{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1420"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1420","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"In-vitro-Untersuchung kieferorthopädischer Haftverbundsysteme mit Scher– und Zugkräften unter dem Aspekt standardisierter Prüfverfahren","abstract":"Der Wunsch, neue Brackets und Adhäsive hinsichtlich ihrer Haftfähigkeit mit Blick auf eine mögliche klinische Anwendbarkeit zu testen, verlangt nach einheitlichen Versuchsbedingungen, um ermittelte Ergebnisse miteinander vergleichen zu können. <br>Ziel dieser In-vitro-Studie war die Untersuchung der Haftkraft von Stahlbrackets bei Anwendung des klinischen Klebeverbundes Zahn-Adhäsiv-Bracket. Grenzen und Möglichkeiten der Aussagekraft der Untersuchungsergebnisse bei Aufteilung der Verbundsituation in Befestigungselement und Adhäsiv einerseits sowie Adhäsiv und Zahnschmelz andererseits sollten aufgezeigt werden mit dem Ziel der Evaluierung der praktischen Umsetzung des DIN-Normenentwurfs für Kieferorthopädische Produkte (D 18). <br>An ingesamt 249 frisch extrahierten Weisheitszähnen wurden unter standardisierten Bedingungen Scher- und Zugversuche mit den vier Adhäsiven ConciseTM, Heliosit®, Phase II® und TransbondTMXT durchgeführt. Die Messungen wurden statistisch ausgewertet und Gruppenunterschiede mit der Varianzanalyse (ANOVA) auf Signifikanz überprüft. Die hochgefüllten Adhäsive waren den niedriggefüllten hinsichtlich Adhäsionspotential sowohl im Scher- als auch im Zugversuch überlegen. Die chemisch härtenden Adhäsive zeigten dabei eine leichte Dominanz gegenüber den lichthärtenden. Alle Adhäsive erfüllten die gewünschte Mindestanforderung mit Haftverbundwerten von 6 MPa. Die Aufteilung des Haftverbundes in getrennte Prüfungen zeigte keine Vorteile gegenüber einer Haftverbundprüfung des Verbundes Zahn-Adhäsiv-Bracket und ist ungeeignet für eine klinische Prognose der zu testenden Adhäsive. Die licht- und rasterelektronenmikroskopische Untersuchung der Proben zeigte, dass ein erhöhtes Haftverbundpotential mit dem Risiko von Schmelzdefekten, -ausrissen beim Debonding einhergeht. Der eventuelle Vorteil, dass hochgefüllte Adhäsive beim Debonding ein geringeren Restadhäsivverbleib erzeugen und damit einen eventuellen Zeitvorteil beim Entfernen ermöglichen, konnte in der vorliegenden Studie nicht bestätigt werden. <br>Hochgefüllte Adhäsive sollten klinisch im Bereich häufig zu beobachtender Bracketverluste wie an Prämolaren und Molaren eingesetzt werden. Aufgrund der geringeren Gefahr der Schmelzschädigung sind im ästhetisch sensiblen Frontzahnbereich Adhäsive mit geringerem Haftpotential zu bevorzugen.","abstract_html":"Der Wunsch, neue Brackets und Adhäsive hinsichtlich ihrer Haftfähigkeit mit Blick auf eine mögliche klinische Anwendbarkeit zu testen, verlangt nach einheitlichen Versuchsbedingungen, um ermittelte Ergebnisse miteinander vergleichen zu können. &lt;br&gt;Ziel dieser In-vitro-Studie war die Untersuchung der Haftkraft von Stahlbrackets bei Anwendung des klinischen Klebeverbundes Zahn-Adhäsiv-Bracket. 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Aufgrund der geringeren Gefahr der Schmelzschädigung sind im ästhetisch sensiblen Frontzahnbereich Adhäsive mit geringerem Haftpotential zu bevorzugen.","Goal of this in-vitro-study was the investigation of bond strenghts from stainless-steel brackets by usage the clinical bond attechment tooth-adhesiv-bracket. Limits and possibilities should be shown of the meaningfulness of the test results in distribution of the bond attechment in affixture-element and adhesiv on the one hand as well as adhesiv and tooth enamel on the other hand with the goal of the evaluation of the practical utilization the DIN standard of design for orthodontic products (D 18). <br>Overall 249 freshly extracted human 3rd molars were used under standardized conditions for shear- and tensile bond strenghts tests by using the four adhesives ConciseTM, Heliosit®, Phase II® und TransbondTMXT. <br>The measurements were statistically evaluated and groups difference reviewed with analysis of variance (ANOVA). The high filled adhesives were with regard to adhesion potential both in shear- and tensile bond strenghts tests superior to the low filled adhesives. The chemically cured adhesives shown a lightly dominance in comparison to the light cure adhesives. All adhesives fulfilled the desired minimum requirement with bond strength of 6 MPa. The distribution of the bond attachment into divided test showed no advantages in comparision to the test of the attachment tooth-adhesiv-bracket and is unfit for a clinical prognosis of the adhesive to be tested. That light- and scanning electron microscopic investigation of the samples showed that an increased bond strength potential as well increased the risk of enamel defects by the debonding procedure. <br>The possible advantage that high filled adhesive produce in the debonding procedure a less amount of remaining <br>adhesive and enable therewith a possible time advantage in the removing, could not be confirmed in the existing study. High filled adhesives should be used clinically in the area of frequently observed bond failures like at premolares and molars. 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Alle Adhäsive erfüllten die gewünschte Mindestanforderung mit Haftverbundwerten von 6 MPa. Die Aufteilung des Haftverbundes in getrennte Prüfungen zeigte keine Vorteile gegenüber einer Haftverbundprüfung des Verbundes Zahn-Adhäsiv-Bracket und ist ungeeignet für eine klinische Prognose der zu testenden Adhäsive. Die licht- und rasterelektronenmikroskopische Untersuchung der Proben zeigte, dass ein erhöhtes Haftverbundpotential mit dem Risiko von Schmelzdefekten, -ausrissen beim Debonding einhergeht. Der eventuelle Vorteil, dass hochgefüllte Adhäsive beim Debonding ein geringeren Restadhäsivverbleib erzeugen und damit einen eventuellen Zeitvorteil beim Entfernen ermöglichen, konnte in der vorliegenden Studie nicht bestätigt werden. <br>Hochgefüllte Adhäsive sollten klinisch im Bereich häufig zu beobachtender Bracketverluste wie an Prämolaren und Molaren eingesetzt werden. Aufgrund der geringeren Gefahr der Schmelzschädigung sind im ästhetisch sensiblen Frontzahnbereich Adhäsive mit geringerem Haftpotential zu bevorzugen.","Goal of this in-vitro-study was the investigation of bond strenghts from stainless-steel brackets by usage the clinical bond attechment tooth-adhesiv-bracket. Limits and possibilities should be shown of the meaningfulness of the test results in distribution of the bond attechment in affixture-element and adhesiv on the one hand as well as adhesiv and tooth enamel on the other hand with the goal of the evaluation of the practical utilization the DIN standard of design for orthodontic products (D 18). <br>Overall 249 freshly extracted human 3rd molars were used under standardized conditions for shear- and tensile bond strenghts tests by using the four adhesives ConciseTM, Heliosit®, Phase II® und TransbondTMXT. <br>The measurements were statistically evaluated and groups difference reviewed with analysis of variance (ANOVA). The high filled adhesives were with regard to adhesion potential both in shear- and tensile bond strenghts tests superior to the low filled adhesives. The chemically cured adhesives shown a lightly dominance in comparison to the light cure adhesives. All adhesives fulfilled the desired minimum requirement with bond strength of 6 MPa. The distribution of the bond attachment into divided test showed no advantages in comparision to the test of the attachment tooth-adhesiv-bracket and is unfit for a clinical prognosis of the adhesive to be tested. That light- and scanning electron microscopic investigation of the samples showed that an increased bond strength potential as well increased the risk of enamel defects by the debonding procedure. <br>The possible advantage that high filled adhesive produce in the debonding procedure a less amount of remaining <br>adhesive and enable therewith a possible time advantage in the removing, could not be confirmed in the existing study. 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