University of Freiburg
Das Intrathorakale EKG im implantierbaren Cardioverter/Defibrillator : Erweiterung der EKG-Diagnostik in implantierbaren Systemen
Abstract
dc:description.abstractBei 33 Patienten wurden während ICD-Implantation die sechs farfield-Elektrogramme des IEKG von den Defibrillationselektroden eines ICD abgeleitet und mit dem Oberflächen-EKG und den lokalen Elektrogrammen verglichen. <br>Das IEKG bildet den Erregungsablauf, im Gegensatz zu den lokalen Elektrogrammen, ähnlich dem SEKG ab. Die PAmplitude betrug im IEKG 0,67 ± 0,31 mV und im SEKG 0,13 ± 0,05 mV (p < 0,0001). Die Ableitungen mit differenter Elektrode in VCS (EI, EII, Gd) zeigten dabei höhere Amplituden (p ≤ 0,01). Die PDauer korrelierte eng (r = 0,786; p < 0,0001) zwischen IEKG (150 ± 22 ms) und SEKG (140 ± 17 ms). Die Amplitude und Dauer des lokalen atrialen Elektrogramms betrugen 2,59 ± 1,11 mV und 74 ± 14 ms, beide unterschieden sich signifikant vom IEKG und SEKG und zeigten keine lineare Korrelation zu diesen. <br>Die QRS-Amplitude betrug im IEKG 6,81 ± 2,80 mV und im SEKG 1,91 ± 0,84 (p < 0,001). Die Ableitungen mit differenter Elektrode in RVA (EII, EIII, Gi) zeigten dabei höhere Amplituden (p < 0,0001). Die QRS-Dauer korrelierte eng (r = 0,863; p < 0,0001) zwischen IEKG (124 ± 25 ms) und SEKG (125 ± 25 ms). Die Amplitude und Dauer des lokalen ventrikulären Elektrogramms betrug 11,16 ± 4,02 mV und 71 ± 14 ms, beide unterschieden sich signifikant vom IEKG und SEKG und zeigten keine lineare Korrelation zu diesen. <br>Im SR wiesen EI und EII bei allen Patienten P-Wellen nach. Während Simulation einer VT durch schnelle VVI-Stimulation wurden im Median in EI 92,5%, in EII 70,6% und im SEKG 50,0% aller P-Wellen nachgewiesen (SEKG vs. EI: p < 0,0001). Während induzierter VF/VT waren in EI nur in 23,5% der Fälle P-Wellen nachzuweisen. <br>Der Algorithmus zur automatischen Detektion der Vorhofaktivität erreichte im SR eine Sensitivität von 99,95% und eine Spezifität von 99,73%. Die Sensitivität und Spezifität für die Detektion der Kammeraktionen betrug jeweils 99,89%. <br> <br>Schlussfolgerungen: Das IEKG, insbesondere die Ableitungen EI und EII, verbessert die Erkennung der Vorhofaktionen in gespeicherten Elektrogrammen. Es ermöglicht die Bestimmung der P-Dauer und QRS-Dauer wie im Oberflächen-EKG. Die automatische Detektion von Vorhofaktionen ist im Einkammer-ICD während SR möglich. Weitere diagnostische Möglichkeiten des IEKG über den Herzrhythmus hinaus sollten untersucht werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Baron, Thomas W.
- Contributors dc:contributor
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- Zehender, Manfred
Subjects
dc:subject × 4Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1465
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1465