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University of Freiburg

'È bello raccontare i guai passati'? Konstanten einer 'Literatur der Gezeichneten' im Kontext des italienischen Faschismus am Beispiel dreier jüdischer Zeitzeugen: Primo Levi, Giorgio Bassani, Natalia Ginzburg

Abstract

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Die vorliegende Dissertation leistet einen Beitrag zur Erforschung der Shoah-Literatur im Rahmen der Italianistik. <br>Ausgehend von einem Überblick über jüd. Geschichte in Italien unter besonderer Berücksichtigung der Ereignisse unter dem faschistischen Regime werden die wichtigsten Grundströmungen der mit Vergangenheitsbewältigung befaßten ital. Nachkriegsliteratur skizziert. Anschließend wird unter Bezugnahme auf die wichtigsten Theoretiker der Erinnerungskultur die ästhet. und anthropolog. Problematik einer Literarisierung der Shoah im Spannungsfeld zwischen Faktizität und Fiktion erörtert und des weiteren der Frage nachgegangen, wie sich jüd. Identität und 'jüd. Schreiben' definieren lassen. <br>Im Hauptteil werden die drei ital.-jüd. Autoren Primo Levi, Giorgio Bassani und Natalia Ginzburg, die in unterschiedl. Ausmaß von Diskriminierung, Verfolgung und Deportation betroffen waren und diese Erfahrungen literar. verarbeiten, in vergleichenden, jedoch weitgehend monographisch angelegten Werkanalysen gegenübergestellt. Nach jeweils einem biogr. Abriß und einer literaturgeschichtl. Einordnung der Werke mit besonderem Augenmerk auf das Verhältnis von fiktionalem und autobiographischem Schreiben leiten drei Themenblöcke (Jüdische Geschichte und Shoah; Faschismus und Gesellschaft; Das 'gezeichnete' Individuum) die Betrachtung der drei Gesamtwerke. In einem weiteren Schritt werden poetolog. und formal-stilist. Eigenheiten der drei Autoren untersucht. <br>Eine abschließende Synthese führt themat. Konstanten einer 'Literatur der Gezeichneten' zusammen. Anhand der Suche der drei Autoren nach Möglichkeiten 'authentischen' Schreibens über die traumatischen Erlebnisse von Verfolgung und Deportation können zugleich drei unterschiedl. literar. Bewältigungsmuster sowie Wege der Erinnerung und Selbstreflexion ermittelt werden, die sich jedoch allesamt auf die Überlebens- und Schreibstrategie der Distanz sowie auf die letztendliche Bedrohung durch das Verstummen zurückführen lassen.

Author and committee

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Author dc:creator
  • Mader, Ruth
Contributors dc:contributor
  • Hausmann, Frank-Rutger

Subjects

dc:subject × 1

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https://freidok.uni-freiburg.de/data/126
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oai:freidok.uni-freiburg.de:126

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2026-07-24
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Mader, Ruth. 'È bello raccontare i guai passati'? Konstanten einer 'Literatur der Gezeichneten' im Kontext des italienischen Faschismus am Beispiel dreier jüdischer Zeitzeugen: Primo Levi, Giorgio Bassani, Natalia Ginzburg. https://freidok.uni-freiburg.de/data/126