{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1411"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1411","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Regionalinitiativen der Forst- und Holzwirtschaft : Wirkungen des Regionalmarketings forst- und holzwirtschaftlicher Akteure zur Aktivierung von regionalen Potentialen","abstract":"Seit Mitte der 1990er Jahre haben sich im Bundesgebiet rund 65 forst- und holzwirtschaftliche Regionalinitiativen gegründet. Diese Initiativen zeichnen sich durch eine branchenübergreifende Zusammenarbeit von forst- und holzwirtschaftlichen Unternehmen sowie anderen regionalen Akteuren aus. Erkennbare Zielsetzungen aller Initiativen sind die Steigerung der Verwendung von Holzprodukten regionaler Herkunft, die Förderung der regionalen Forst- und Holzwirtschaft sowie einen Beitrag zur Regionalentwicklung zu leisten. Zur Gründung der Initiativen haben ungenutzte Potentiale und wahrgenommene Defizite in den Regionen motiviert. Hierbei sind als ungenutzte Potentiale die nicht ausgeschöpften Holzzuwächse, als Defizite die unbefriedigend empfundene Nachfrage nach Holzprodukten regionaler Erzeugung sowie nicht genutzte Synergiemöglichkeiten regionaler Akteure zu nennen. Erkennbarer Ansatz aller Initiativen ist die Aktivierung von regionalen Potentialen. Erkennbare Schwerpunkte liegen hierbei auf der Aktivierung von Synergieeffekten sowie von Absatzpotentialen für Holzprodukte regionaler Herkunft. Die fehlende Wirkungsanalyse forst- und holzwirtschaftlicher Regionalinitiativen auf betrieblicher Mitgliederebene stellt eines der bedeutendsten Problemfelder der Initiativen dar. <br> <br>Aus dem Gesamtspektrum forst- und holzwirtschaftlicher Regionalinitiativen wurden zwei Baden-Württembergische Fallbeispiele ausgewählt. Als zentrales Forschungsziel wurde eine Wirkungsanalyse der Regionalinitiativen auf Ebene der Mitgliedsbetriebe verfolgt. Der wissenschaftliche Fokus wurde hierbei auf die Wirkungsmessung von aktivierten Synergie- und Absatzpotentialen gerichtet. <br> <br>Auf theoretischer Ebene wurde für eine systematische Auseinandersetzung mit Initiativenwirkungen ein Regionalentwicklungsmodell verwandt und Regionalmarketing als Steuerungskonzept für Regionen eingeführt. Für die theoretische Fundierung der Aktivierung von Absatzpotentialen für Holzprodukte regionaler Erzeugung wurden Käuferverhaltensmodelle herangezogen und eine Marketingkonzeption für Holzprodukte regionaler Herkunft generiert. Regionalökonomische, netzwerk- und kooperationstheoretische Modelle bildeten den Theorierahmen für die Aktivierung regionaler Synergiepotentiale. <br> <br>Methodisch wurden zur Erhebung von Initiativenwirkungen leitfadengestützte Experteninterviews sowie eine schriftliche Befragung von Mitgliedsbetrieben und regionalen Kontrollgruppen durchgeführt. Als methodischer Ansatz zur Wirkungsmessung wurden Querschnitts- und Längsschnittsanalyse angewandt. <br> <br>Bei der Aktivierung von regionalen Synergien konnte als ein empirischer Befund eine intensivere Vernetzung und Zusammenarbeit der Mitgliedsbetriebe aufgezeigt werden. So lag die zwischenbetriebliche Kooperationshäufigkeit der Initiativenmitglieder deutlich höher als bei den regionalen Kontrollgruppen. Während Wirkungen der Initiativen bei der Aktivierung von regionalen Synergien deutlich erkennbar waren, konnten aktivierte Absatzpotentiale auf betrieblicher Ebene nur partiell nachgewiesen werden. <br> <br>Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittelgroßen Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft in den Regionen verfolgen forst- und holzwirtschaftliche Regionalinitiativen eine erfolgversprechende Problemlösungsstrategie. Durch ihre Struktur und ihr Vorgehen bieten die Initiativen gute Voraussetzungen, um eine Regionalentwicklung zu initiieren. Hierfür sind jedoch eine thematische Ausweitung ihres Aktivitätsspektrums und eine intensivere Zusammenarbeit mit weiteren regionalen Akteuren erforderlich.","abstract_html":"Seit Mitte der 1990er Jahre haben sich im Bundesgebiet rund 65 forst- und holzwirtschaftliche Regionalinitiativen gegründet. 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Während Wirkungen der Initiativen bei der Aktivierung von regionalen Synergien deutlich erkennbar waren, konnten aktivierte Absatzpotentiale auf betrieblicher Ebene nur partiell nachgewiesen werden. <br> <br>Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittelgroßen Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft in den Regionen verfolgen forst- und holzwirtschaftliche Regionalinitiativen eine erfolgversprechende Problemlösungsstrategie. Durch ihre Struktur und ihr Vorgehen bieten die Initiativen gute Voraussetzungen, um eine Regionalentwicklung zu initiieren. Hierfür sind jedoch eine thematische Ausweitung ihres Aktivitätsspektrums und eine intensivere Zusammenarbeit mit weiteren regionalen Akteuren erforderlich.","Since the mid 1990ies around 65 regional initiatives have emerged in Germany with the aim to promote the regional use of timber. These initiatives foster the intersectoral co-operation between forestry enterprises and companies of wood industries as well as other regional actors. Some of these initiatives try to shape and promote regional value-added chains from forestry enterprises up to business entities directly dealing with the end-consumer by tying closer links and by trying to make them more efficient. A noticeable approach of all initiatives is their attempt to activate endogenous regional potentials in order to minimise regional deficits. Net increment of raw timber that is not being used within the regions has been identified as the most important potential for the promotion of regional timber consumption and regional development. Existing case studies on the regional economies therefore recommend an environmentally friendly and sustainable regional development that is based on these aspects of under-utilised timber. Lacking analyses of the impacts that regional initiatives in the forestry and wood sector have on their members is perceived as one of the most important problems. <br> <br>Two regional initiatives have been selected in the federal state of Baden-Württemberg in order to analyse this impact. <br> <br>The theoretical part of this study reflects the extensive debate on approaches of regional economies, co-operation and networking. The review reveals that increased regional use of timber proves indeed conducive to regional development. At the same time, further intensification of regional networking between stakeholders largely isolated in the past, appears to be crucial. <br> <br>In in-depth interviews expected (internal) impacts of the initiatives on its members (through an intensified networking of regional actors) have been identified as well as (external) impacts (through a joint communication policy of the initiatives). The personal interviews have been carried out based on structured catalogues of key questions. In a written survey data sets of enterprises in the forestry and wood sectors have been compiled and analysed. The central approach applied for the impact monitoring was the so-called 'cross-sectoral analysis' the compares member enterprises with a control group of regional enterprises. <br> <br>As one of the most relevant results of the study, it has been shown that the two analysed initiatives have indeed contributed to a more intense networking of regional actors. To cite an example, the frequency of inter-company co-operation was clearly more pronounced amongst members of the initiatives than between non-corporate enterprises of the control group. About one third of the members of the initiative had experienced easier identification of business partners. At the level of individual enterprises, (external) impacts of a joint communication policy have been hardly noticeable, though: in only a few cases the increased purchase orders could be attributed to the joint communication of the initiatives. However, the percentage of member enterprises with increased business turnovers was twice as high as in enterprises of the control group. <br> <br>Formation of regional initiatives has proved to be an adequate response for local enterprises to face the 'globalisation process'. Effects on the regional economies like the economic strengthening of economically marginalised rural areas or the avoidance of long transport distances are welcomed in view of their contribution to sustainable regional development. A stronger regional integration of the initiatives and the member enterprises as well as a stronger supra-regional orientation of the initiatives activities appear to be crucial in setting the course for the future."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Regionalinitiativen der Forst- und Holzwirtschaft : Wirkungen des Regionalmarketings forst- und holzwirtschaftlicher Akteure zur Aktivierung von regionalen Potentialen","Regional initiatives of forestry and wood sector : regional marketing-effects of forestry and wood sector actors to activate regional potentials"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Becker, Michel"],"dc:creator":["Seintsch, Björn"],"dc:description.abstract":["Seit Mitte der 1990er Jahre haben sich im Bundesgebiet rund 65 forst- und holzwirtschaftliche Regionalinitiativen gegründet. 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Die fehlende Wirkungsanalyse forst- und holzwirtschaftlicher Regionalinitiativen auf betrieblicher Mitgliederebene stellt eines der bedeutendsten Problemfelder der Initiativen dar. <br> <br>Aus dem Gesamtspektrum forst- und holzwirtschaftlicher Regionalinitiativen wurden zwei Baden-Württembergische Fallbeispiele ausgewählt. Als zentrales Forschungsziel wurde eine Wirkungsanalyse der Regionalinitiativen auf Ebene der Mitgliedsbetriebe verfolgt. Der wissenschaftliche Fokus wurde hierbei auf die Wirkungsmessung von aktivierten Synergie- und Absatzpotentialen gerichtet. <br> <br>Auf theoretischer Ebene wurde für eine systematische Auseinandersetzung mit Initiativenwirkungen ein Regionalentwicklungsmodell verwandt und Regionalmarketing als Steuerungskonzept für Regionen eingeführt. Für die theoretische Fundierung der Aktivierung von Absatzpotentialen für Holzprodukte regionaler Erzeugung wurden Käuferverhaltensmodelle herangezogen und eine Marketingkonzeption für Holzprodukte regionaler Herkunft generiert. Regionalökonomische, netzwerk- und kooperationstheoretische Modelle bildeten den Theorierahmen für die Aktivierung regionaler Synergiepotentiale. <br> <br>Methodisch wurden zur Erhebung von Initiativenwirkungen leitfadengestützte Experteninterviews sowie eine schriftliche Befragung von Mitgliedsbetrieben und regionalen Kontrollgruppen durchgeführt. Als methodischer Ansatz zur Wirkungsmessung wurden Querschnitts- und Längsschnittsanalyse angewandt. <br> <br>Bei der Aktivierung von regionalen Synergien konnte als ein empirischer Befund eine intensivere Vernetzung und Zusammenarbeit der Mitgliedsbetriebe aufgezeigt werden. So lag die zwischenbetriebliche Kooperationshäufigkeit der Initiativenmitglieder deutlich höher als bei den regionalen Kontrollgruppen. Während Wirkungen der Initiativen bei der Aktivierung von regionalen Synergien deutlich erkennbar waren, konnten aktivierte Absatzpotentiale auf betrieblicher Ebene nur partiell nachgewiesen werden. <br> <br>Zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittelgroßen Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft in den Regionen verfolgen forst- und holzwirtschaftliche Regionalinitiativen eine erfolgversprechende Problemlösungsstrategie. Durch ihre Struktur und ihr Vorgehen bieten die Initiativen gute Voraussetzungen, um eine Regionalentwicklung zu initiieren. Hierfür sind jedoch eine thematische Ausweitung ihres Aktivitätsspektrums und eine intensivere Zusammenarbeit mit weiteren regionalen Akteuren erforderlich.","Since the mid 1990ies around 65 regional initiatives have emerged in Germany with the aim to promote the regional use of timber. These initiatives foster the intersectoral co-operation between forestry enterprises and companies of wood industries as well as other regional actors. Some of these initiatives try to shape and promote regional value-added chains from forestry enterprises up to business entities directly dealing with the end-consumer by tying closer links and by trying to make them more efficient. A noticeable approach of all initiatives is their attempt to activate endogenous regional potentials in order to minimise regional deficits. Net increment of raw timber that is not being used within the regions has been identified as the most important potential for the promotion of regional timber consumption and regional development. Existing case studies on the regional economies therefore recommend an environmentally friendly and sustainable regional development that is based on these aspects of under-utilised timber. Lacking analyses of the impacts that regional initiatives in the forestry and wood sector have on their members is perceived as one of the most important problems. <br> <br>Two regional initiatives have been selected in the federal state of Baden-Württemberg in order to analyse this impact. <br> <br>The theoretical part of this study reflects the extensive debate on approaches of regional economies, co-operation and networking. The review reveals that increased regional use of timber proves indeed conducive to regional development. At the same time, further intensification of regional networking between stakeholders largely isolated in the past, appears to be crucial. <br> <br>In in-depth interviews expected (internal) impacts of the initiatives on its members (through an intensified networking of regional actors) have been identified as well as (external) impacts (through a joint communication policy of the initiatives). The personal interviews have been carried out based on structured catalogues of key questions. In a written survey data sets of enterprises in the forestry and wood sectors have been compiled and analysed. The central approach applied for the impact monitoring was the so-called 'cross-sectoral analysis' the compares member enterprises with a control group of regional enterprises. <br> <br>As one of the most relevant results of the study, it has been shown that the two analysed initiatives have indeed contributed to a more intense networking of regional actors. To cite an example, the frequency of inter-company co-operation was clearly more pronounced amongst members of the initiatives than between non-corporate enterprises of the control group. About one third of the members of the initiative had experienced easier identification of business partners. At the level of individual enterprises, (external) impacts of a joint communication policy have been hardly noticeable, though: in only a few cases the increased purchase orders could be attributed to the joint communication of the initiatives. However, the percentage of member enterprises with increased business turnovers was twice as high as in enterprises of the control group. <br> <br>Formation of regional initiatives has proved to be an adequate response for local enterprises to face the 'globalisation process'. Effects on the regional economies like the economic strengthening of economically marginalised rural areas or the avoidance of long transport distances are welcomed in view of their contribution to sustainable regional development. 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