myosin Heavy Chains (MHCs), Hauptbestandteil der dicken Filamente im Sarkomer. <br>Mittels Immunhistochemie konnten bislang sieben Isoformen dieser Proteinfamilie entdeckt werden, die im Skelettmuskel vorkommen. Dies sind vier „fast“ Isoformen (Weydert et al., 1983; Parker-Thornburg et al., 1992), die „slow“ Isoform (Rindt et al., 1993) und zwei Isoformen „neonatal“ und „developmental“, die normalerweise nur während der Myogenese auftreten (Bouvagnet et al., 1987; Periasamy et al, 1984). Das MHC ist der Hauptbestandteil der dicken Filamente im Sarkomer, die es zusammen mit den Myosin Light Chains bildet. <br>Immunhistochemisch nachweisbare Veränderungen des MHC-Musters erlauben bis heute keine krankheitsspezifischen Aussagen, wie z.B. die Immunhistochemie gegen Dystrophin zum Ausschluss einer Dystrophinopathie, jedoch lassen sich durch den Einsatz von monoklonalen Antikörpern gegen die MHCs wichtige Informationen über das von der Muskelfaser momentan exprimierte Muster der verschiedenen MHC-Isoformen gewinnen. Mit diesen Informationen sind Aussagen über den Entwicklungsstand der jeweiligen Muskelfaser oder ihrer Muskelfasertyp-Zugehörigkeit machbar. So exprimiert die Muskelfaser die Isoformen „developmental“ und „neonatal“ (MHC-d und MHC-n) physiologischerweise nur während der Myogenese, und mit den adulten Isoformen lässt sich eine genaue Typisierung der Muskelfasern vornehmen. <br>Verschiedene Studien haben aber gezeigt, dass sowohl bei der Regeneration als auch bei Denervierungszuständen und Transformation der Muskelfasertypen die Isoformen „developmental“ und „neonatal“ erneut auftreten (Cerny and Bandman, 1986; Yoshimura et al., 1998; Maier et al., 1988). <br>Neben den MHC-Formen wird nach Denervation und während der Muskelregeneration auch das Protein N-CAM gefunden (Winter und Bornemann, 1999). Es war deshalb für diese Arbeit interessant, zusätzlich die Ausprägung von N-CAM zu untersuchen. Es handelt sich dabei um ein Protein, das physiologischerweise sowohl in der Nervenzelle als auch während der Myogenese im Skelettmuskel exprimiert wird. In dieser Studie sollen jetzt erstmals an insgesamt 90 Fällen die Reaktionsmuster von MHC-neonatal (MHC-n), MHC-developmental (MHC-d), MHC-fast (MHC-f) und N-CAM bei neuromuskulären Erkrankungen des Menschen mittels der Immunhistochemie verglichen werden. Diese stammen sowohl aus dem Kreis der myopathischen, der neurogenen als auch der myositischen Gewebesyndrome. <br>Ziel ist es, für die pathognomisch unterschiedlichen Erkrankungen anhand der o.g. Reaktionsmuster <br> - die Frage der möglichen Persistenz von MHC-d und –n im Rahmen kongenitaler <br>Myopathien und spinaler Muskelatrophie <br>ebenso zu untersuchen wie <br>- die Frage der Neubildung von MHC-d und –n im Rahmen der postnatalen <br>Regeneration vor allem bei Muskeldystrophien und Myositis, <br>- die Frage der Transformation von MHCs bei Muskelatrophie im Rahmen von <br>Denervations- und Reinnervationsprozessen <br>und schließlich <br>- die Frage der Neubildung und Persistenz von N-CAM bei allen genannten Krankheitsbildern.

Author and committee

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Author dc:creator
  • Walther, Michael
Contributors dc:contributor
  • Ketelsen, Uwe-Peter

Subjects

dc:subject × 4

Identifiers

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Repository record source_url
https://freidok.uni-freiburg.de/data/1472
OAI identifier oai:identifier
oai:freidok.uni-freiburg.de:1472

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University of Freiburg
Base URL
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Last updated
2026-07-24
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Walther, Michael. Expression der Isoformen des „Myosin Heavy Chain“ (neonatal, developmental und fast) sowie N-CAM bei myogenen und neuromuskulären Erkrankungen. https://freidok.uni-freiburg.de/data/1472