{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1306"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1306","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Prävention und Behandlung des akuten Rechtsherzversagens nach orthotoper Herztransplantation durch Einsatz einer intrakardialen Mikroaxialpumpe","abstract":"Hintergrund: Der Spenderorganmangel und das frühe postoperative Rechtsherzversagen sind heute zwei vorrangige Probleme der Herztransplantation (HTx). Neue Strategien zur Verbesserung der Myokardprotektion und zur Verhinderung eines frühen Rechtsherzversagens (RHV) sind von großer klinischer Bedeutung. Viele Spenderherzen werden wegen langer Ischämiezeiten und viele Empfänger werden wegen zu hoher pulmonaler Gefäßwiderstände von einer HTx ausgeschlossen. <br> <br>Zielstellung: Die Ziele dieser Studie waren, 1) die neue Mikroaxialpumpe zur Prävention und Behandlung eines postoperativen Rechtsherzversagens zu testen, 2) ein Modell zu entwickeln, das eine HTx nach 24-h-Konservierungszeit ermöglicht. <br> <br>Methoden: Schweineherzen (n=16) wurden in Bretschneider-Lösung 24 h bei 4°C konserviert. Anschließend erfolgte die orthotope HTx, wobei schon während der Implantation eine kontrollierte Reperfusion mit substratangereicherter, leukozyten-depletierter Blutkardioplegie durchgeführt wurde. Mit der Entwöhnung von der Herz-Lungen-Maschine (HLM) wurde die intrakardiale Mikroaxialpumpe \"Impella\" implantiert und eine mechanische Kreislaufunterstützung (MKU) für 5 Stunden aufrechterhalten. Danach wurden die Herzen von der MKU entwöhnt. Prä-, intra- und postoperativ wurden Hämodynamik, Metabolismus, Histologie und laborchemischer Parameter untersucht. <br> <br>Ergebnisse: In 14 Versuchen wurden die Herzen von der HLM, in 5 Versuchen von der MKU entwöhnt. Die neue Mikroaxialpumpe \"Impella\" zeigte eine effiziente und störungsfreie Unterstützung über 5 h. Postoperativ waren die Kontraktilität (preload recruitable stroke work) und der Herzmetabolismus gut erhalten. Die Histologie zeigte nur diskrete Anzeichen einer Myokardschädigung. Neun Tiere mussten wegen methodischer Probleme (Blutungen, Lungen- und Nierenversagen) von der Auswertung ausgeschlossen werden. <br> <br>Diskussion: Mit der von uns verwendeten Technik ist eine erfolgreiche HTx auch nach einer Konservierungszeit von 24 h möglich. Die rechtsventrikuläre Mikroaxialpumpe eignet sich gut zur Prävention des Rechtsherzversagens nach HTx. Die Anwendung dieser Techniken im klinischen Einsatz könnte die Liberalisierung der Spenderkriterien und damit eine Erweiterung des Spenderpools ermöglichen.","abstract_html":"Hintergrund: Der Spenderorganmangel und das frühe postoperative Rechtsherzversagen sind heute zwei vorrangige Probleme der Herztransplantation (HTx). Neue Strategien zur Verbesserung der Myokardprotektion und zur Verhinderung eines frühen Rechtsherzversagens (RHV) sind von großer klinischer Bedeutung. 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Neun Tiere mussten wegen methodischer Probleme (Blutungen, Lungen- und Nierenversagen) von der Auswertung ausgeschlossen werden. <br> <br>Diskussion: Mit der von uns verwendeten Technik ist eine erfolgreiche HTx auch nach einer Konservierungszeit von 24 h möglich. Die rechtsventrikuläre Mikroaxialpumpe eignet sich gut zur Prävention des Rechtsherzversagens nach HTx. Die Anwendung dieser Techniken im klinischen Einsatz könnte die Liberalisierung der Spenderkriterien und damit eine Erweiterung des Spenderpools ermöglichen.","Background Acute right ventricular failure (RVF) is a common and life-threatening complication after heart transplantation (HTx). Novel strategies are required to improve myocardial protection and prevent acute RVF, which is observed commonly in recipients with pulmonary hypertension. We used a minimal-invasive mechanical circulatory support (MCS) in combination with a new technique for myocardial protection for prophylaxis and treatment of RVF after HTx. Methods Pig hearts (n=16) were perfused with Bretschneider`s HTK solution supplemented with adenosine and the Na+-H+-exchange inhibitor HOE 642 (cariproide) before excision. After cold storage in Bretschneider solution at 4 °C for 24 h hearts were transplanted orthotopically and controlled reperfusion with substrate-enriched, leukocyt-depleted blood cardioplegia (BCP) was begun. During implantation intermittent BCP, supplemented with adenosine and HOE 642 as well, was given after each completed anastomosis. After transplantation hearts were perfused with pure blood for 20 minutes before cross-clamp was released. After the implantation of the right ventricular microaxial pump \"Impella\" cessation of cardiopulmonary bypass was attempted. Rightventricular MCS was maintained for 5 h. Thereafter MCS was stepwise reduced. Results 14 hearts could be weaned from cardiopulmonary bypass. No initial graft failure was observed. Because of methodical problems (bleeding, lung or renal failure) only 5 hearts could be weaned from MCS. Rightventricular MCS with \"Impella\" proved its reliabilitiy over 5 h of support and maintained stable hemodynamics providing a flow of 2.5-4 l/min. Preload recruitable stroke work (PRSW), dp/dtmax and dp/dtmin measured 1 h after weaning from MCS remained unchanged compared to baseline. Cardiac output was significantly reduced presumably due to the increased pulmonary vascular resistance. Histological examination revealed only decent myocardial damage. Discussion The use of the microaxial pump \"Impella\" after HTx would enable a new therapeutic strategy for prevention and treatment of acute RVF. The mortality rate of this complication would decrease. The application of modified myocardial protection technique combined with minimal-invasive MCS to the clinical practice would encourage the liberalization of donor- and recipient criteria and even the transplantation of marginal donor hearts."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Prävention und Behandlung des akuten Rechtsherzversagens nach orthotoper Herztransplantation durch Einsatz einer intrakardialen Mikroaxialpumpe","Prevention and treatment of acute right heart failure after orthotopic heart transplantation using an intracardiac microaxial pump"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Beyersdorf, Friedhelm"],"dc:creator":["Yerebakan, Can"],"dc:description.abstract":["Hintergrund: Der Spenderorganmangel und das frühe postoperative Rechtsherzversagen sind heute zwei vorrangige Probleme der Herztransplantation (HTx). 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Mit der Entwöhnung von der Herz-Lungen-Maschine (HLM) wurde die intrakardiale Mikroaxialpumpe \"Impella\" implantiert und eine mechanische Kreislaufunterstützung (MKU) für 5 Stunden aufrechterhalten. Danach wurden die Herzen von der MKU entwöhnt. Prä-, intra- und postoperativ wurden Hämodynamik, Metabolismus, Histologie und laborchemischer Parameter untersucht. <br> <br>Ergebnisse: In 14 Versuchen wurden die Herzen von der HLM, in 5 Versuchen von der MKU entwöhnt. Die neue Mikroaxialpumpe \"Impella\" zeigte eine effiziente und störungsfreie Unterstützung über 5 h. Postoperativ waren die Kontraktilität (preload recruitable stroke work) und der Herzmetabolismus gut erhalten. Die Histologie zeigte nur diskrete Anzeichen einer Myokardschädigung. Neun Tiere mussten wegen methodischer Probleme (Blutungen, Lungen- und Nierenversagen) von der Auswertung ausgeschlossen werden. <br> <br>Diskussion: Mit der von uns verwendeten Technik ist eine erfolgreiche HTx auch nach einer Konservierungszeit von 24 h möglich. Die rechtsventrikuläre Mikroaxialpumpe eignet sich gut zur Prävention des Rechtsherzversagens nach HTx. Die Anwendung dieser Techniken im klinischen Einsatz könnte die Liberalisierung der Spenderkriterien und damit eine Erweiterung des Spenderpools ermöglichen.","Background Acute right ventricular failure (RVF) is a common and life-threatening complication after heart transplantation (HTx). Novel strategies are required to improve myocardial protection and prevent acute RVF, which is observed commonly in recipients with pulmonary hypertension. We used a minimal-invasive mechanical circulatory support (MCS) in combination with a new technique for myocardial protection for prophylaxis and treatment of RVF after HTx. Methods Pig hearts (n=16) were perfused with Bretschneider`s HTK solution supplemented with adenosine and the Na+-H+-exchange inhibitor HOE 642 (cariproide) before excision. After cold storage in Bretschneider solution at 4 °C for 24 h hearts were transplanted orthotopically and controlled reperfusion with substrate-enriched, leukocyt-depleted blood cardioplegia (BCP) was begun. During implantation intermittent BCP, supplemented with adenosine and HOE 642 as well, was given after each completed anastomosis. After transplantation hearts were perfused with pure blood for 20 minutes before cross-clamp was released. After the implantation of the right ventricular microaxial pump \"Impella\" cessation of cardiopulmonary bypass was attempted. Rightventricular MCS was maintained for 5 h. Thereafter MCS was stepwise reduced. Results 14 hearts could be weaned from cardiopulmonary bypass. No initial graft failure was observed. Because of methodical problems (bleeding, lung or renal failure) only 5 hearts could be weaned from MCS. Rightventricular MCS with \"Impella\" proved its reliabilitiy over 5 h of support and maintained stable hemodynamics providing a flow of 2.5-4 l/min. Preload recruitable stroke work (PRSW), dp/dtmax and dp/dtmin measured 1 h after weaning from MCS remained unchanged compared to baseline. Cardiac output was significantly reduced presumably due to the increased pulmonary vascular resistance. Histological examination revealed only decent myocardial damage. Discussion The use of the microaxial pump \"Impella\" after HTx would enable a new therapeutic strategy for prevention and treatment of acute RVF. The mortality rate of this complication would decrease. 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