University of Freiburg
Zusammenhang zwischen Therapieergebnis und genetischen Polymorphismen in der Behandlung adipöser Kinder
Abstract
dc:description.abstractZahlreiche Veröffentlichungen berichten über einen Zusammenhang zwischen genetischen Polymorphismen und der Entwicklung, bzw. der Ausprägung der Adipositas. Nur wenige Arbeiten untersuchten bisher den Zusammenhang zwischen genetischen Markern und dem Ansprechen unterschiedlicher Phänotypen auf ein Adipositas - Therapieprogramm. Ziel dieser Doktorarbeit war die Untersuchung eines möglichen Zusammenhangs zwischen unterschiedlichen genetischen Markern und dem Therapieergebnis adipöser Kinder, welche an einem interdisziplinären Therapieprogramm teilgenommen haben. Insgesamt wurden 146 Teilnehmer (74 Mädchen, 72 Jungen) des Freiburger Interventionsprogramms für adipöse <br>Kinder (FITOC) untersucht. Die Probanden waren im Durchschnitt zu Beginn der <br>Intervention 10,5 Jahre alt und hatten einen alterskorrigierten Body-Mass-Index (BMI-SDS)von 2,1. Untersucht wurde die Veränderungen der Körperkomposition (BMI-SDS), der körperliche Leistungsfähigkeit (Watt/kg) und ein Parameter des Fettstoffwechsels (LDLCholesterin) vor und nach dem achtmonatigen Therapieprogramm. Für BMI-SDS-Werte, die körperliche Leistungsfähigkeit und das LDL-Cholesterin fanden sich signifikante Verbesserungen im Verlauf der Therapie. <br>Mittels Polymerasekettenreaktion (PCR) und Gelelektrophorese wurden vier Polymorphismen in den Genen der Renin-Angiotensin-Achse (ACE, AT1R, AT2R), sowie insgesamt vier Polymorphismen in Genen des beta-adrenergen Systems (ADRB2, ADRB3, BUP),untersucht. Die untersuchten Polymorphismen im ACE, AT1R, ADRB3 und BUP-Gen zeigten keinerlei Zusammenhang zu den Therapieergebnissen. Die Veränderung der körperlichen Leistungsfähigkeit zeigte einen signifikanten Zusammenhang zu den untersuchten Polymorphismen im ADRB2-Gen (p<0,05), sowie im AT2R-Gen (p<0,05). Des weiteren zeigte sich eine signifikante Assoziation für den Arg16Gly-Polymorphismus im ADRB2 Gen hinsichtlich der Veränderung der Körperkomposition (BMI-SDS) im Verlauf des Therapieprogramms (p<0,05). <br>Zur Bestätigung dieser Ergebnisse sollte das vorhandene FITOC-Kollektiv auf eine Zielgröße von 300 Probanden ausgebaut werden. Zusätzlich sollte in weiteren Interventionsstudien mit ähnlichem Therapieansatz eine Reproduktion dieser Ergebnisse angestrebt werden.Zusammenfassend fanden sich unabhängig davon erste Hinweise, dass Polymorphismen in den Genen die für ADRB2 und AT2R kodieren einen Einfluss auf die Ergebnisse einer Adipositastherapie bei übergewichtigen Kindern haben könnten.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Sotriffer, Julia
- Contributors dc:contributor
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- Berg, Aloys
Subjects
dc:subject × 7Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1302
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1302