University of Freiburg
Studien zur Pathogenität von Armillaria spp. an Bäumen nach temporärer Überflutung
Abstract
dc:description.abstractVor dem Hintergrund massiver Rindenschäden an verschiedenen Baumarten in einem 1992 eingerichteten Regenrückhaltebecken bei Freiburg i. Br. sollte die Rolle von Armillaria spp. bei der Schadentwicklung bonitiert werden. Basierend auf den Ergebnissen vieler Studien über die Pathogenität von Armillaria spp. wurde in weiterführenden Untersuchungen der Einfluss von Überflutungen als prädispositionierender Faktor betrachtet. In verschiedenen Versuchsansätzen wurden neben den beiden parasitären Arten Armillaria mellea und A. ostoyae, auch die weniger aggressiven Arten A. gallica, A. borealis und A. cepistipes untersucht. <br>In Laborversuchen konnte der stimulierende Einfluss von Ethanol auf das Wachstum der fünf beringten Armillaria – Arten Europas erwiesen werden. Histologische Studien über die Holzzersetzungsmuster der fünf Arten unter kontrollierten Bedingungen ergaben deutliche Unterschiede innerhalb der Gattung. Durch die Entnahme von Proben aus geschädigten Bäumen des Regenrückhaltebeckens, konnten zunächst Reinkulturen von Armillaria spp. gewonnen und kultiviert werden. Verschiedene Identifikationsmethoden bestätigten die Anwesenheit zweier Armillaria – Arten auf der Fläche. Die Änderung des Auftretens von Armillaria spp. in Abhängigkeit von zwei künstlich regulierten Flutungen des Regenrückhaltebeckens wurde mittels Fruchtkörperkartierungen dokumentiert. In der Hauptstudie wurden flutungstolerante Stieleichen (Quercus robur) und flutungssensitive Buchen (Fagus sylvatica) mit A. mellea bzw. A. gallica inokuliert und mit unterschiedlichen Flutungsperioden konfrontiert. Mittels makroskopischer und lichtmikroskopischer Analysen konnten dann die unterschiedlichen Effekte der Flutungen bzw. der Inokula bonitiert werden. Histologische Studien an Buchen - und Eichen – Topfpflanzen, welche unterschiedlich lang überflutet wurden, ergaben keine unmittelbaren Veränderungen des Stärkegehaltes in Stamm und Wurzeln. Mittels schalltomographischer Studien an ausgewählten Bäumen im Regenrückhaltebecken konnte ermittelt werden, das solche Rindennekrosen keine geeigneten Eintrittspforten für Armillaria spp. darstellen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Ferner, Simon David
- Contributors dc:contributor
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- Fink, Siegfried
Subjects
dc:subject × 6Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1363
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1363