University of Freiburg
Präoperative Evaluierung von Transplantatnieren: Volumenselektive 31P-Magnet-Resonanz-Spektroskopie mittels Chemical Shift Imaging
Abstract
dc:description.abstractZiel dieser Arbeit war die Evaluation der volumenselektiven 31P-Magnet-Resonanz-Spektroskopie (31P -MRS) zur präoperativen Beurteilung von Nierentransplantaten. In früheren Studien stellte sich heraus, dass die nicht-volumenselektive 31P -MRS aufgrund großer Ungenauigkeiten, vor allem durch störende Einflüsse aus phosphorhaltigen Perfusionslösungen, zur präoperativen Abschätzung der Qualität eines Transplantates nicht <br>geeignet ist. Das Verfahren des Chemical Shift Imaging (CSI) erlaubt die Aufzeichnung von volumenselektiven 31P -Spektren. Hierbei wird unter Ausschluss des störenden Phosphates der <br>Perfusionslösung die gezielte Beurteilung von 31P –Spektren aus dem Nierengewebe möglich. Die einzelnen Peaks 31P -Spektren werden durch verschiedene phosphorhaltige Substanzklassen wie Phosphormonoester (PME), Phosphodiester (PDE), anorganisches Phosphat (Pi) und energiereiche Phosphate (ATP, etc.) hervorgerufen. Aus den Spektren wurden die relativen Konzentrationen an PME durch Berechnung des PME/Pi-Quotienten <br>ermittelt und mit verschiedenen klinischen Parametern der Nierenfunktion (Kreatinin, Harnstoff, Diurese...) nach Transplantation korreliert. Für eine Korrelation der aus den Spektren ermittelten Quotienten mit der Transplantatfunktion ist es notwendig, die Quotienten auf das Ende der Kaltischämiezeit (CIT) zu extrapolieren, da der PME/Pi-Quotient im Laufe der CIT ständig abfällt. Die für diese Extrapolation benötigte Zerfallskonstante a wurde jeweils für UW- und HTK-perfundierte Nieren an Nieren von Schlachtschweinen bestimmt. Es konnte gezeigt werden, dass der PME/Pi-Quotient im Laufe der CIT exponentiell abfällt. Die extrapolierten, aus volumenselektiven Spektren ermittelten PME/Pi-Quotienten korrelieren gut mit der anschließenden Nierenfunktion. Aus den Korrelationen ergab sich, dass Nieren, die sich im 31P -Spektrum durch einen PME/Pi-Quotienten > 0,7 auszeichnen, eine gute Transplantatfunktion aufweisen, Organe mit kleinerem Quotienten zeigen 14 Tage nach der Transplantation noch keine befriedigende Funktion. Somit gelang der Nachweis, daß die volumenselektive 31P -Spektroskopie ein geeignetes nicht-invasives Verfahren darstellt, um vor der Transplantation die Qualität eines Nierentransplantates abzuschätzen. Bei Einsatz der 31P -MRS im Klinikalltag könnte dies eine gezielte und frühe therapeutische Intervention bei zu erwartender postoperativer Organdysfunktion ermöglichen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Niekisch, Miriam Barbara
- Contributors dc:contributor
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- Kirste, Günter
Subjects
dc:subject × 2Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1319
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1319