{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1343"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1343","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Der Einfluss von Speichel auf die Ausbildung einer CaF2-Schicht auf den Zahnschmelz nach Verwendung unterschiedlicher fluoridhaltiger Zahnpasten","abstract":"Ziel der vorliegenden In-situ-Arbeit war es, den Einfluss von Speichel auf die Ausbildung einer CaF2-Schicht auf den Zahnschmelz, nach Verwendung unterschiedlicher fluoridhaltiger Zahnpasten zu untersuchen. Als Maß diente die Aufnahme von lose gebundenem Fluorid (KOH-lösliches Fluorid). <br>Für diese Untersuchung wurden aus 140 Rinderzähnen 320 Schmelzproben hergestellt. Die Schmelzzylinder mit einem Durchmesser von 6mm wurden unter Aussparung der Oberfläche nach Einbettung in Technovit an der Ober und Unterseite planparallel geschliffen. Vier Experimente wurden durchgeführt, pro Versuchsdurchlauf wurden jeweils 80 Schmelzproben verwendet. <br>Im ersten Versuchsdurchlauf wurden 80 Schmelzproben mit einem Gemisch aus Elmex®-Zahpasta und Speichel (Verhältnis 1:1) für eine Stunde benetzt. Danach wurden die 80 Proben gereinigt und in zwei Gruppen aufgeteilt. 40 Proben wurden in Speichel und 40 Proben in Ampuwa (destilliertes Wasser) gelagert. Nach einer Stunde, einem Tag, zwei Tagen und nach fünf Tagen wurden jeweils 10 Proben aus dem Speichel und 10 Proben aus dem destillierten Wasser entnommen und die Menge des KOH-löslichen Fluorids bestimmt. Im zweiten Versuch wurden weitere 80 Proben mit einem Gemisch aus Elmex®-Zahnpasta und Ampuwa (Verhältnis 1:1) benetzt. Im dritten Versuch wurde ein Gemisch aus Aronal®-Zahnpasta und Speichel (Verhältnis 1:1) verwendet. Der letzte Versuchdurchlauf wurde mit einem Gemisch aus Aronal®-Zahnpasta und Ampuwa (Verhältnis 1:1) durchgeführt. Der jeweilige Versuchsablauf entsprach der ersten Versuchreihe. <br>Die Fluoridkonzentration des KOH-löslichen Fluorids war bei den Proben, die mit Elmex®-Zahnpasta benetzt wurden, signifikant höher als bei den Proben, die mit Aronal®-Zahnpasta benetzt wurden. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass die chemische Struktur einer organischen Fluoridverbindung (Elmex®-Zahnpasta) sich vorteilhaft auf die Bildung einer CaF2-Schicht auswirkt. Eine geringere Löslichkeit der Kalziumfluoridschicht, die durch den Einfluss von Speichel bedingt ist, konnte in dieser Studie nicht nachgewiesen werden.","abstract_html":"Ziel der vorliegenden In-situ-Arbeit war es, den Einfluss von Speichel auf die Ausbildung einer CaF2-Schicht auf den Zahnschmelz, nach Verwendung unterschiedlicher fluoridhaltiger Zahnpasten zu untersuchen. Als Maß diente die Aufnahme von lose gebundenem Fluorid (KOH-lösliches Fluorid). &lt;br&gt;Für diese Untersuchung wurden aus 140 Rinderzähnen 320 Schmelzproben hergestellt. Die Schmelzzylinder mit einem Durchmesser von 6mm wurden unter Aussparung der Oberfläche nach Einbettung in Technovit an der Ober und Unterseite planparallel geschliffen. Vier Experimente wurden durchgeführt, pro Versuchsdurchlauf wurden jeweils 80 Schmelzproben verwendet. &lt;br&gt;Im ersten Versuchsdurchlauf wurden 80 Schmelzproben mit einem Gemisch aus Elmex®-Zahpasta und Speichel (Verhältnis 1:1) für eine Stunde benetzt. Danach wurden die 80 Proben gereinigt und in zwei Gruppen aufgeteilt. 40 Proben wurden in Speichel und 40 Proben in Ampuwa (destilliertes Wasser) gelagert. Nach einer Stunde, einem Tag, zwei Tagen und nach fünf Tagen wurden jeweils 10 Proben aus dem Speichel und 10 Proben aus dem destillierten Wasser entnommen und die Menge des KOH-löslichen Fluorids bestimmt. Im zweiten Versuch wurden weitere 80 Proben mit einem Gemisch aus Elmex®-Zahnpasta und Ampuwa (Verhältnis 1:1) benetzt. Im dritten Versuch wurde ein Gemisch aus Aronal®-Zahnpasta und Speichel (Verhältnis 1:1) verwendet. Der letzte Versuchdurchlauf wurde mit einem Gemisch aus Aronal®-Zahnpasta und Ampuwa (Verhältnis 1:1) durchgeführt. Der jeweilige Versuchsablauf entsprach der ersten Versuchreihe. &lt;br&gt;Die Fluoridkonzentration des KOH-löslichen Fluorids war bei den Proben, die mit Elmex®-Zahnpasta benetzt wurden, signifikant höher als bei den Proben, die mit Aronal®-Zahnpasta benetzt wurden. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass die chemische Struktur einer organischen Fluoridverbindung (Elmex®-Zahnpasta) sich vorteilhaft auf die Bildung einer CaF2-Schicht auswirkt. 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Im zweiten Versuch wurden weitere 80 Proben mit einem Gemisch aus Elmex®-Zahnpasta und Ampuwa (Verhältnis 1:1) benetzt. Im dritten Versuch wurde ein Gemisch aus Aronal®-Zahnpasta und Speichel (Verhältnis 1:1) verwendet. Der letzte Versuchdurchlauf wurde mit einem Gemisch aus Aronal®-Zahnpasta und Ampuwa (Verhältnis 1:1) durchgeführt. Der jeweilige Versuchsablauf entsprach der ersten Versuchreihe. <br>Die Fluoridkonzentration des KOH-löslichen Fluorids war bei den Proben, die mit Elmex®-Zahnpasta benetzt wurden, signifikant höher als bei den Proben, die mit Aronal®-Zahnpasta benetzt wurden. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass die chemische Struktur einer organischen Fluoridverbindung (Elmex®-Zahnpasta) sich vorteilhaft auf die Bildung einer CaF2-Schicht auswirkt. Eine geringere Löslichkeit der Kalziumfluoridschicht, die durch den Einfluss von Speichel bedingt ist, konnte in dieser Studie nicht nachgewiesen werden.","The object of the following in-situ experiment was to investigate the effect of saliva on the formation of a CaF2 layer on enamel, after using various toothpastes containing fluoride. Measured was the up-take of loosely bound fluoride(KOH-soluble fluoride). <br> <br>For this experiment 320 samples of enamel were produced from 140 cows’ teeth. The enamel cylinders, with a diameter of 6mm, were ground flat on the upper and lower edges, whilst preserving the surface, after being embedded in technovit. Four experiments were carried out; 80 enamel samples were used in each experiment. <br> <br>In the first experiment 80 enamel samples were coated in a mixture of Elmex toothpaste and saliva (in a relation of 1:1) and allowed to stand for 1 hour. Subsequently the 80 samples were cleaned and divided into 2 groups. 40 samples were stored in saliva and 40 in Ampuwa (distilled water). 10 samples were taken out of the saliva and 10 from the distilled water after 1 hour, 1 day, 2 days and 5 days respectively and the amount of KOH-soluble fluoride established. In the second experiment a further 80 samples were coated with a mixture of Elmex toothpaste and Ampuwa (relation 1:1). In the third experiment a mixture of Aronal toothpaste and saliva (relation 1:1) was used. The last experiment was carried out with a mixture of Aronal toothpaste and Ampuwa (relation 1:1). The steps of each experiment corresponded to the first trial. <br> <br>In the samples that were coated with Elmex toothpaste the concentration of fluoride in the KOH-soluble fluoride was significantly higher than in the samples that were coated with Aronal toothpaste. From this data we can draw the conclusion that the chemical structure of an organically bound fluoride (Elmex toothpaste) has an advantageous effect on the formation of a CaF2 layer. 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Eine geringere Löslichkeit der Kalziumfluoridschicht, die durch den Einfluss von Speichel bedingt ist, konnte in dieser Studie nicht nachgewiesen werden.","The object of the following in-situ experiment was to investigate the effect of saliva on the formation of a CaF2 layer on enamel, after using various toothpastes containing fluoride. Measured was the up-take of loosely bound fluoride(KOH-soluble fluoride). <br> <br>For this experiment 320 samples of enamel were produced from 140 cows’ teeth. The enamel cylinders, with a diameter of 6mm, were ground flat on the upper and lower edges, whilst preserving the surface, after being embedded in technovit. Four experiments were carried out; 80 enamel samples were used in each experiment. <br> <br>In the first experiment 80 enamel samples were coated in a mixture of Elmex toothpaste and saliva (in a relation of 1:1) and allowed to stand for 1 hour. Subsequently the 80 samples were cleaned and divided into 2 groups. 40 samples were stored in saliva and 40 in Ampuwa (distilled water). 10 samples were taken out of the saliva and 10 from the distilled water after 1 hour, 1 day, 2 days and 5 days respectively and the amount of KOH-soluble fluoride established. In the second experiment a further 80 samples were coated with a mixture of Elmex toothpaste and Ampuwa (relation 1:1). In the third experiment a mixture of Aronal toothpaste and saliva (relation 1:1) was used. The last experiment was carried out with a mixture of Aronal toothpaste and Ampuwa (relation 1:1). The steps of each experiment corresponded to the first trial. <br> <br>In the samples that were coated with Elmex toothpaste the concentration of fluoride in the KOH-soluble fluoride was significantly higher than in the samples that were coated with Aronal toothpaste. 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