{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1310"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1310","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Verlauf und angiographische Ergebnisse nach minimal-invasiver koronarer Bypassoperation","abstract":"Die Bypassoperation ist seit Jahrzehnten ein etabliertes Verfahren zur chirurgischen Therapie bei der Koronaren Herzkrankheit. Neben dem Standardverfahren mit medianer Sternotomie und Verwendung der Herz-Lungen-Maschine kommen am Herz-Kreislauf Zentrum Freiburg die minimal-invasiven Verfahren MIDCAB und OPCAB zum Einsatz. Operiert wird bei beiden Techniken am schlagenden Herzen ohne Verwendung der Herz-Lungen-Maschine zur Vermeidung der systemischen Nebenwirkungen. Der Zugang erfolgt über eine linksanteriore Thorakotomie (MIDCAB) oder über die konventionelle mediane Sternotomie (OPCAB). <br>In der vorliegenden Untersuchung wurden die perioperativen Komplikationen und der mittelfristige Verlauf nach allen MIDCAB- (29 Patienten) und OPCAB-Operationen (60 Patienten) aus dem Zeitraum Januar 1996 bis September 2001 untersucht. Alle lebenden Patienten wurden zu einer ambulanten Nachuntersuchung eingeladen. Die Durchführung einer Anastomosenkontrolle mittels Angiographie wurde empfohlen. <br>Kein Patient verstarb innerhalb der ersten 30 Tage postoperativ. Komplikationen waren perioperativer Myokardinfarkt (2%), ischämischer Insult (2%), akutes Nierenversagen (2%), Reintubation aufgrund von respiratorischer Insuffizienz (2%), frühe Reoperation (2%) und Rethorakotomie wegen Nachblutung (4%). Der mediane Zeitabstand zwischen Operation und Nachuntersuchung betrug 23 Monate. Im Vergleich zwischen der Nachuntersuchung und dem präoperativen Zustand der Patienten gab es hochsignifikante Verbesserungen hinsichtlich Angina pectoris (CCS 2,1 vs. 0,8) und Dyspnoe (NYHA 2,3 vs. 1,6). Angiographische Kontrollen wurden bei 46 Patienten durchgeführt, im Median 10 Monate postoperativ. Kontrolliert wurden 53 Anastomosen, von denen 47 nicht verschlossen (Offenheitsrate 89%) und 42 (79%) ohne signifikante Stenosen waren. Der Anteil offener Bypässe war bei den venösen Grafts besonders niedrig (67%) und bei den LIMA-Bypässen deutlich über dem Durchschnitt aller Anastomosen (97%). Nach einem Jahr lebten 87 der 89 Patienten (98%), das Überleben nach drei Jahren lag bei 94%. Innerhalb des ersten Jahres benötigten sechs Patienten eine PTCA, ein Patient eine erneute Bypassoperation. Ein Patient erlitt einen Myokardinfarkt. <br>Bei ausgewählten Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko stellen die minimal-invasiven Operationsverfahren eine Alternative mit guten Ergebnissen dar. Die Frage der Anastomosenqualität bei den minimal-invasiven Verfahren bleibt offen.","abstract_html":"Die Bypassoperation ist seit Jahrzehnten ein etabliertes Verfahren zur chirurgischen Therapie bei der Koronaren Herzkrankheit. Neben dem Standardverfahren mit medianer Sternotomie und Verwendung der Herz-Lungen-Maschine kommen am Herz-Kreislauf Zentrum Freiburg die minimal-invasiven Verfahren MIDCAB und OPCAB zum Einsatz. Operiert wird bei beiden Techniken am schlagenden Herzen ohne Verwendung der Herz-Lungen-Maschine zur Vermeidung der systemischen Nebenwirkungen. Der Zugang erfolgt über eine linksanteriore Thorakotomie (MIDCAB) oder über die konventionelle mediane Sternotomie (OPCAB). &lt;br&gt;In der vorliegenden Untersuchung wurden die perioperativen Komplikationen und der mittelfristige Verlauf nach allen MIDCAB- (29 Patienten) und OPCAB-Operationen (60 Patienten) aus dem Zeitraum Januar 1996 bis September 2001 untersucht. 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Komplikationen waren perioperativer Myokardinfarkt (2%), ischämischer Insult (2%), akutes Nierenversagen (2%), Reintubation aufgrund von respiratorischer Insuffizienz (2%), frühe Reoperation (2%) und Rethorakotomie wegen Nachblutung (4%). Der mediane Zeitabstand zwischen Operation und Nachuntersuchung betrug 23 Monate. Im Vergleich zwischen der Nachuntersuchung und dem präoperativen Zustand der Patienten gab es hochsignifikante Verbesserungen hinsichtlich Angina pectoris (CCS 2,1 vs. 0,8) und Dyspnoe (NYHA 2,3 vs. 1,6). Angiographische Kontrollen wurden bei 46 Patienten durchgeführt, im Median 10 Monate postoperativ. Kontrolliert wurden 53 Anastomosen, von denen 47 nicht verschlossen (Offenheitsrate 89%) und 42 (79%) ohne signifikante Stenosen waren. Der Anteil offener Bypässe war bei den venösen Grafts besonders niedrig (67%) und bei den LIMA-Bypässen deutlich über dem Durchschnitt aller Anastomosen (97%). Nach einem Jahr lebten 87 der 89 Patienten (98%), das Überleben nach drei Jahren lag bei 94%. Innerhalb des ersten Jahres benötigten sechs Patienten eine PTCA, ein Patient eine erneute Bypassoperation. Ein Patient erlitt einen Myokardinfarkt. <br>Bei ausgewählten Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko stellen die minimal-invasiven Operationsverfahren eine Alternative mit guten Ergebnissen dar. Die Frage der Anastomosenqualität bei den minimal-invasiven Verfahren bleibt offen.","The aim of this study was to evaluate the mid-term course of all patients who had undergone minimally invasive coronary artery bypass grafting in our department between January 1996 and September 2001. The procedures were performed on the beating heart without the use of cardiopulmonary bypass. Either median sternotomy (60 patients) or anterolateral thoracotomy (29 patients) were used for access. Evaluation focused on perioperative complications, quality of life, clinical status, graft patency, survival and freedom from cardiac events. All surviving patients were invited for follow-up examination. Angiographic control was recommended to all patients. Survival after 30 days was 100%. Two patients (2%) suffered from perioperative myocardial infarction due to early graft failure, which required reoperation in standard technique in both cases. Median follow-up period was 23 months. Mean NYHA class improved from preoperative 2.3 to current 1.6, the mean CCS class from 2.1 to 0.8. Angiographic controls were performed in 46/89 patients. 53 anastomoses were evaluated, 47 of which showed no occlusion (patency rate 89%). 42 anastomoses (79%) were free of significant stenosis. The graft patency rate was particularly low in venous grafts (67%) and above average in LIMA-grafts (97%). Survival was 98% after one year and 94% after three years. The results concerning survival, freedom from events, and clinical status are encouraging. The angiographic data are not complete enough to allow a definite judgement of the quality of the anastomoses. Off-pump surgery is a valuable alternative in selected patients with high risk for standard coronary artery bypass grafting."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["unknown"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Verlauf und angiographische Ergebnisse nach minimal-invasiver koronarer Bypassoperation","Mid-term course and angiographic results after minimally invasive coronary artery bypass grafting"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Beyersdorf, Friedhelm"],"dc:creator":["Royl, Johannes"],"dc:description.abstract":["Die Bypassoperation ist seit Jahrzehnten ein etabliertes Verfahren zur chirurgischen Therapie bei der Koronaren Herzkrankheit. 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Komplikationen waren perioperativer Myokardinfarkt (2%), ischämischer Insult (2%), akutes Nierenversagen (2%), Reintubation aufgrund von respiratorischer Insuffizienz (2%), frühe Reoperation (2%) und Rethorakotomie wegen Nachblutung (4%). Der mediane Zeitabstand zwischen Operation und Nachuntersuchung betrug 23 Monate. Im Vergleich zwischen der Nachuntersuchung und dem präoperativen Zustand der Patienten gab es hochsignifikante Verbesserungen hinsichtlich Angina pectoris (CCS 2,1 vs. 0,8) und Dyspnoe (NYHA 2,3 vs. 1,6). Angiographische Kontrollen wurden bei 46 Patienten durchgeführt, im Median 10 Monate postoperativ. Kontrolliert wurden 53 Anastomosen, von denen 47 nicht verschlossen (Offenheitsrate 89%) und 42 (79%) ohne signifikante Stenosen waren. Der Anteil offener Bypässe war bei den venösen Grafts besonders niedrig (67%) und bei den LIMA-Bypässen deutlich über dem Durchschnitt aller Anastomosen (97%). Nach einem Jahr lebten 87 der 89 Patienten (98%), das Überleben nach drei Jahren lag bei 94%. Innerhalb des ersten Jahres benötigten sechs Patienten eine PTCA, ein Patient eine erneute Bypassoperation. Ein Patient erlitt einen Myokardinfarkt. <br>Bei ausgewählten Patienten mit erhöhtem Operationsrisiko stellen die minimal-invasiven Operationsverfahren eine Alternative mit guten Ergebnissen dar. Die Frage der Anastomosenqualität bei den minimal-invasiven Verfahren bleibt offen.","The aim of this study was to evaluate the mid-term course of all patients who had undergone minimally invasive coronary artery bypass grafting in our department between January 1996 and September 2001. The procedures were performed on the beating heart without the use of cardiopulmonary bypass. Either median sternotomy (60 patients) or anterolateral thoracotomy (29 patients) were used for access. Evaluation focused on perioperative complications, quality of life, clinical status, graft patency, survival and freedom from cardiac events. All surviving patients were invited for follow-up examination. Angiographic control was recommended to all patients. Survival after 30 days was 100%. Two patients (2%) suffered from perioperative myocardial infarction due to early graft failure, which required reoperation in standard technique in both cases. Median follow-up period was 23 months. Mean NYHA class improved from preoperative 2.3 to current 1.6, the mean CCS class from 2.1 to 0.8. Angiographic controls were performed in 46/89 patients. 53 anastomoses were evaluated, 47 of which showed no occlusion (patency rate 89%). 42 anastomoses (79%) were free of significant stenosis. The graft patency rate was particularly low in venous grafts (67%) and above average in LIMA-grafts (97%). Survival was 98% after one year and 94% after three years. 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