{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1304"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1304","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Experimentelle Untersuchung zur biomechanischen Stabilität eines neuen Osteosynthesesystems an Kieferwinkelfrakturen","abstract":"Zur Behandlung von Frakturen im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich wurde ein Mini-Fixations-System entwickelt, das in seiner Dimension mit einem konventionellen 2.0 mm Miniplattensystem vergleichbar ist. Die Schraubenlöcher der neuen Fixationsplatte besitzen ein Innengewinde, in dem sich der Schraubenkopf mit einem Außengewinde verankern kann. An 16 Leichenunterkiefern wurde das neue System mit konventionellen AO 2.0 Miniplatten verglichen. Standardisierte Osteotomien am Kieferwinkel wurden mit je einer 6-Loch-Steg-Platte und 6 mm langen Schrauben osteosynthetisch versorgt. Spaltöffnungen und Verdrehungen der Fragmente gegeneinander wurden gemessen und die Kiefer an dem von Kroon et al. (1991) entwickelten In-vitro-Modell simulierten Kaubelastungen ausgesetzt. Dimensionsänderungen im Bereich der Osteotomien wurden über kaudal, lingual und kranial angebrachte Dehnungsmeßstreifen aufgezeichnet und statistisch ausgewertet. Anschließend wurde zusätzlich eine 2-Loch-Platte kaudal angebracht und die Versuchsdurchführung wiederholt. Der Einfluß einer zweiten Platte wurde unabhängig von den Osteosynthesesystemen verglichen. <br>Bei den AO Miniplatten kam es zu signifikant größeren Verdrehung der Fragmente (p=0,010). Die Spaltöffnung am kaudalen Frakturspalt war sehr signifikant (p=0,038) erhöht. Bei Belastung zeigten sich signifikant geringere Fragmentbewegungen beim neuen System gegenüber den AO Miniplatten (p[kaudal] =0,000, p[lingual] =0,0343). Im Mittel zeigte sich bei einer Platte kaudal eine Distraktion von 0,64 mm, bei zwei Platten von weniger als 0,01 mm. <br>Die größere Distanzierung und Verdrehung beim konventionellen System ist mit dem Anpressen der Schrauben an den Knochen beim Festziehen zu erklären. Hierbei werden letzte Inkongruenzen zwischen Knochenoberfläche und Platte auf die mobilen Fragmente übertragen. Die erhöhte Stabilität des neuen Fixationssystems ist auf das Fixierungsprinzip der Schrauben zurückzuführen. Die Schrauben des neuen Systems bilden zum einen über die Verankerung in der Fixationsplatte und zum anderen über die Verankerung in der äußeren Kortikalis einen mechanisch starren Rahmen. Zudem wird das Plattenloch mit dem formkongruenten Schraubenkopf ausgefüllt. Hierbei verbinden sich die Schrauben mit der Platte im Sinne einer Kaltverschweißung, was zu einer Vergrößerung der Oberfläche und des Querschnittes der Platte und ebenfalls zu einer höheren mechanischen Stabilität führt. Die kaudal angebrachte 2-Loch-Platte konnte auftretende Zugspannungen neutralisieren.","abstract_html":"Zur Behandlung von Frakturen im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich wurde ein Mini-Fixations-System entwickelt, das in seiner Dimension mit einem konventionellen 2.0 mm Miniplattensystem vergleichbar ist. Die Schraubenlöcher der neuen Fixationsplatte besitzen ein Innengewinde, in dem sich der Schraubenkopf mit einem Außengewinde verankern kann. An 16 Leichenunterkiefern wurde das neue System mit konventionellen AO 2.0 Miniplatten verglichen. Standardisierte Osteotomien am Kieferwinkel wurden mit je einer 6-Loch-Steg-Platte und 6 mm langen Schrauben osteosynthetisch versorgt. 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The screw holes of the new fixation plate have an internal thread, into which the head of the screw can embody itself with an external thread. <br> <br>The new system was compared with conventional AO 2.0 miniplates on 16 human cadaver mandibles. Standardized osteotomies at the mandibular angle were supplied and one 6-hole-plate was fixed with srews of 6 mm. Gap openings of the fracture and twists of the fragments were measured and the mandibles were brought into an in-vitro-model developed by Kroon et al. (1991), where chewing loads were simulated. Dimension changes within the range of the osteotomies were noted over caudal, lingual and cranial attached strain gauges and evaluated statistically. Subsequently, an additional 2-hole-plate was attached caudal and the investigational procedure was repeated. The influence of a second plate was compared irrespective of the osteosynthesis system. <br> <br>Significantly larger torsions of the fragments could be shown by using the AO miniplate system (p=0,010). The gap opening at the caudal side of the fracture increased very significantly (p=0,038). During the loading significantly smaller fragment movements showed up with the new system in comparison to the AO miniplate system (p[caudal ] = 0.000, p[lingual ] = 0.0343). By using one plate an average distraction of 0.64 mm showed up at the caudal gap, by using two plates it was less than 0.01 mm. The larger dislocation and torsion with the conventional system can be explained by the pressure of the screws at the bones when tightening. At this last incongruences between bone surface and plate are transferred to the mobile fragments. <br> <br>The increased stability of the new fixation system is attributed to the locking principle of the screws. The screws of the new system form a mechanically rigid framework on the one hand over the locking into the plate and on the other hand over the locking into the cortical bone. Besides the hole plate is filled with the form-congruent screw head. At this the screws connect themselves with the plate within the meaning of a cold welding, which likewise leads to an enlargement of the surface and the cross section of the plate and to a higher mechanical stability. 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