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Bei dieser neuen Technik werden zahlreiche mit verschiedenen Reportermolekülen markierte Sonden simultan hybridisiert, die auf dem Zielchromosom abschnittsweise ihre Zielsequenz („target“) finden. Das entwickelte FISH Protokoll resultiert in einem „regenbogenartigen“ Muster aus Hybridisierungssignalen entlang des Zielchromosoms. Es erlaubt die Detektion von zytogenetischen Veränderungen mit nahezu megabasenpaar- (Megabasepair, Mb) kleiner Resolution. Eine zytogenetische Veränderung des Chromosoms wird erkannt, wenn die normale Sequenz von rot-infrarot-grün-gelben Signalen entlang der Chromosomen-Arme verändert ist. Diese Multilokus-Analyse, ‚Chromosomal Rainbows‘ (CR) genannt, wurde primär entwickelt, um die Limitationen der sogenannten „Chromosom Paintings“ und der Bänderungstechniken zur Feinkartierung von Bruchpunkten in verschiedenen Tumoren zu überwinden. Sie liefert jedoch zugleich auch akkurate Informationen über die zytogenetische Lokalisation von rearrangierten Elementen. In der vorliegenden Arbeit wurde ein CR-Sondenset spezifisch für das humane Chromosom 10 entwickelt und zum Einsatz gebracht. Die DNA Sonden wurden dergestalt ausgewählt, daß etwa alle 0.06 Einheiten fraktionaler Länge (Units of fractional length, UFL), beziehungsweise alle 8-10 Mb ein Hybridisierungsziel für eine Sonde liegt. Ein Set von 16 Sonden wurde angewendet, um eine komplexe Translokation t(1;10;21) plus einer kleinen Deletion in der Schilddrüsenzellinie TPC-1 zu charakterisieren, um bei einer Trägerin einer reziproken Translokation t(4;10) den Bruchpunkt auf Chromosom 10 zu kartieren und um die Lage der rearrangierten Chromosomenteile nachzuvollziehen. Des weite","abstract_html":"Diese Arbeit beschreibt die Entwicklung einer neuen, auf Fluoreszenz in Situ Hybridisierung (FISH) basierenden Technik mit besserer Auflösung, um schnelles „Screenen“ von primären Zellkulturen aus Probengewebe auf zytogenetische Rearrangements zu ermöglichen und somit klassische zytogenetische Techniken zu komplementieren. Bei dieser neuen Technik werden zahlreiche mit verschiedenen Reportermolekülen markierte Sonden simultan hybridisiert, die auf dem Zielchromosom abschnittsweise ihre Zielsequenz („target“) finden. Das entwickelte FISH Protokoll resultiert in einem „regenbogenartigen“ Muster aus Hybridisierungssignalen entlang des Zielchromosoms. Es erlaubt die Detektion von zytogenetischen Veränderungen mit nahezu megabasenpaar- (Megabasepair, Mb) kleiner Resolution. Eine zytogenetische Veränderung des Chromosoms wird erkannt, wenn die normale Sequenz von rot-infrarot-grün-gelben Signalen entlang der Chromosomen-Arme verändert ist. 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