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University of Freiburg

Histomorphometrische Untersuchung zur gerichteten Nervendistraktion anhand des Nervus Facialis der Ratte

Abstract

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Ziel der Arbeit ist die Etablierung eines auf den Menschen übertragbaren Modells der selektiven, moduliert gerichteten und gesteuerten primären Nervendistraktion bei der Ratte. Unter Ausnutzung der bei der Nervendegeneration und ihrer Regeneration bisher gewonnenen Ergebnisse sollten die Technik zur Durchführung und der Grad der degenerativen Veränderungen des Nerven nach der moduliert gerichteten Nervenverlängerung erarbeitet werden. <br>Im Tiermodell wurde bei weiblichen Wistar-Ratten (N=15) mit einem Zugschraubensystem die Distraktion des Ramus buccalis vorgenommen. Die unbehandelte Kontralateralseite diente als Kontrolle. Täglich wurde der Nerv durch die am Jochbogen befestigte Schraube um 0,785 mm gedehnt. Nach 10 Tagen war die Distraktion abgeschlossen. Die Sakrifikation der Tiere erfolgte nach weiteren 20 Tagen in einer CO -Kammer. Nach der Entnahme des distrahierten Segmentes und des entsprechenden Nervensegments der Gegenseite zur Kontrolle folgte die lichtmikroskopische Untersuchung der Proben auf morphologische Zeichen einer Degeneration des distrahierten Nerven. Mit Hilfe des Bildanalysesystems analySIS® (Soft Imaging, D-Münster) wurden Myelinscheidendicke, Durchmesser und Umfang der Myelinscheiden morphometrisch ermittelt. Die Axonanzahl wurde anhand von Bildern ausgezählt. Die statistische Auswertung der ermittelten Daten erfolgte durch die Statistiksoftware SPSS® (SPSS Inc., USA-Chicago, Illinois). <br>Als wichtigstes Ergebnis ist festzustellen, dass die Verlängerung des Nervus facialis von 0,79 mm/d mittels der gesteuerten primären Nervendistraktion möglich ist. Das Resultat der morphologischen und histomorphometrischen Analyse ergab als Folge der gesteuerten primären Distraktion in 60% der untersuchten Proben eine Nervenverletzung des Grades II nach Sunderland (1951). Die restlichen der Präparate wiesen auf eine Verletzung des Grades I hin (fokale Schwellungen der Myelinscheiden und dünn myelinisierte Axone). Eine Regeneration der Nerven ist bei diesen Verletzungsmustern zu erwarten. <br>Auf dem Weg, die bisherigen Rekonstruktionsmöglichkeiten zu ergänzen und zu verbessern, bietet die hier dargestellte Methode eine überzeugende Alternative, die zu weiteren Forschungen ermutigt.

Author and committee

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Author dc:creator
  • Kriesche, Bettina Maria
Contributors dc:contributor
  • Gellrich, Nils-Claudius

Subjects

dc:subject × 10

Identifiers

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https://freidok.uni-freiburg.de/data/1444
OAI identifier oai:identifier
oai:freidok.uni-freiburg.de:1444

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University of Freiburg
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Last updated
2026-07-24
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Kriesche, Bettina Maria. Histomorphometrische Untersuchung zur gerichteten Nervendistraktion anhand des Nervus Facialis der Ratte. https://freidok.uni-freiburg.de/data/1444