{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1353"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1353","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Nachweis und genetische Analyse der cag Pathogenitätsinsel von Helicobacter pylori mit neuen, molekularbiologischen Methoden","abstract":"Die cag-PAI ist ein wichtiger Virulenzfaktor von H. pylori und mit schwereren <br>Krankheitsverläufen der H. pylori-Infektion wie Magenulkus- und Malignombildung <br>assoziiert. Im Rahmen dieser Arbeit wurden zwei diagnostische Methoden zur Analyse der cag-PAI von H. pylori etabliert. Dabei konnte gezeigt werden, daß die PCR-Analyse und der DNA-Makroarray auf Basis der Southern-Hybridisierung geeignete diagnostische Werkzeuge zur Analyse der cag-PAI von H. pylori darstellen. Mit Hilfe dieser Methoden konnte die DNA von insgesamt 23 natürlichen H. pylori-Isolaten nicht nur auf die An- oder Abwesenheit der gesamten cag-PAI, sondern auch auf das Vorhandensein einzelner cag-PAI Gene überprüft werden. <br>Die Ergebnisse bestätigten einen Zusammenhang zwischen vermehrter IL-8 Induktion von H. pylori-Stämmen mit der Anwesenheit der cag-PAI. So besaßen die stark IL-8 induzierenden H. pylori-Isolate G27, 151, HV89 und 2022 eine cag-PAI, während die schwach IL-8 induzierenden H. pylori Isolate 2025, 2047 und 2067 keine cag-PAI aufwiesen. Eine Ausnahme war das H. pylori Isolat 2074, das trotz einer vollständig vorhandenen cag-PAI kein IL-8 induzierte. Die Ergebnisse unterstreichen auch den Zusammenhang zwischen erhöhter Virulenz von H. pylori-Isolaten und der Anwesenheit der cag-PAI. So besaßen die H. pylori-Isolate 1A, 2A, 3C, 4A und 5A, die von Patienten mit Ulkuskrankheit stammten, eine cag-PAI, während bei den H. pylori-Isolaten 3109A, 3039A, 3068Aund 2035A, isoliert von Patienten mit chronischer Dyspepsie, keine cag-PAI nachweisbar war. Eine Ausnahme war das H. pylori Isolat 2035C, das ebenfalls von einem Patienten mit chronischer Dyspepsie stammte, aber eine cag-PAI aufwies. Die Ergebnisse reflektieren auch die genetische Variabilität der cag-PAI von H. pylori wie die Deletion und Insertion des cag7 Gens bei den H. pylori-Isolaten 1A, 2A, HV89, 151 und 2035C zeigt. Allerdings hat das cag7 Gen der cag-PAI von H. pylori anscheinend keinen Einfluß auf die Virulenz oder auf die Fähigkeit von H. pylori, IL-8 zu induzieren. Die Insertionssequenzen an der Stelle des cag7-Gens erbrachten keine Homologien beim Vergleich mit Sequenzdatenbanken. Mit Hilfe der Southern-Hybridisierung konnte des weiteren die cag-PAI des H. pylori-Stammes SS-1 bei in vivo-Kultivierung, nämlich im Mausmodell mit C57Bl/6-Mäusen analysiert werden. Sowohl H. pylori Elternstamm SS1 als auch seine Derivate RM-SS und M39-4 besaßen die vollständige cag-PAI.","abstract_html":"Die cag-PAI ist ein wichtiger Virulenzfaktor von H. pylori und mit schwereren &lt;br&gt;Krankheitsverläufen der H. pylori-Infektion wie Magenulkus- und Malignombildung &lt;br&gt;assoziiert. Im Rahmen dieser Arbeit wurden zwei diagnostische Methoden zur Analyse der cag-PAI von H. pylori etabliert. Dabei konnte gezeigt werden, daß die PCR-Analyse und der DNA-Makroarray auf Basis der Southern-Hybridisierung geeignete diagnostische Werkzeuge zur Analyse der cag-PAI von H. pylori darstellen. 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So besaßen die H. pylori-Isolate 1A, 2A, 3C, 4A und 5A, die von Patienten mit Ulkuskrankheit stammten, eine cag-PAI, während bei den H. pylori-Isolaten 3109A, 3039A, 3068Aund 2035A, isoliert von Patienten mit chronischer Dyspepsie, keine cag-PAI nachweisbar war. Eine Ausnahme war das H. pylori Isolat 2035C, das ebenfalls von einem Patienten mit chronischer Dyspepsie stammte, aber eine cag-PAI aufwies. Die Ergebnisse reflektieren auch die genetische Variabilität der cag-PAI von H. pylori wie die Deletion und Insertion des cag7 Gens bei den H. pylori-Isolaten 1A, 2A, HV89, 151 und 2035C zeigt. Allerdings hat das cag7 Gen der cag-PAI von H. pylori anscheinend keinen Einfluß auf die Virulenz oder auf die Fähigkeit von H. pylori, IL-8 zu induzieren. Die Insertionssequenzen an der Stelle des cag7-Gens erbrachten keine Homologien beim Vergleich mit Sequenzdatenbanken. 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Die Ergebnisse unterstreichen auch den Zusammenhang zwischen erhöhter Virulenz von H. pylori-Isolaten und der Anwesenheit der cag-PAI. So besaßen die H. pylori-Isolate 1A, 2A, 3C, 4A und 5A, die von Patienten mit Ulkuskrankheit stammten, eine cag-PAI, während bei den H. pylori-Isolaten 3109A, 3039A, 3068Aund 2035A, isoliert von Patienten mit chronischer Dyspepsie, keine cag-PAI nachweisbar war. Eine Ausnahme war das H. pylori Isolat 2035C, das ebenfalls von einem Patienten mit chronischer Dyspepsie stammte, aber eine cag-PAI aufwies. Die Ergebnisse reflektieren auch die genetische Variabilität der cag-PAI von H. pylori wie die Deletion und Insertion des cag7 Gens bei den H. pylori-Isolaten 1A, 2A, HV89, 151 und 2035C zeigt. Allerdings hat das cag7 Gen der cag-PAI von H. pylori anscheinend keinen Einfluß auf die Virulenz oder auf die Fähigkeit von H. pylori, IL-8 zu induzieren. Die Insertionssequenzen an der Stelle des cag7-Gens erbrachten keine Homologien beim Vergleich mit Sequenzdatenbanken. Mit Hilfe der Southern-Hybridisierung konnte des weiteren die cag-PAI des H. pylori-Stammes SS-1 bei in vivo-Kultivierung, nämlich im Mausmodell mit C57Bl/6-Mäusen analysiert werden. Sowohl H. pylori Elternstamm SS1 als auch seine Derivate RM-SS und M39-4 besaßen die vollständige cag-PAI.","The cag-pathogenicity-island (cag-PAI) is an important virulence-factor of H. pylori and is associated with severe course of H. pylori infection like stomach ulcer and cause of neoplasms. <br>In this thesis two diagnostic tools for analysis of the cag-PAI of H. pylori were established. It could be demonstrated, that PCR-analysis and the DNA-makroarray according to the principle of Southern-Hybridisation are appropriate diagnostic tools for analysis of the cag-PAI of H. pylori. <br>With the aid of these methods the DNA of altogether 23 natural H. pylori-isolates could be tested both for existence or absence of the cag-PAI and existence of every single cag-PAI-gene. The results confirmed a relationship between increased IL-8 (interleucin-8) induction of H. pylori-strains that possessed the cag-PAI. <br>Consequently the strongly IL-8 inducing H. pylori-isolates G27, 151, HV89 and 2022 possessed a cag-PAI whereas the hardly Il-8 inducing H. pylori isolates 2025, 2047 and 2067 had no cag-PAI. An exception was H. pylori isolate 2074, that didn´t induce IL-8 although it possessed the complete cag-PAI. The results confirm a relationship between increased virulence of H. pylori-isolates that had the cag-PAI. For example the H. pylori-isolates 1A, 2A, 3C, 4A and 5A, isolated from patients with peptic ulcer, possessed a cag-PAI, whereas the H. pylori-isolates 3109A, 3039A, 3068A and 2035A isolated from patient with chronic dyspepsia didn´t have a cag-PAI. An exception was the H. pylori isolate 2035C isolated from a patient with chronic dyspepsia as well, that possessed a cag-PAI. <br>These results reflect the genetic variety of the cag-PAI of H. pylori further demonstrated by detection of mutations of the cag7 gene of the H. pylori-isolates 1A, 2A, HV89, 151 and 2035 C too. Although the cag7 gene itself apparently didn´t have an influence on virulence or ability of H. pylori, to induce IL-8. The mutation sequences instead of the cag7 gene had no equivalence with sequence data banks. <br>With help of the southern-hybridisation we could analyse the cag-PAI of the H. pylori-strain SS-1 cultivated under in vivo conditions in a mouse-model with C57Bl/6-mouses. Both H. pylori parental generation SS1 and the descendants RM-SS and M39-4 possessed the complete cag-PAI."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Nachweis und genetische Analyse der cag Pathogenitätsinsel von Helicobacter pylori mit neuen, molekularbiologischen Methoden","Detection and genetic analysis of the cag pathogenicity island of Helicobacter pylori with new, molecular biological methods"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Kist, Manfred"],"dc:creator":["Herbold, Mareike"],"dc:description.abstract":["Die cag-PAI ist ein wichtiger Virulenzfaktor von H. pylori und mit schwereren <br>Krankheitsverläufen der H. pylori-Infektion wie Magenulkus- und Malignombildung <br>assoziiert. Im Rahmen dieser Arbeit wurden zwei diagnostische Methoden zur Analyse der cag-PAI von H. pylori etabliert. Dabei konnte gezeigt werden, daß die PCR-Analyse und der DNA-Makroarray auf Basis der Southern-Hybridisierung geeignete diagnostische Werkzeuge zur Analyse der cag-PAI von H. pylori darstellen. Mit Hilfe dieser Methoden konnte die DNA von insgesamt 23 natürlichen H. pylori-Isolaten nicht nur auf die An- oder Abwesenheit der gesamten cag-PAI, sondern auch auf das Vorhandensein einzelner cag-PAI Gene überprüft werden. <br>Die Ergebnisse bestätigten einen Zusammenhang zwischen vermehrter IL-8 Induktion von H. pylori-Stämmen mit der Anwesenheit der cag-PAI. So besaßen die stark IL-8 induzierenden H. pylori-Isolate G27, 151, HV89 und 2022 eine cag-PAI, während die schwach IL-8 induzierenden H. pylori Isolate 2025, 2047 und 2067 keine cag-PAI aufwiesen. Eine Ausnahme war das H. pylori Isolat 2074, das trotz einer vollständig vorhandenen cag-PAI kein IL-8 induzierte. Die Ergebnisse unterstreichen auch den Zusammenhang zwischen erhöhter Virulenz von H. pylori-Isolaten und der Anwesenheit der cag-PAI. So besaßen die H. pylori-Isolate 1A, 2A, 3C, 4A und 5A, die von Patienten mit Ulkuskrankheit stammten, eine cag-PAI, während bei den H. pylori-Isolaten 3109A, 3039A, 3068Aund 2035A, isoliert von Patienten mit chronischer Dyspepsie, keine cag-PAI nachweisbar war. Eine Ausnahme war das H. pylori Isolat 2035C, das ebenfalls von einem Patienten mit chronischer Dyspepsie stammte, aber eine cag-PAI aufwies. Die Ergebnisse reflektieren auch die genetische Variabilität der cag-PAI von H. pylori wie die Deletion und Insertion des cag7 Gens bei den H. pylori-Isolaten 1A, 2A, HV89, 151 und 2035C zeigt. Allerdings hat das cag7 Gen der cag-PAI von H. pylori anscheinend keinen Einfluß auf die Virulenz oder auf die Fähigkeit von H. pylori, IL-8 zu induzieren. Die Insertionssequenzen an der Stelle des cag7-Gens erbrachten keine Homologien beim Vergleich mit Sequenzdatenbanken. Mit Hilfe der Southern-Hybridisierung konnte des weiteren die cag-PAI des H. pylori-Stammes SS-1 bei in vivo-Kultivierung, nämlich im Mausmodell mit C57Bl/6-Mäusen analysiert werden. Sowohl H. pylori Elternstamm SS1 als auch seine Derivate RM-SS und M39-4 besaßen die vollständige cag-PAI.","The cag-pathogenicity-island (cag-PAI) is an important virulence-factor of H. pylori and is associated with severe course of H. pylori infection like stomach ulcer and cause of neoplasms. <br>In this thesis two diagnostic tools for analysis of the cag-PAI of H. pylori were established. It could be demonstrated, that PCR-analysis and the DNA-makroarray according to the principle of Southern-Hybridisation are appropriate diagnostic tools for analysis of the cag-PAI of H. pylori. <br>With the aid of these methods the DNA of altogether 23 natural H. pylori-isolates could be tested both for existence or absence of the cag-PAI and existence of every single cag-PAI-gene. The results confirmed a relationship between increased IL-8 (interleucin-8) induction of H. pylori-strains that possessed the cag-PAI. <br>Consequently the strongly IL-8 inducing H. pylori-isolates G27, 151, HV89 and 2022 possessed a cag-PAI whereas the hardly Il-8 inducing H. pylori isolates 2025, 2047 and 2067 had no cag-PAI. An exception was H. pylori isolate 2074, that didn´t induce IL-8 although it possessed the complete cag-PAI. The results confirm a relationship between increased virulence of H. pylori-isolates that had the cag-PAI. For example the H. pylori-isolates 1A, 2A, 3C, 4A and 5A, isolated from patients with peptic ulcer, possessed a cag-PAI, whereas the H. pylori-isolates 3109A, 3039A, 3068A and 2035A isolated from patient with chronic dyspepsia didn´t have a cag-PAI. An exception was the H. pylori isolate 2035C isolated from a patient with chronic dyspepsia as well, that possessed a cag-PAI. <br>These results reflect the genetic variety of the cag-PAI of H. pylori further demonstrated by detection of mutations of the cag7 gene of the H. pylori-isolates 1A, 2A, HV89, 151 and 2035 C too. Although the cag7 gene itself apparently didn´t have an influence on virulence or ability of H. pylori, to induce IL-8. The mutation sequences instead of the cag7 gene had no equivalence with sequence data banks. <br>With help of the southern-hybridisation we could analyse the cag-PAI of the H. pylori-strain SS-1 cultivated under in vivo conditions in a mouse-model with C57Bl/6-mouses. 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