{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1384"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1384","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Genetische Untersuchungen zum Interleukin-13 Rezeptor alpha2 – einem Kandidatengen der Atopieentstehung","abstract":"Der Interleukin-4 / Interleukin-13 Signalweg nimmt in der Pathogenese der Atopie eine zentrale Stellung ein. Sowohl für die Zytokine, als auch für Rezeptorketten und Signalmoleküle konnte eine Beteiligung am atopischen Geschehen nachgewiesen werden. Im Rahmen dieser Arbeit wurde versucht, mit Hilfe von SSCP-Gelelektrophorese und RFLP-Analyse Polymorphismen und Aminosäurevarianten zu finden, und damit zu klären, ob Interleukin-13 Rezeptor alpha2 als zentrales Protein mit Atopieentstehung assoziiert ist. <br> <br>Basis der Untersuchungen waren DNA-Proben aus zwei großen Populationen mit insgesamt 263 Individuen (107 Familien) sowie aus einer Suchpopulation bestehend aus 52 genetisch unabhängigen Individuen. Diese Suchpopulation diente dem Screening nach Polymorphismen auf der Basis einer SSCP-Analyse. Dabei wurden die 18 Exons und der Promotor-Bereich unter mindestens vier Gelelektrophorese-Konditionen getestet, um eine hohe Sensitivität zu erreichen. <br> <br>Auffälligkeiten im SSCP-Gel wurden durch Sequenzierung verifiziert und dann durch RFLP-Analyse die Allelfrequenz der Variante bestimmt. Zwar wurden Mutationen gefunden, jedoch lagen deren Allelfrequenzen so niedrig, dass sie sich für Assoziationsuntersuchungen nicht eigneten. <br> <br>Eine mögliche Erklärung für diese Beobachtung beruht auf der Tatsache, dass sich das Gen des Interleukin-13 Rezeptor alpha2 auf dem X-Chromosom befindet. Es konnte nachgewiesen werden, dass sich auf dem Geschlechtschromosom Regionen mit geringer SNP-Inzidenz befinden, was möglicherweise auf evolutionäre Koaleszenz-Ereignisse wie „selective sweep“ und „bottlenecks“ (Populations-Engstellen) zurückzuführen ist. Auch spekulative Annahmen wie die eines geschützten chromosomalen Bereichs unterstützen diese These. <br> <br>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die vorliegenden Untersuchungen eine nennenswerte Beteiligung von Interleukin-13 Rezeptor alpha2 bei der Entstehung atopischer Erkrankungen als unwahrscheinlich erscheinen lassen. Folgearbeiten, die regulatorische Genbereiche sowie noch nicht aufgearbeitete assoziierte Proteine des Signalwegs untersuchen, könnten zur weiteren Aufklärung der Beteiligung des Signalwegs an der Entstehung allergischer Krankheitsbilder beitragen.","abstract_html":"Der Interleukin-4 / Interleukin-13 Signalweg nimmt in der Pathogenese der Atopie eine zentrale Stellung ein. Sowohl für die Zytokine, als auch für Rezeptorketten und Signalmoleküle konnte eine Beteiligung am atopischen Geschehen nachgewiesen werden. Im Rahmen dieser Arbeit wurde versucht, mit Hilfe von SSCP-Gelelektrophorese und RFLP-Analyse Polymorphismen und Aminosäurevarianten zu finden, und damit zu klären, ob Interleukin-13 Rezeptor alpha2 als zentrales Protein mit Atopieentstehung assoziiert ist. &lt;br&gt; &lt;br&gt;Basis der Untersuchungen waren DNA-Proben aus zwei großen Populationen mit insgesamt 263 Individuen (107 Familien) sowie aus einer Suchpopulation bestehend aus 52 genetisch unabhängigen Individuen. 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Folgearbeiten, die regulatorische Genbereiche sowie noch nicht aufgearbeitete assoziierte Proteine des Signalwegs untersuchen, könnten zur weiteren Aufklärung der Beteiligung des Signalwegs an der Entstehung allergischer Krankheitsbilder beitragen.","The interleukin-4 / interleukin-13 signal pathway takes up a central position in the pathogenesis of atopy. For the cytokines as well as for the receptor chains and signal molecules a participation in atopic diseases could be proven. Within the scope of this work, it was attempted to find polymorphisms and amino acid variants with the help of SSCP gel electrophoresis and RFLP analysis and thereby to clarify whether interleukine-13 receptor alpha2 as a central protein is associated with the development of atopy. <br> <br>The basis of the investigations were DNA samples from two large populations with a total of 263 individuals (107 families), as well as a search population consisting of 52 genetically independent individuals. The search population served to screen polymorphisms with the help of SSCP analysis. 18 exons and the promotor region were tested under at least four gel electrophoresis-conditions to reach a high sensitivity. Distinctive features found in the SSCP gel were verified by DNA sequencing, then the frequency of the allelic variants was determined by RFLP analysis. Mutations were found, but the allelic frequency was so low that they were not suited for association analysis. <br> <br>A possible explanation for this observation is based on the fact, that the gene of the interleukin-13 receptor alpha2 is located on the X chromosome. In other studies, it could be proven that this allosome contains regions with a low single-nucleotide polymorphism rate, which possibly can be ascribed to evolutionary coalescent events such as selective sweep and bottlenecks. The assumption of a protected chromosomal area also supports this thesis. <br> <br>In summary, this investigation shows that considerable participation of interleukin-13 receptor alpha2 in atopic diseases is unlikely. Subsequent works that examine regulatory genetic areas as well as related (but not yet investigated) proteins of the signal pathway could further contribute to the clarification of its participation in the origin of allergic diseases."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Genetische Untersuchungen zum Interleukin-13 Rezeptor alpha2 – einem Kandidatengen der Atopieentstehung","Genetic investigations of the interleukin-13 receptor alpha2 – a candidate gene in the development of atopy"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Deichmann, Klaus"],"dc:creator":["Ott, Christina"],"dc:description.abstract":["Der Interleukin-4 / Interleukin-13 Signalweg nimmt in der Pathogenese der Atopie eine zentrale Stellung ein. Sowohl für die Zytokine, als auch für Rezeptorketten und Signalmoleküle konnte eine Beteiligung am atopischen Geschehen nachgewiesen werden. 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Zwar wurden Mutationen gefunden, jedoch lagen deren Allelfrequenzen so niedrig, dass sie sich für Assoziationsuntersuchungen nicht eigneten. <br> <br>Eine mögliche Erklärung für diese Beobachtung beruht auf der Tatsache, dass sich das Gen des Interleukin-13 Rezeptor alpha2 auf dem X-Chromosom befindet. Es konnte nachgewiesen werden, dass sich auf dem Geschlechtschromosom Regionen mit geringer SNP-Inzidenz befinden, was möglicherweise auf evolutionäre Koaleszenz-Ereignisse wie „selective sweep“ und „bottlenecks“ (Populations-Engstellen) zurückzuführen ist. Auch spekulative Annahmen wie die eines geschützten chromosomalen Bereichs unterstützen diese These. <br> <br>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die vorliegenden Untersuchungen eine nennenswerte Beteiligung von Interleukin-13 Rezeptor alpha2 bei der Entstehung atopischer Erkrankungen als unwahrscheinlich erscheinen lassen. Folgearbeiten, die regulatorische Genbereiche sowie noch nicht aufgearbeitete assoziierte Proteine des Signalwegs untersuchen, könnten zur weiteren Aufklärung der Beteiligung des Signalwegs an der Entstehung allergischer Krankheitsbilder beitragen.","The interleukin-4 / interleukin-13 signal pathway takes up a central position in the pathogenesis of atopy. For the cytokines as well as for the receptor chains and signal molecules a participation in atopic diseases could be proven. Within the scope of this work, it was attempted to find polymorphisms and amino acid variants with the help of SSCP gel electrophoresis and RFLP analysis and thereby to clarify whether interleukine-13 receptor alpha2 as a central protein is associated with the development of atopy. <br> <br>The basis of the investigations were DNA samples from two large populations with a total of 263 individuals (107 families), as well as a search population consisting of 52 genetically independent individuals. The search population served to screen polymorphisms with the help of SSCP analysis. 18 exons and the promotor region were tested under at least four gel electrophoresis-conditions to reach a high sensitivity. Distinctive features found in the SSCP gel were verified by DNA sequencing, then the frequency of the allelic variants was determined by RFLP analysis. Mutations were found, but the allelic frequency was so low that they were not suited for association analysis. <br> <br>A possible explanation for this observation is based on the fact, that the gene of the interleukin-13 receptor alpha2 is located on the X chromosome. In other studies, it could be proven that this allosome contains regions with a low single-nucleotide polymorphism rate, which possibly can be ascribed to evolutionary coalescent events such as selective sweep and bottlenecks. The assumption of a protected chromosomal area also supports this thesis. <br> <br>In summary, this investigation shows that considerable participation of interleukin-13 receptor alpha2 in atopic diseases is unlikely. Subsequent works that examine regulatory genetic areas as well as related (but not yet investigated) proteins of the signal pathway could further contribute to the clarification of its participation in the origin of allergic diseases."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["Interleukin-13 Rezeptor alpha2","Polymorphismus","SNP","Alpha-2-Rezeptor","Interleukin 4","interleukin-13 receptor alpha2","polymorphism","single nucleotide polymorphism"],"dc:title":["Genetische Untersuchungen zum Interleukin-13 Rezeptor alpha2 – einem Kandidatengen der Atopieentstehung","Genetic investigations of the interleukin-13 receptor alpha2 – a candidate gene in the development of atopy"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:22:10Z"}