{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:146"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:146","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Überführung von südbrasilianischen Araukarien-Sekundärwäldern in naturnahe Wirtschaftswälder","abstract":"Ziel der Arbeit war es, südbrasilianische Araukarien-Sekundärwälder hinsichtlich Aufbau, Entstehung und Entwicklung und hieraus resultierenden Ausgangsbedingungen für eine Überführung in naturnahe und wertholzreiche Wirtschaftswälder zu beschreiben und waldbauliche Behandlungsansätze abzuleiten und zu prüfen. Hierzu wurden in einem Untersuchungsgebiet von 17.000 ha die Waldbestände luftbildgestützt in fünf verschiedene Waldtypen eingeteilt und diese kartiert und beschrieben. Beispielhaft wurden Wälder, die mutmaßlich nach landwirtschaftlicher Zwischennutzung erwachsen waren, intensiver untersucht. Zwischen verschiedenen Stadien der Waldentwicklung wurden vergleichende Studien zu Bestandeskenndaten, vertikaler und horizontaler Struktur, Artenzusammensetzung und Lichtökologie der Arten vorgenommen. Häufigkeiten von Stockausschlägen und Lianenbefall wurden analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass die Wälder früh Artendiversitäten erreichten, die naturnahen Araukarienwäldern vergleichbar war. Der aus waldbaulicher Sicht entscheidende Veränderungsprozess, war es, dass sich im Zuge der Waldentwicklung ein arten- und individuenreicher Unterstand herausbildete. <br>Je nach Entwicklungsstadium der Wälder erwiesen sich unterschiedliche Überführungsstrategien als sinnvoll: In älteren Beständen sollten polyzyklische Wirtschaftswälder angestrebt werden, während in den jüngeren monozyklische Verfahren mit starker Beteiligung der Baumart Araukarie opportun erschienen. Probeauszeichnungen zu initialen Überführungseingriffen ließen erkennen, dass die erntbaren Mengen von kommerzialisierbaren Holz unbedeutend waren. Auf Grundlage der Resultate wurden die Aussichten diskutiert, eine naturnahe Bewirtschaftung von Araukarien-Sekundärwäldern zu etablieren. Hierzu wurde ausgeführt, dass Ersteingriffe zu Überführungen derzeit nicht wirtschaftlich sein können und politische und sozio-ökonomische Veränderungen eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder zusätzlich begünstigen müssen.","abstract_html":"Ziel der Arbeit war es, südbrasilianische Araukarien-Sekundärwälder hinsichtlich Aufbau, Entstehung und Entwicklung und hieraus resultierenden Ausgangsbedingungen für eine Überführung in naturnahe und wertholzreiche Wirtschaftswälder zu beschreiben und waldbauliche Behandlungsansätze abzuleiten und zu prüfen. Hierzu wurden in einem Untersuchungsgebiet von 17.000 ha die Waldbestände luftbildgestützt in fünf verschiedene Waldtypen eingeteilt und diese kartiert und beschrieben. Beispielhaft wurden Wälder, die mutmaßlich nach landwirtschaftlicher Zwischennutzung erwachsen waren, intensiver untersucht. Zwischen verschiedenen Stadien der Waldentwicklung wurden vergleichende Studien zu Bestandeskenndaten, vertikaler und horizontaler Struktur, Artenzusammensetzung und Lichtökologie der Arten vorgenommen. Häufigkeiten von Stockausschlägen und Lianenbefall wurden analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass die Wälder früh Artendiversitäten erreichten, die naturnahen Araukarienwäldern vergleichbar war. 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Hierzu wurden in einem Untersuchungsgebiet von 17.000 ha die Waldbestände luftbildgestützt in fünf verschiedene Waldtypen eingeteilt und diese kartiert und beschrieben. Beispielhaft wurden Wälder, die mutmaßlich nach landwirtschaftlicher Zwischennutzung erwachsen waren, intensiver untersucht. Zwischen verschiedenen Stadien der Waldentwicklung wurden vergleichende Studien zu Bestandeskenndaten, vertikaler und horizontaler Struktur, Artenzusammensetzung und Lichtökologie der Arten vorgenommen. Häufigkeiten von Stockausschlägen und Lianenbefall wurden analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass die Wälder früh Artendiversitäten erreichten, die naturnahen Araukarienwäldern vergleichbar war. Der aus waldbaulicher Sicht entscheidende Veränderungsprozess, war es, dass sich im Zuge der Waldentwicklung ein arten- und individuenreicher Unterstand herausbildete. <br>Je nach Entwicklungsstadium der Wälder erwiesen sich unterschiedliche Überführungsstrategien als sinnvoll: In älteren Beständen sollten polyzyklische Wirtschaftswälder angestrebt werden, während in den jüngeren monozyklische Verfahren mit starker Beteiligung der Baumart Araukarie opportun erschienen. Probeauszeichnungen zu initialen Überführungseingriffen ließen erkennen, dass die erntbaren Mengen von kommerzialisierbaren Holz unbedeutend waren. Auf Grundlage der Resultate wurden die Aussichten diskutiert, eine naturnahe Bewirtschaftung von Araukarien-Sekundärwäldern zu etablieren. Hierzu wurde ausgeführt, dass Ersteingriffe zu Überführungen derzeit nicht wirtschaftlich sein können und politische und sozio-ökonomische Veränderungen eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder zusätzlich begünstigen müssen.","The aim of the study was to describe Araucaria secondary forests in <br>southern Brazil, including their structure, dynamics and silvicultural potential <br>to assess the transformation potential into semi-natural production forests <br>such that they contain a higher proportion of valuable timber species <br>compared to prevailing secondary forests. <br> <br>Based on aerial photo interpretation the total study area of 17,000 ha was <br>stratified into 5 different forest subtypes. These were subsequently mapped <br>and examplatory described. <br> <br>Vertical and horizontal structure, species composition and their <br>respective light ecology were investigated. In particular species-specific sprouting <br>patterns and climber dynamics were analysed and different silvicultural <br>treatment scenarios assessed. <br> <br>Major results were that the tree species diversity of young secondary <br>forests was similar to primary Araucaria forests. With progressive stand <br>development tree abundance in the lower strata is gradually increasing. <br> <br>Consequently, in more developed stands silvicultural treatments were <br>proposed that ultimately result in poly-cyclic stands while in less <br>differentiated stands a mono-cyclic approach with a high proportion of Araucaria was <br>targeted. Treatment scenarios indicated that the amount of utilisable timber is <br>low. <br> <br>In light of the transformation of stands into semi-natural production <br>forests investigated transformation treatments were not cost covering but can be <br>seen as investments into an anticipated high value crop. However, the <br>present political and socio-economic system is not supporting sustainable forest <br>management."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Überführung von südbrasilianischen Araukarien-Sekundärwäldern in naturnahe Wirtschaftswälder","Transformation of Araucaria secondary forests in South Brazil into semi-natural production forests"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Huss, Jürgen"],"dc:creator":["Steinbrenner, Maximilian K. A."],"dc:description.abstract":["Ziel der Arbeit war es, südbrasilianische Araukarien-Sekundärwälder hinsichtlich Aufbau, Entstehung und Entwicklung und hieraus resultierenden Ausgangsbedingungen für eine Überführung in naturnahe und wertholzreiche Wirtschaftswälder zu beschreiben und waldbauliche Behandlungsansätze abzuleiten und zu prüfen. 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Der aus waldbaulicher Sicht entscheidende Veränderungsprozess, war es, dass sich im Zuge der Waldentwicklung ein arten- und individuenreicher Unterstand herausbildete. <br>Je nach Entwicklungsstadium der Wälder erwiesen sich unterschiedliche Überführungsstrategien als sinnvoll: In älteren Beständen sollten polyzyklische Wirtschaftswälder angestrebt werden, während in den jüngeren monozyklische Verfahren mit starker Beteiligung der Baumart Araukarie opportun erschienen. Probeauszeichnungen zu initialen Überführungseingriffen ließen erkennen, dass die erntbaren Mengen von kommerzialisierbaren Holz unbedeutend waren. Auf Grundlage der Resultate wurden die Aussichten diskutiert, eine naturnahe Bewirtschaftung von Araukarien-Sekundärwäldern zu etablieren. Hierzu wurde ausgeführt, dass Ersteingriffe zu Überführungen derzeit nicht wirtschaftlich sein können und politische und sozio-ökonomische Veränderungen eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder zusätzlich begünstigen müssen.","The aim of the study was to describe Araucaria secondary forests in <br>southern Brazil, including their structure, dynamics and silvicultural potential <br>to assess the transformation potential into semi-natural production forests <br>such that they contain a higher proportion of valuable timber species <br>compared to prevailing secondary forests. <br> <br>Based on aerial photo interpretation the total study area of 17,000 ha was <br>stratified into 5 different forest subtypes. These were subsequently mapped <br>and examplatory described. <br> <br>Vertical and horizontal structure, species composition and their <br>respective light ecology were investigated. In particular species-specific sprouting <br>patterns and climber dynamics were analysed and different silvicultural <br>treatment scenarios assessed. <br> <br>Major results were that the tree species diversity of young secondary <br>forests was similar to primary Araucaria forests. With progressive stand <br>development tree abundance in the lower strata is gradually increasing. <br> <br>Consequently, in more developed stands silvicultural treatments were <br>proposed that ultimately result in poly-cyclic stands while in less <br>differentiated stands a mono-cyclic approach with a high proportion of Araucaria was <br>targeted. Treatment scenarios indicated that the amount of utilisable timber is <br>low. <br> <br>In light of the transformation of stands into semi-natural production <br>forests investigated transformation treatments were not cost covering but can be <br>seen as investments into an anticipated high value crop. 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