{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1303"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1303","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Spektrum und Resistenzmuster uropathogener Keime an der Freiburger Universitäts-Kinderklinik","abstract":"Ziel dieser Studie war es, das Erregerspektrum und die Resistenzmuster uropathogener Keime an der Universitäts-Kinderklinik Freiburg zu eruieren, um eine Basis zur Optimierung der Therapie von Harnwegsinfektionen (HWI) an dieser primären bis tertiären Einrichtung zu schaffen. Retrospektiv wurden 227 HWI bei 173 Kindern an der Universitäts-Kinderklinik Freiburg im Zeitraum von Januar 1997 bis April 2000 untersucht. Da nur bei 43 % (n = 98) der Episoden HWI ohne Harntransportstörungen vorlagen und bei den restlichen Fällen pathologisch veränderte Harntrakte diagnostiziert wurden, handelte es sich bei dem untersuchten Kollektiv um ein selektiertes Patientengut. Dies spiegelte sich im Erregerspektrum wider. Auch wenn E. coli mit Abstand die meisten (67,4 %) HWI auslöste, so wurde doch im Vergleich zu anderen Studien ein erheblich höherer Anteil an fakultativ pathogenen Keimen im Freiburger Kollektiv gefunden. Die Untersuchung für Antibiotikaempfindlichkeiten ergab eine hohe Resistenzrate von 54 % gegenüber Cotrimoxazol. Auch der weltweite Trend in der Resistenzzunahme gramnegativer Keime gegenüber Ampicillin zeichnete sich im untersuchten Kollektiv ab. Hier erreichte die Resistenzquote sogar einen Wert von 63 %. Beide Medikamente gelten daher nicht mehr als Mittel der Wahl in der Therapie von HWI an der Freiburger Universitäts-Kinderklinik. Sehr gut bewährt haben sich hingegen Nitrofurantoin und Cephalosporinen der 3. Generation. Bei Kindern mit Harntransportstörungen ist eine Kombination aus Aminoglykosiden und Aminopenicillinen sinnvoll. Um die Entwicklung der Resistenzmuster genau im Auge zu behalten, bedarf es regelmäßiger neuer und aktueller Evaluierung, um rasch die korrekte und optimale Therapie einleiten zu können.","abstract_html":"Ziel dieser Studie war es, das Erregerspektrum und die Resistenzmuster uropathogener Keime an der Universitäts-Kinderklinik Freiburg zu eruieren, um eine Basis zur Optimierung der Therapie von Harnwegsinfektionen (HWI) an dieser primären bis tertiären Einrichtung zu schaffen. Retrospektiv wurden 227 HWI bei 173 Kindern an der Universitäts-Kinderklinik Freiburg im Zeitraum von Januar 1997 bis April 2000 untersucht. 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Beide Medikamente gelten daher nicht mehr als Mittel der Wahl in der Therapie von HWI an der Freiburger Universitäts-Kinderklinik. Sehr gut bewährt haben sich hingegen Nitrofurantoin und Cephalosporinen der 3. Generation. Bei Kindern mit Harntransportstörungen ist eine Kombination aus Aminoglykosiden und Aminopenicillinen sinnvoll. Um die Entwicklung der Resistenzmuster genau im Auge zu behalten, bedarf es regelmäßiger neuer und aktueller Evaluierung, um rasch die korrekte und optimale Therapie einleiten zu können.","The aim of this review was to analyse the range of urinary pathogens and their pattern of resistance at Freiburg University Children´s Hospital in order to provide a base for optimal antibiotic treatment in urinary tract infections in this institution. Data from 173 children was examined retrospectively. The patients had developed 227 episodes of urinary tract infections during the study period of January 1997 to April 2000. Only 43 % (n = 98) of the collected urine samples were obtained from children with normal urinary tracts. So the number of anomalies in the urinary tract is accordingly high in this selected population. This can be seen by analysing the range of bacteria recovered from the urine specimen. On the whole E. coli was still the most frequently isolated organism, being responsible for 67,4 % of the urinary tract infections. But in comparison to other reviews the amount of less virulent organisms was very high in the population of Freiburg. The outcome of the susceptibility to antibiotics revealed high resistance rates of urinary pathogens against cotrimoxazol (54 %). The worldwide increase in resistance of gramnegative bacteria to aminopenicillins is also proven. In this study 63 % of all urinary pathogens were resistant to aminopenicillins. Therefore, no longer can either of these antibiotics be considered the drug of choice for the treatment of urinary tract infections. On the other hand, nitrofurantoin and cephalosporines of the third generation did very well and can be recommended. For children with anomalies of the urinary tract the prescription of aminoglycosides combined with aminopenicillins is suggested. 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