{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1378"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1378","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Neurophysiologische Charakterisierung der wasserlöslichen Fraktion eines Johanniskrautextraktes und dessen Einfluß auf die Langzeitpotenzierung","abstract":"Der antidepressive Wirkmechanismus von Hypericum perforatum (Johanniskraut) ist noch nicht vollständig geklärt. Er scheint sich aus mehreren Wirkkomponenten zusammenzusetzen. Zwei der Wirkstoffe, Hypericin und Hyperforin, hielt man bislang für die wesentlichen neuroaktiven Bestandteile von Johanniskrautextrakten. <br>Eine wasserlösliche Fraktion von Hypericum perforatum (HYPWS, hypericum perforatum water soluble), die weder Hypericin noch Hyperforin enthält, zeigte in Vorversuchen exzitatorische Eigenschaften und war in tierexperimentellen Depressionsmodellen antidepressiv wirksam. Die elektrophysiologische Untersuchung des Wirkmechanismus von HYPWS und sein Verhalten im Niedrig-Magnesium-Modell sowie sein Einfluß auf LTP (Langzeitpotenzierung) sind Inhalt dieser Arbeit. Die Untersuchungen wurden an hippocampalen Gewebsschnitten von Meerschweinchen vorgenommen. Es wurde mit zwei elektrophysiologischen Ableitungsmustern gearbeitet: mit PS (population spikes) und EPSP (exzitatorische postsynaptische Potentiale). <br>Im Niedrig-Magnesium-Modell führte HYPWS zu einer nicht signifikanten Erhöhung der Feuerungsrate. Eine antikonvulsive Wirkung erscheint daher unwahrscheinlich. Die eher erregende Wirkung von HYPWS im Niedrig-Magnesium-Modell paßt zu der nachgewiesenen exzitatorischen HYPWS-Wirkung. Ob die beobachtete Frequenzzunahme einer tatsächlichen prokonvulsiven Wirkung entspricht, läßt sich daraus nicht folgern. Eine Senkung der Krampfschwelle ist als Nebenwirkung von Hypericumpräparaten bislang nicht beschrieben worden. <br>Auch auf LTP hatte HYPWS keinen signifikanten Einfluß. Allerdings wurde eine Anpassungsregulierung im Versuchsablauf vorgenommen, ohne die eventuell eine signifikante LTP-Erhöhung zu beobachten gewesen wäre. Dies wäre mit der nachgewiesenen nootropen Wirksamkeit von Hypericumpräparaten vereinbar. <br>Durch Kombinationsversuche mit Antagonisten konnte der Wirkmechanismus der exzitatorischen HYPWS-Wirkung entschlüsselt werden. Eine Exzitation kann zum einen durch eine agonistische Wirkung auf postsynaptische Glutamatrezeptoren vermittelt werden. Eine mögliche HYPWS-Wirkung auf NMDA-Rezeptoren war bereits anhand der Niedrig-Magnesium-Modell-Versuche und der LTP-Versuche untersucht worden. Eine agonistische HYPWS-Wirkung auf NMDA-Rezeptoren erscheint aufgrund der Ergebnisse unwahrscheinlich. Die exzitatorische HYPWS-Wirkung konnte durch die Kombination mit dem AMPA-Rezeptor-Antagonisten CNQX komplett aufgehoben. Die Exzitation scheint also über AMPA-Rezeptoren vermittelt zu sein. <br>Zum anderen kann eine Exzitation durch die Hemmung inhibitorischer Rezeptoren vermittelt werden. Daher wurden Kombinationsversuche von HYPWS mit Schwellenwertkonzentrationen von GABA-Rezeptor-Antagonisten durchgeführt. Die Kombination mit einer Schwellenwertkonzentration des GABAA-Rezeptor-Antagonisten Bicucullin führte zu einer leichten, statistisch nicht signifikanten Verstärkung der exzitatorischen HYPWS-Wirkung. Die Kombination mit einer Schwellenwertkonzentration des GABAB-Rezeptor-Antagonisten Phaclofen bewirkte hingegen eine signifikante Verstärkung. Dieser Effekt konnte durch den AMPA-Rezeptor-Antagonisten CNQX komplett inhibiert werden. <br>Daraus läßt sich folgern, daß die Exzitation durch eine agonistische Wirkung auf AMPA-Rezeptoren erzeugt und durch eine erhöhte Glutamatkonzentration im synaptischen Spalt verstärkt wird. Die erhöhte Glutamatkonzentration wird durch die Blockierung präsynaptischer GABAB-Rezeptoren erreicht. <br>Einer AMPA-Rezeptor potenzierenden Substanz (LY392098) wurde in tierexperimentellen Depressionsmodellen eine antidepressive Wirksamkeit nachgewiesen. Der nachgewiesene Wirkmechanismus kann somit nicht nur die Exzitation, sondern auch die antidepressive Wirkung von HYPWS erklären. Die antidepressive Wirkung wird wahrscheinlich durch eine indirekte GABAerge Komponente unterstützt. <br>Hypericin und Hyperforin sind somit nicht die einzigen neuroaktiven Bestandteile von Hypericum perforatum. Die wasserlöslichen Bestandteile sollten daher bei der Standardisierung von Hypericumpräparaten berücksichtigt werden. Eine nähere Untersuchung der einzelnen Bestandteile von HYPWS wäre wünschenswert und würde eine exaktere Standardisierung von Hypericumpräparaten erlauben. <br>Der antidepressive Wirkmechanismus von Hypericum perforatum (Johanniskraut) ist noch nicht vollständig geklärt. Er scheint sich aus mehreren Wirkkomponenten zusammenzusetzen. 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Eine antikonvulsive Wirkung erscheint daher unwahrscheinlich. Die eher erregende Wirkung von HYPWS im Niedrig-Magnesium-Modell paßt zu der nachgewiesenen exzitatorischen HYPWS-Wirkung. Ob die beobachtete Frequenzzunahme einer tatsächlichen prokonvulsiven Wirkung entspricht, läßt sich daraus nicht folgern. Eine Senkung der Krampfschwelle ist als Nebenwirkung von Hypericumpräparaten bislang nicht beschrieben worden. <br>Auch auf LTP hatte HYPWS keinen signifikanten Einfluß. Allerdings wurde eine Anpassungsregulierung im Versuchsablauf vorgenommen, ohne die eventuell eine signifikante LTP-Erhöhung zu beobachten gewesen wäre. Dies wäre mit der nachgewiesenen nootropen Wirksamkeit von Hypericumpräparaten vereinbar. <br>Durch Kombinationsversuche mit Antagonisten konnte der Wirkmechanismus der exzitatorischen HYPWS-Wirkung entschlüsselt werden. Eine Exzitation kann zum einen durch eine agonistische Wirkung auf postsynaptische Glutamatrezeptoren vermittelt werden. 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Eine antikonvulsive Wirkung erscheint daher unwahrscheinlich. Die eher erregende Wirkung von HYPWS im Niedrig-Magnesium-Modell paßt zu der nachgewiesenen exzitatorischen HYPWS-Wirkung. Ob die beobachtete Frequenzzunahme einer tatsächlichen prokonvulsiven Wirkung entspricht, läßt sich daraus nicht folgern. Eine Senkung der Krampfschwelle ist als Nebenwirkung von Hypericumpräparaten bislang nicht beschrieben worden. &lt;br&gt;Auch auf LTP hatte HYPWS keinen signifikanten Einfluß. Allerdings wurde eine Anpassungsregulierung im Versuchsablauf vorgenommen, ohne die eventuell eine signifikante LTP-Erhöhung zu beobachten gewesen wäre. Dies wäre mit der nachgewiesenen nootropen Wirksamkeit von Hypericumpräparaten vereinbar. &lt;br&gt;Durch Kombinationsversuche mit Antagonisten konnte der Wirkmechanismus der exzitatorischen HYPWS-Wirkung entschlüsselt werden. Eine Exzitation kann zum einen durch eine agonistische Wirkung auf postsynaptische Glutamatrezeptoren vermittelt werden. Eine mögliche HYPWS-Wirkung auf NMDA-Rezeptoren war bereits anhand der Niedrig-Magnesium-Modell-Versuche und der LTP-Versuche untersucht worden. Eine agonistische HYPWS-Wirkung auf NMDA-Rezeptoren erscheint aufgrund der Ergebnisse unwahrscheinlich. Die exzitatorische HYPWS-Wirkung konnte durch die Kombination mit dem AMPA-Rezeptor-Antagonisten CNQX komplett aufgehoben. Die Exzitation scheint also über AMPA-Rezeptoren vermittelt zu sein. &lt;br&gt;Zum anderen kann eine Exzitation durch die Hemmung inhibitorischer Rezeptoren vermittelt werden. Daher wurden Kombinationsversuche von HYPWS mit Schwellenwertkonzentrationen von GABA-Rezeptor-Antagonisten durchgeführt. Die Kombination mit einer Schwellenwertkonzentration des GABAA-Rezeptor-Antagonisten Bicucullin führte zu einer leichten, statistisch nicht signifikanten Verstärkung der exzitatorischen HYPWS-Wirkung. 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Es wurde mit zwei elektrophysiologischen Ableitungsmustern gearbeitet: mit PS (population spikes) und EPSP (exzitatorische postsynaptische Potentiale). <br>Im Niedrig-Magnesium-Modell führte HYPWS zu einer nicht signifikanten Erhöhung der Feuerungsrate. Eine antikonvulsive Wirkung erscheint daher unwahrscheinlich. Die eher erregende Wirkung von HYPWS im Niedrig-Magnesium-Modell paßt zu der nachgewiesenen exzitatorischen HYPWS-Wirkung. Ob die beobachtete Frequenzzunahme einer tatsächlichen prokonvulsiven Wirkung entspricht, läßt sich daraus nicht folgern. Eine Senkung der Krampfschwelle ist als Nebenwirkung von Hypericumpräparaten bislang nicht beschrieben worden. <br>Auch auf LTP hatte HYPWS keinen signifikanten Einfluß. Allerdings wurde eine Anpassungsregulierung im Versuchsablauf vorgenommen, ohne die eventuell eine signifikante LTP-Erhöhung zu beobachten gewesen wäre. Dies wäre mit der nachgewiesenen nootropen Wirksamkeit von Hypericumpräparaten vereinbar. <br>Durch Kombinationsversuche mit Antagonisten konnte der Wirkmechanismus der exzitatorischen HYPWS-Wirkung entschlüsselt werden. Eine Exzitation kann zum einen durch eine agonistische Wirkung auf postsynaptische Glutamatrezeptoren vermittelt werden. Eine mögliche HYPWS-Wirkung auf NMDA-Rezeptoren war bereits anhand der Niedrig-Magnesium-Modell-Versuche und der LTP-Versuche untersucht worden. Eine agonistische HYPWS-Wirkung auf NMDA-Rezeptoren erscheint aufgrund der Ergebnisse unwahrscheinlich. Die exzitatorische HYPWS-Wirkung konnte durch die Kombination mit dem AMPA-Rezeptor-Antagonisten CNQX komplett aufgehoben. Die Exzitation scheint also über AMPA-Rezeptoren vermittelt zu sein. <br>Zum anderen kann eine Exzitation durch die Hemmung inhibitorischer Rezeptoren vermittelt werden. Daher wurden Kombinationsversuche von HYPWS mit Schwellenwertkonzentrationen von GABA-Rezeptor-Antagonisten durchgeführt. Die Kombination mit einer Schwellenwertkonzentration des GABAA-Rezeptor-Antagonisten Bicucullin führte zu einer leichten, statistisch nicht signifikanten Verstärkung der exzitatorischen HYPWS-Wirkung. Die Kombination mit einer Schwellenwertkonzentration des GABAB-Rezeptor-Antagonisten Phaclofen bewirkte hingegen eine signifikante Verstärkung. Dieser Effekt konnte durch den AMPA-Rezeptor-Antagonisten CNQX komplett inhibiert werden. <br>Daraus läßt sich folgern, daß die Exzitation durch eine agonistische Wirkung auf AMPA-Rezeptoren erzeugt und durch eine erhöhte Glutamatkonzentration im synaptischen Spalt verstärkt wird. 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Er scheint sich aus mehreren Wirkkomponenten zusammenzusetzen. Zwei der Wirkstoffe, Hypericin und Hyperforin, hielt man bislang für die wesentlichen neuroaktiven Bestandteile von Johanniskrautextrakten. <br>Eine wasserlösliche Fraktion von Hypericum perforatum (HYPWS, hypericum perforatum water soluble), die weder Hypericin noch Hyperforin enthält, zeigte in Vorversuchen exzitatorische Eigenschaften und war in tierexperimentellen Depressionsmodellen antidepressiv wirksam. Die elektrophysiologische Untersuchung des Wirkmechanismus von HYPWS und sein Verhalten im Niedrig-Magnesium-Modell sowie sein Einfluß auf LTP (Langzeitpotenzierung) sind Inhalt dieser Arbeit. Die Untersuchungen wurden an hippocampalen Gewebsschnitten von Meerschweinchen vorgenommen. Es wurde mit zwei elektrophysiologischen Ableitungsmustern gearbeitet: mit PS (population spikes) und EPSP (exzitatorische postsynaptische Potentiale). <br>Im Niedrig-Magnesium-Modell führte HYPWS zu einer nicht signifikanten Erhöhung der Feuerungsrate. Eine antikonvulsive Wirkung erscheint daher unwahrscheinlich. Die eher erregende Wirkung von HYPWS im Niedrig-Magnesium-Modell paßt zu der nachgewiesenen exzitatorischen HYPWS-Wirkung. Ob die beobachtete Frequenzzunahme einer tatsächlichen prokonvulsiven Wirkung entspricht, läßt sich daraus nicht folgern. Eine Senkung der Krampfschwelle ist als Nebenwirkung von Hypericumpräparaten bislang nicht beschrieben worden. <br>Auch auf LTP hatte HYPWS keinen signifikanten Einfluß. Allerdings wurde eine Anpassungsregulierung im Versuchsablauf vorgenommen, ohne die eventuell eine signifikante LTP-Erhöhung zu beobachten gewesen wäre. Dies wäre mit der nachgewiesenen nootropen Wirksamkeit von Hypericumpräparaten vereinbar. <br>Durch Kombinationsversuche mit Antagonisten konnte der Wirkmechanismus der exzitatorischen HYPWS-Wirkung entschlüsselt werden. Eine Exzitation kann zum einen durch eine agonistische Wirkung auf postsynaptische Glutamatrezeptoren vermittelt werden. Eine mögliche HYPWS-Wirkung auf NMDA-Rezeptoren war bereits anhand der Niedrig-Magnesium-Modell-Versuche und der LTP-Versuche untersucht worden. Eine agonistische HYPWS-Wirkung auf NMDA-Rezeptoren erscheint aufgrund der Ergebnisse unwahrscheinlich. Die exzitatorische HYPWS-Wirkung konnte durch die Kombination mit dem AMPA-Rezeptor-Antagonisten CNQX komplett aufgehoben. Die Exzitation scheint also über AMPA-Rezeptoren vermittelt zu sein. <br>Zum anderen kann eine Exzitation durch die Hemmung inhibitorischer Rezeptoren vermittelt werden. Daher wurden Kombinationsversuche von HYPWS mit Schwellenwertkonzentrationen von GABA-Rezeptor-Antagonisten durchgeführt. Die Kombination mit einer Schwellenwertkonzentration des GABAA-Rezeptor-Antagonisten Bicucullin führte zu einer leichten, statistisch nicht signifikanten Verstärkung der exzitatorischen HYPWS-Wirkung. Die Kombination mit einer Schwellenwertkonzentration des GABAB-Rezeptor-Antagonisten Phaclofen bewirkte hingegen eine signifikante Verstärkung. Dieser Effekt konnte durch den AMPA-Rezeptor-Antagonisten CNQX komplett inhibiert werden. <br>Daraus läßt sich folgern, daß die Exzitation durch eine agonistische Wirkung auf AMPA-Rezeptoren erzeugt und durch eine erhöhte Glutamatkonzentration im synaptischen Spalt verstärkt wird. Die erhöhte Glutamatkonzentration wird durch die Blockierung präsynaptischer GABAB-Rezeptoren erreicht. <br>Einer AMPA-Rezeptor potenzierenden Substanz (LY392098) wurde in tierexperimentellen Depressionsmodellen eine antidepressive Wirksamkeit nachgewiesen. Der nachgewiesene Wirkmechanismus kann somit nicht nur die Exzitation, sondern auch die antidepressive Wirkung von HYPWS erklären. Die antidepressive Wirkung wird wahrscheinlich durch eine indirekte GABAerge Komponente unterstützt. <br>Hypericin und Hyperforin sind somit nicht die einzigen neuroaktiven Bestandteile von Hypericum perforatum. Die wasserlöslichen Bestandteile sollten daher bei der Standardisierung von Hypericumpräparaten berücksichtigt werden. Eine nähere Untersuchung der einzelnen Bestandteile von HYPWS wäre wünschenswert und würde eine exaktere Standardisierung von Hypericumpräparaten erlauben.","The antidepressant mechanism of Hypericum perforatum (St John’s wort) is not yet completely understood. Two of its components, Hypericin and Hyperforin, were considered to be the main neuroactive constituents of St John’s wort extracts. <br>A hydro soluble fraction of Hypericum perforatum (HYPWS, hypericum perforatum water soluble), which contains neither Hypericin nor Hyperforin, was demonstrated to have excitatory effects and to reveal antidepressant efficacy in a behavioural despair test. In the present study, the way of action of HYPWS was electro physiologically investigated and its influence in the low magnesium model and on LTP (long term potentiation) was observed. The experiments were performed by evoking population spikes or excitatory postsynaptic potentials in guinea pig hippocampal slices. <br>HYPWS raised the frequency of potentials in the low magnesium model. This effect was not statistically significant. Therefore an anticonvulsive effect doesn’t seem likely. The slight excitatory effect of HYPWS in the low magnesium model correlates with the known excitatory HYPWS effect. Whether the observed acceleration of the frequency reflects a proconvulsive effect, cannot be deduced from this result. A proconvulsive activity has not yet been described as a side effect of Hypericum extracts. <br>There was no statistically significant influence of HYPWS on LTP. It has to be considered that an adjusting regulation was preformed during the experiments. Without this adjustment there might have been a significant potentiation of LTP. This would correlate with the known nootropic effect of Hypericum extracts. <br>The excitatory mechanism could be explained by experiments in which HYPWS was combined with antagonists. <br>An excitation can be transmitted by an agonistic effect on postsynaptic glutamate receptors. An effect of HYPWS on NMDA-receptors seemed unlikely considering the results of HYPWS tested in the low magnesium model and tested for its influence on LTP. The excitatory HYPWS-effect could be blocked completely when combined with the AMPA-receptor-antagonist CNQX. Therefore the excitation seems to be transmitted via AMPA-receptors. <br>Another possible way to evoke an excitation is to block inhibitory receptors. Thus, experiments were performed in which HYPWS was combined with threshold concentrations of GABA-receptor antagonists. The combination with the threshold concentration of the GABAA-receptor-antagonist Bicuculline resulted in a slight, statistically not significant increase of the excitatory HYPWS effect. The combination with the threshold concentration of the GABAB-receptor-antagonist Phaclofen resulted in a statistically significant increase. This effect could be blocked completely by the AMPA-receptor-antagonist CNQX. <br>Reviewing these results it can be concluded, that the excitation is transmitted by an agonistic effect on postsynaptic AMPA-receptors. This effect is potentiated by a raised glutamate concentration in the synaptic gap. The raised glutamate concentration is evoked by an inhibition of presynaptic GABAB-receptors. <br>An AMPA-receptor potentiating substance (LY392098) was shown to have an antidepressant effect in a behavioural despair test. Therefore the AMPA-receptor agonistic effect can not only explain the excitatory effect but the antidepressant activity of HPWS. The antidepressant activity is probably supported by an indirect GABAergic effect. <br>Hypericin and Hyperforin are therefore not the only neuroactive constituents of Hypericum perforatum. The hydro soluble components should be considered in the standardisation of Hypericum extracts. A more detailed investigation of the different components of HYPWS would be important and would allow a more exact standardisation of Hypericum extracts. <br>The antidepressant mechanism of Hypericum perforatum (St John’s wort) is not yet completely understood. Two of its components, Hypericin and Hyperforin, were considered to be the main neuroactive constituents of St John’s wort extracts. <br>A hydro soluble fraction of Hypericum perforatum (HYPWS, hypericum perforatum water soluble), which contains neither Hypericin nor Hyperforin, was demonstrated to have excitatory effects and to reveal antidepressant efficacy in a behavioural despair test. In the present study, the way of action of HYPWS was electro physiologically investigated and its influence in the low magnesium model and on LTP (long term potentiation) was observed. The experiments were performed by evoking population spikes or excitatory postsynaptic potentials in guinea pig hippocampal slices. <br>HYPWS raised the frequency of potentials in the low magnesium model. This effect was not statistically significant. Therefore an anticonvulsive effect doesn’t seem likely. The slight excitatory effect of HYPWS in the low magnesium model correlates with the known excitatory HYPWS effect. Whether the observed acceleration of the frequency reflects a proconvulsive effect, cannot be deduced from this result. A proconvulsive activity has not yet been described as a side effect of Hypericum extracts. <br>There was no statistically significant influence of HYPWS on LTP. It has to be considered that an adjusting regulation was preformed during the experiments. Without this adjustment there might have been a significant potentiation of LTP. This would correlate with the known nootropic effect of Hypericum extracts. <br>The excitatory mechanism could be explained by experiments in which HYPWS was combined with antagonists. <br>An excitation can be transmitted by an agonistic effect on postsynaptic glutamate receptors. An effect of HYPWS on NMDA-receptors seemed unlikely considering the results of HYPWS tested in the low magnesium model and tested for its influence on LTP. The excitatory HYPWS-effect could be blocked completely when combined with the AMPA-receptor-antagonist CNQX. Therefore the excitation seems to be transmitted via AMPA-receptors. <br>Another possible way to evoke an excitation is to block inhibitory receptors. Thus, experiments were performed in which HYPWS was combined with threshold concentrations of GABA-receptor antagonists. The combination with the threshold concentration of the GABAA-receptor-antagonist Bicuculline resulted in a slight, statistically not significant increase of the excitatory HYPWS effect. The combination with the threshold concentration of the GABAB-receptor-antagonist Phaclofen resulted in a statistically significant increase. This effect could be blocked completely by the AMPA-receptor-antagonist CNQX. <br>Reviewing these results it can be concluded, that the excitation is transmitted by an agonistic effect on postsynaptic AMPA-receptors. This effect is potentiated by a raised glutamate concentration in the synaptic gap. The raised glutamate concentration is evoked by an inhibition of presynaptic GABAB-receptors. <br>An AMPA-receptor potentiating substance (LY392098) was shown to have an antidepressant effect in a behavioural despair test. Therefore the AMPA-receptor agonistic effect can not only explain the excitatory effect but the antidepressant activity of HPWS. The antidepressant activity is probably supported by an indirect GABAergic effect. <br>Hypericin and Hyperforin are therefore not the only neuroactive constituents of Hypericum perforatum. The hydro soluble components should be considered in the standardisation of Hypericum extracts. A more detailed investigation of the different components of HYPWS would be important and would allow a more exact standardisation of Hypericum extracts."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Neurophysiologische Charakterisierung der wasserlöslichen Fraktion eines Johanniskrautextraktes und dessen Einfluß auf die Langzeitpotenzierung","Neurophysiological characterisation of the hydro soluble fraction of a St John's wort extract and its influence on long term potentiation"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Walden, Jörg"],"dc:creator":["Heinen, Marianne"],"dc:description.abstract":["Der antidepressive Wirkmechanismus von Hypericum perforatum (Johanniskraut) ist noch nicht vollständig geklärt. Er scheint sich aus mehreren Wirkkomponenten zusammenzusetzen. Zwei der Wirkstoffe, Hypericin und Hyperforin, hielt man bislang für die wesentlichen neuroaktiven Bestandteile von Johanniskrautextrakten. <br>Eine wasserlösliche Fraktion von Hypericum perforatum (HYPWS, hypericum perforatum water soluble), die weder Hypericin noch Hyperforin enthält, zeigte in Vorversuchen exzitatorische Eigenschaften und war in tierexperimentellen Depressionsmodellen antidepressiv wirksam. Die elektrophysiologische Untersuchung des Wirkmechanismus von HYPWS und sein Verhalten im Niedrig-Magnesium-Modell sowie sein Einfluß auf LTP (Langzeitpotenzierung) sind Inhalt dieser Arbeit. Die Untersuchungen wurden an hippocampalen Gewebsschnitten von Meerschweinchen vorgenommen. Es wurde mit zwei elektrophysiologischen Ableitungsmustern gearbeitet: mit PS (population spikes) und EPSP (exzitatorische postsynaptische Potentiale). <br>Im Niedrig-Magnesium-Modell führte HYPWS zu einer nicht signifikanten Erhöhung der Feuerungsrate. Eine antikonvulsive Wirkung erscheint daher unwahrscheinlich. Die eher erregende Wirkung von HYPWS im Niedrig-Magnesium-Modell paßt zu der nachgewiesenen exzitatorischen HYPWS-Wirkung. Ob die beobachtete Frequenzzunahme einer tatsächlichen prokonvulsiven Wirkung entspricht, läßt sich daraus nicht folgern. Eine Senkung der Krampfschwelle ist als Nebenwirkung von Hypericumpräparaten bislang nicht beschrieben worden. <br>Auch auf LTP hatte HYPWS keinen signifikanten Einfluß. Allerdings wurde eine Anpassungsregulierung im Versuchsablauf vorgenommen, ohne die eventuell eine signifikante LTP-Erhöhung zu beobachten gewesen wäre. Dies wäre mit der nachgewiesenen nootropen Wirksamkeit von Hypericumpräparaten vereinbar. <br>Durch Kombinationsversuche mit Antagonisten konnte der Wirkmechanismus der exzitatorischen HYPWS-Wirkung entschlüsselt werden. Eine Exzitation kann zum einen durch eine agonistische Wirkung auf postsynaptische Glutamatrezeptoren vermittelt werden. Eine mögliche HYPWS-Wirkung auf NMDA-Rezeptoren war bereits anhand der Niedrig-Magnesium-Modell-Versuche und der LTP-Versuche untersucht worden. Eine agonistische HYPWS-Wirkung auf NMDA-Rezeptoren erscheint aufgrund der Ergebnisse unwahrscheinlich. Die exzitatorische HYPWS-Wirkung konnte durch die Kombination mit dem AMPA-Rezeptor-Antagonisten CNQX komplett aufgehoben. Die Exzitation scheint also über AMPA-Rezeptoren vermittelt zu sein. <br>Zum anderen kann eine Exzitation durch die Hemmung inhibitorischer Rezeptoren vermittelt werden. Daher wurden Kombinationsversuche von HYPWS mit Schwellenwertkonzentrationen von GABA-Rezeptor-Antagonisten durchgeführt. Die Kombination mit einer Schwellenwertkonzentration des GABAA-Rezeptor-Antagonisten Bicucullin führte zu einer leichten, statistisch nicht signifikanten Verstärkung der exzitatorischen HYPWS-Wirkung. Die Kombination mit einer Schwellenwertkonzentration des GABAB-Rezeptor-Antagonisten Phaclofen bewirkte hingegen eine signifikante Verstärkung. Dieser Effekt konnte durch den AMPA-Rezeptor-Antagonisten CNQX komplett inhibiert werden. <br>Daraus läßt sich folgern, daß die Exzitation durch eine agonistische Wirkung auf AMPA-Rezeptoren erzeugt und durch eine erhöhte Glutamatkonzentration im synaptischen Spalt verstärkt wird. Die erhöhte Glutamatkonzentration wird durch die Blockierung präsynaptischer GABAB-Rezeptoren erreicht. <br>Einer AMPA-Rezeptor potenzierenden Substanz (LY392098) wurde in tierexperimentellen Depressionsmodellen eine antidepressive Wirksamkeit nachgewiesen. Der nachgewiesene Wirkmechanismus kann somit nicht nur die Exzitation, sondern auch die antidepressive Wirkung von HYPWS erklären. Die antidepressive Wirkung wird wahrscheinlich durch eine indirekte GABAerge Komponente unterstützt. <br>Hypericin und Hyperforin sind somit nicht die einzigen neuroaktiven Bestandteile von Hypericum perforatum. Die wasserlöslichen Bestandteile sollten daher bei der Standardisierung von Hypericumpräparaten berücksichtigt werden. Eine nähere Untersuchung der einzelnen Bestandteile von HYPWS wäre wünschenswert und würde eine exaktere Standardisierung von Hypericumpräparaten erlauben. <br>Der antidepressive Wirkmechanismus von Hypericum perforatum (Johanniskraut) ist noch nicht vollständig geklärt. Er scheint sich aus mehreren Wirkkomponenten zusammenzusetzen. Zwei der Wirkstoffe, Hypericin und Hyperforin, hielt man bislang für die wesentlichen neuroaktiven Bestandteile von Johanniskrautextrakten. <br>Eine wasserlösliche Fraktion von Hypericum perforatum (HYPWS, hypericum perforatum water soluble), die weder Hypericin noch Hyperforin enthält, zeigte in Vorversuchen exzitatorische Eigenschaften und war in tierexperimentellen Depressionsmodellen antidepressiv wirksam. Die elektrophysiologische Untersuchung des Wirkmechanismus von HYPWS und sein Verhalten im Niedrig-Magnesium-Modell sowie sein Einfluß auf LTP (Langzeitpotenzierung) sind Inhalt dieser Arbeit. Die Untersuchungen wurden an hippocampalen Gewebsschnitten von Meerschweinchen vorgenommen. Es wurde mit zwei elektrophysiologischen Ableitungsmustern gearbeitet: mit PS (population spikes) und EPSP (exzitatorische postsynaptische Potentiale). <br>Im Niedrig-Magnesium-Modell führte HYPWS zu einer nicht signifikanten Erhöhung der Feuerungsrate. Eine antikonvulsive Wirkung erscheint daher unwahrscheinlich. Die eher erregende Wirkung von HYPWS im Niedrig-Magnesium-Modell paßt zu der nachgewiesenen exzitatorischen HYPWS-Wirkung. Ob die beobachtete Frequenzzunahme einer tatsächlichen prokonvulsiven Wirkung entspricht, läßt sich daraus nicht folgern. Eine Senkung der Krampfschwelle ist als Nebenwirkung von Hypericumpräparaten bislang nicht beschrieben worden. <br>Auch auf LTP hatte HYPWS keinen signifikanten Einfluß. Allerdings wurde eine Anpassungsregulierung im Versuchsablauf vorgenommen, ohne die eventuell eine signifikante LTP-Erhöhung zu beobachten gewesen wäre. Dies wäre mit der nachgewiesenen nootropen Wirksamkeit von Hypericumpräparaten vereinbar. <br>Durch Kombinationsversuche mit Antagonisten konnte der Wirkmechanismus der exzitatorischen HYPWS-Wirkung entschlüsselt werden. Eine Exzitation kann zum einen durch eine agonistische Wirkung auf postsynaptische Glutamatrezeptoren vermittelt werden. Eine mögliche HYPWS-Wirkung auf NMDA-Rezeptoren war bereits anhand der Niedrig-Magnesium-Modell-Versuche und der LTP-Versuche untersucht worden. Eine agonistische HYPWS-Wirkung auf NMDA-Rezeptoren erscheint aufgrund der Ergebnisse unwahrscheinlich. Die exzitatorische HYPWS-Wirkung konnte durch die Kombination mit dem AMPA-Rezeptor-Antagonisten CNQX komplett aufgehoben. Die Exzitation scheint also über AMPA-Rezeptoren vermittelt zu sein. <br>Zum anderen kann eine Exzitation durch die Hemmung inhibitorischer Rezeptoren vermittelt werden. Daher wurden Kombinationsversuche von HYPWS mit Schwellenwertkonzentrationen von GABA-Rezeptor-Antagonisten durchgeführt. Die Kombination mit einer Schwellenwertkonzentration des GABAA-Rezeptor-Antagonisten Bicucullin führte zu einer leichten, statistisch nicht signifikanten Verstärkung der exzitatorischen HYPWS-Wirkung. Die Kombination mit einer Schwellenwertkonzentration des GABAB-Rezeptor-Antagonisten Phaclofen bewirkte hingegen eine signifikante Verstärkung. Dieser Effekt konnte durch den AMPA-Rezeptor-Antagonisten CNQX komplett inhibiert werden. <br>Daraus läßt sich folgern, daß die Exzitation durch eine agonistische Wirkung auf AMPA-Rezeptoren erzeugt und durch eine erhöhte Glutamatkonzentration im synaptischen Spalt verstärkt wird. Die erhöhte Glutamatkonzentration wird durch die Blockierung präsynaptischer GABAB-Rezeptoren erreicht. <br>Einer AMPA-Rezeptor potenzierenden Substanz (LY392098) wurde in tierexperimentellen Depressionsmodellen eine antidepressive Wirksamkeit nachgewiesen. Der nachgewiesene Wirkmechanismus kann somit nicht nur die Exzitation, sondern auch die antidepressive Wirkung von HYPWS erklären. Die antidepressive Wirkung wird wahrscheinlich durch eine indirekte GABAerge Komponente unterstützt. <br>Hypericin und Hyperforin sind somit nicht die einzigen neuroaktiven Bestandteile von Hypericum perforatum. Die wasserlöslichen Bestandteile sollten daher bei der Standardisierung von Hypericumpräparaten berücksichtigt werden. Eine nähere Untersuchung der einzelnen Bestandteile von HYPWS wäre wünschenswert und würde eine exaktere Standardisierung von Hypericumpräparaten erlauben.","The antidepressant mechanism of Hypericum perforatum (St John’s wort) is not yet completely understood. Two of its components, Hypericin and Hyperforin, were considered to be the main neuroactive constituents of St John’s wort extracts. <br>A hydro soluble fraction of Hypericum perforatum (HYPWS, hypericum perforatum water soluble), which contains neither Hypericin nor Hyperforin, was demonstrated to have excitatory effects and to reveal antidepressant efficacy in a behavioural despair test. In the present study, the way of action of HYPWS was electro physiologically investigated and its influence in the low magnesium model and on LTP (long term potentiation) was observed. The experiments were performed by evoking population spikes or excitatory postsynaptic potentials in guinea pig hippocampal slices. <br>HYPWS raised the frequency of potentials in the low magnesium model. This effect was not statistically significant. Therefore an anticonvulsive effect doesn’t seem likely. The slight excitatory effect of HYPWS in the low magnesium model correlates with the known excitatory HYPWS effect. Whether the observed acceleration of the frequency reflects a proconvulsive effect, cannot be deduced from this result. A proconvulsive activity has not yet been described as a side effect of Hypericum extracts. <br>There was no statistically significant influence of HYPWS on LTP. It has to be considered that an adjusting regulation was preformed during the experiments. Without this adjustment there might have been a significant potentiation of LTP. This would correlate with the known nootropic effect of Hypericum extracts. <br>The excitatory mechanism could be explained by experiments in which HYPWS was combined with antagonists. <br>An excitation can be transmitted by an agonistic effect on postsynaptic glutamate receptors. An effect of HYPWS on NMDA-receptors seemed unlikely considering the results of HYPWS tested in the low magnesium model and tested for its influence on LTP. The excitatory HYPWS-effect could be blocked completely when combined with the AMPA-receptor-antagonist CNQX. Therefore the excitation seems to be transmitted via AMPA-receptors. <br>Another possible way to evoke an excitation is to block inhibitory receptors. Thus, experiments were performed in which HYPWS was combined with threshold concentrations of GABA-receptor antagonists. The combination with the threshold concentration of the GABAA-receptor-antagonist Bicuculline resulted in a slight, statistically not significant increase of the excitatory HYPWS effect. The combination with the threshold concentration of the GABAB-receptor-antagonist Phaclofen resulted in a statistically significant increase. This effect could be blocked completely by the AMPA-receptor-antagonist CNQX. <br>Reviewing these results it can be concluded, that the excitation is transmitted by an agonistic effect on postsynaptic AMPA-receptors. This effect is potentiated by a raised glutamate concentration in the synaptic gap. The raised glutamate concentration is evoked by an inhibition of presynaptic GABAB-receptors. <br>An AMPA-receptor potentiating substance (LY392098) was shown to have an antidepressant effect in a behavioural despair test. Therefore the AMPA-receptor agonistic effect can not only explain the excitatory effect but the antidepressant activity of HPWS. The antidepressant activity is probably supported by an indirect GABAergic effect. <br>Hypericin and Hyperforin are therefore not the only neuroactive constituents of Hypericum perforatum. The hydro soluble components should be considered in the standardisation of Hypericum extracts. A more detailed investigation of the different components of HYPWS would be important and would allow a more exact standardisation of Hypericum extracts. <br>The antidepressant mechanism of Hypericum perforatum (St John’s wort) is not yet completely understood. Two of its components, Hypericin and Hyperforin, were considered to be the main neuroactive constituents of St John’s wort extracts. <br>A hydro soluble fraction of Hypericum perforatum (HYPWS, hypericum perforatum water soluble), which contains neither Hypericin nor Hyperforin, was demonstrated to have excitatory effects and to reveal antidepressant efficacy in a behavioural despair test. In the present study, the way of action of HYPWS was electro physiologically investigated and its influence in the low magnesium model and on LTP (long term potentiation) was observed. The experiments were performed by evoking population spikes or excitatory postsynaptic potentials in guinea pig hippocampal slices. <br>HYPWS raised the frequency of potentials in the low magnesium model. This effect was not statistically significant. Therefore an anticonvulsive effect doesn’t seem likely. The slight excitatory effect of HYPWS in the low magnesium model correlates with the known excitatory HYPWS effect. Whether the observed acceleration of the frequency reflects a proconvulsive effect, cannot be deduced from this result. A proconvulsive activity has not yet been described as a side effect of Hypericum extracts. <br>There was no statistically significant influence of HYPWS on LTP. It has to be considered that an adjusting regulation was preformed during the experiments. Without this adjustment there might have been a significant potentiation of LTP. This would correlate with the known nootropic effect of Hypericum extracts. <br>The excitatory mechanism could be explained by experiments in which HYPWS was combined with antagonists. <br>An excitation can be transmitted by an agonistic effect on postsynaptic glutamate receptors. An effect of HYPWS on NMDA-receptors seemed unlikely considering the results of HYPWS tested in the low magnesium model and tested for its influence on LTP. The excitatory HYPWS-effect could be blocked completely when combined with the AMPA-receptor-antagonist CNQX. Therefore the excitation seems to be transmitted via AMPA-receptors. <br>Another possible way to evoke an excitation is to block inhibitory receptors. Thus, experiments were performed in which HYPWS was combined with threshold concentrations of GABA-receptor antagonists. The combination with the threshold concentration of the GABAA-receptor-antagonist Bicuculline resulted in a slight, statistically not significant increase of the excitatory HYPWS effect. The combination with the threshold concentration of the GABAB-receptor-antagonist Phaclofen resulted in a statistically significant increase. This effect could be blocked completely by the AMPA-receptor-antagonist CNQX. <br>Reviewing these results it can be concluded, that the excitation is transmitted by an agonistic effect on postsynaptic AMPA-receptors. This effect is potentiated by a raised glutamate concentration in the synaptic gap. The raised glutamate concentration is evoked by an inhibition of presynaptic GABAB-receptors. <br>An AMPA-receptor potentiating substance (LY392098) was shown to have an antidepressant effect in a behavioural despair test. Therefore the AMPA-receptor agonistic effect can not only explain the excitatory effect but the antidepressant activity of HPWS. The antidepressant activity is probably supported by an indirect GABAergic effect. <br>Hypericin and Hyperforin are therefore not the only neuroactive constituents of Hypericum perforatum. The hydro soluble components should be considered in the standardisation of Hypericum extracts. A more detailed investigation of the different components of HYPWS would be important and would allow a more exact standardisation of Hypericum extracts."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["AMPA-Rezeptor","GABA B-Rezeptor","St John's wort","Hypericum","depression","AMPA-receptor","GABA B-receptor"],"dc:title":["Neurophysiologische Charakterisierung der wasserlöslichen Fraktion eines Johanniskrautextraktes und dessen Einfluß auf die Langzeitpotenzierung","Neurophysiological characterisation of the hydro soluble fraction of a St John's wort extract and its influence on long term potentiation"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:22:10Z"}