{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1204"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1204","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Standardisierte und validierte Messinstrumente zur Evaluation der Therapie mit Botulinum Toxin A bei Kindern mit Zerebralparese","abstract":"Zahlreiche Studien zur Botulinum Toxin A (BoNT/A) Behandlung bei Kindern mit Zerebralparese belegen die lokale Wirksamkeit des Therapieverfahrens. Die Gross Motor Funktion Measure (GMFM) evaluiert quantitative Veränderungen der grobmotorischen Funktion, während die Pediatric Evaluation of Disability Inventory (PEDI) die Alltagsrelevanz erfasst. Damit untersuchen diese standardisierten und validierten Instrumente die Evaluationsebenen „Aktivität“ bzw. „Teilnahme“ (International Classification of Functioning and Disability (ICIDH-2)). In der vorliegenden Studie wurde die Behandlung mit BoNT/A mit einem Reinjektionsintervall von 3-4 Monate bei Kindern mit spastischen Bewegungsstörungen vor und 11 Monate (range 10-13 Monate) nach Therapiebeginn mit der GMFM und vor und 1 Monat (range 1-6) nach Therapiebeginn mit der PEDI evaluiert. <br>• Mit der GMFM als physiotherapeutischem Test wurden 25 Kinder mit Zerebralparese (Pes equinus n = 13, Adduktorenspasmus n = 12) im Alter von 5 Jahren im Median (range 1,5-15,5) und einer in der Gross Motor Function Classification Scale (GMFCS) gemessenen motorischen Behinderung von GMFCS = 3 im Median (range 1=milde - 5=starke körperliche Einschränkung) evaluiert. <br>• Die PEDI als Elterninterview wurde bei 17 Kindern mit Zerebralparese (Pes equinus n = 8, Adduktorenspasmus n = 9) im Alter von 5 Jahren im Median (range 2,5-16,5) und einer motorischen Behinderung von GMFCS = 3 im Median (range 1-5) durchgeführt. <br>• In der GMFM (Gesamt- und Zielwert) zeigten die Kinder insgesamt eine signifikante Verbesserung von 6% im Median (p < 0,01). Zu den größten Verbesserungen tendieren jüngere Kinder und Kinder mit mäßiger körperlicher Beeinträchtigung (GMFCS = 3). <br>• In der PEDI zeigten die Kinder insgesamt signifikante Verbesserungen in den Bereichen „Hilfestellung/Mobilität“ und „Funktionelle Fähigkeiten/Selbstständigkeit (p < 0,05). Zu den größten Verbesserungen im Bereich Hilfestellung/Mobilität tendieren ältere Kinder und Kinder mit mäßiger körperlichen Beeinträchtigung (GMFCS = 3). <br>GMFM und PEDI bilden signifikante funktionelle Verbesserungen bzw. deren Alltagsrelevanz unter BoNT/A Therapie bei Kindern mit Zerebralparese ab. Dabei weicht die funktionelle Verbesserung unter BoNT/A Therapie positiv von den mit der GMFM erstellten Entwicklungskurven bei Kindern mit Zerebralparese ab. Die größten Verbesserungen zeigen in beiden Teilen der Studie mäßig motorisch beeinträchtigte Kinder. Beide Instrumente ergänzen sich in der Beurteilung von Therapieeffekten. Offen bleibt, ob diese Ergebnisse unspezifischen Einflüssen wie dem Placeboeffekt zugeordnet werden müssen oder spezifisch auf die BoNT/A Therapie zurückgeführt werden können.","abstract_html":"Zahlreiche Studien zur Botulinum Toxin A (BoNT/A) Behandlung bei Kindern mit Zerebralparese belegen die lokale Wirksamkeit des Therapieverfahrens. Die Gross Motor Funktion Measure (GMFM) evaluiert quantitative Veränderungen der grobmotorischen Funktion, während die Pediatric Evaluation of Disability Inventory (PEDI) die Alltagsrelevanz erfasst. Damit untersuchen diese standardisierten und validierten Instrumente die Evaluationsebenen „Aktivität“ bzw. „Teilnahme“ (International Classification of Functioning and Disability (ICIDH-2)). In der vorliegenden Studie wurde die Behandlung mit BoNT/A mit einem Reinjektionsintervall von 3-4 Monate bei Kindern mit spastischen Bewegungsstörungen vor und 11 Monate (range 10-13 Monate) nach Therapiebeginn mit der GMFM und vor und 1 Monat (range 1-6) nach Therapiebeginn mit der PEDI evaluiert. &lt;br&gt;• Mit der GMFM als physiotherapeutischem Test wurden 25 Kinder mit Zerebralparese (Pes equinus n = 13, Adduktorenspasmus n = 12) im Alter von 5 Jahren im Median (range 1,5-15,5) und einer in der Gross Motor Function Classification Scale (GMFCS) gemessenen motorischen Behinderung von GMFCS = 3 im Median (range 1=milde - 5=starke körperliche Einschränkung) evaluiert. &lt;br&gt;• Die PEDI als Elterninterview wurde bei 17 Kindern mit Zerebralparese (Pes equinus n = 8, Adduktorenspasmus n = 9) im Alter von 5 Jahren im Median (range 2,5-16,5) und einer motorischen Behinderung von GMFCS = 3 im Median (range 1-5) durchgeführt. &lt;br&gt;• In der GMFM (Gesamt- und Zielwert) zeigten die Kinder insgesamt eine signifikante Verbesserung von 6% im Median (p &lt; 0,01). 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Offen bleibt, ob diese Ergebnisse unspezifischen Einflüssen wie dem Placeboeffekt zugeordnet werden müssen oder spezifisch auf die BoNT/A Therapie zurückgeführt werden können.","Many studies about treatment with Botulinum Toxin A (BoNT/A) in children with cerebral palsy provide evidence for local effectiveness of the therapy. The Gross Motor Function Measure (GMFM) evaluates quantative changes wereas the Pediatric Evaluation of Disability Inventory (PEDI) detects the relevance for the daily routine. In this way these stadardized and validated instruments analyse the evaluation level of “Activity” and “Participation” (Internatonal Classification of Functioning and Disability (ICIDH-2)). In the present study the treatement with BoNT/A, injected every 3-4 months, in spastic motor handicaped children was evaluated with GMFM before and 11 months (range 10-13) after the beginning of the therapy, and with PEDI before and 1 month (range 1-6) after the beginning of the therapy. <br>• With GMFM as physiotherapeutic test, 25 children with cerebral palsy (Pes equinus n = 13, adductor spasm n = 12) in the median age of 5 years (range 1,5-15,5) were evaluated. Their motor impairment was tested with the Gross Motor Function Classification Scale (GMFCS: 1= mild functional restriction to 5 = sever motor impairment). They had a median functional restriction of GMFCS = 3 (range 1-5). • The PEDI was taken as a parent interview. 17 children with cerebral palsy (Pes equinus n = 8, adductor spasm n = 9) in the median age of 5 years (range 2,5-16,59) and with an in median functional restriction of GMFCS = 3 (range 1-5) were evaluated. <br>• The GMFM (total and goal score) showed a significant median improvement of 6% (p < 0,01). An increase in GMFM score was particularly evident in younger and moderately impaired children (GMFCS = 3). <br>• The PEDI showed significant improvements in the “ Caregiver Assistance / Mobility” Domain and the “Functional Skills / Self-Care” Domain (p < 0,05). An increase in PEDI score in the “Caregiver Assistance / Mobility” Domain” was particularly evident in older and moderately impaired children (GMFCS = 3). <br>GMFM and PEDI prove significant functional improvement in children with cerebral palsy which accured during the BoNT/A therapy. PEDI also demonstrates that this functional improvement helps them to leed with their daily life. The increase of functional skills under BoNT/A therapy exceeds the normal development curves found with GMFM in children with cerebral palsy. Moderately motor impaired children showed the most improvement in both parts of the study. The two instruments complement one another to assess the effects of treatment. Still, it has not been proved wether these results could also be the effects of unspecific influences, as for example placebo, or if they actually demonstrate only the effects of the BoNT/A therapy."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Standardisierte und validierte Messinstrumente zur Evaluation der Therapie mit Botulinum Toxin A bei Kindern mit Zerebralparese","Standardized and validated instruments to evaluate the therapy with Botulinum Toxin A in children with cerebral palsy"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Korinthenberg, Rudolf"],"dc:creator":["Poirier, Gudrun"],"dc:description.abstract":["Zahlreiche Studien zur Botulinum Toxin A (BoNT/A) Behandlung bei Kindern mit Zerebralparese belegen die lokale Wirksamkeit des Therapieverfahrens. 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In der vorliegenden Studie wurde die Behandlung mit BoNT/A mit einem Reinjektionsintervall von 3-4 Monate bei Kindern mit spastischen Bewegungsstörungen vor und 11 Monate (range 10-13 Monate) nach Therapiebeginn mit der GMFM und vor und 1 Monat (range 1-6) nach Therapiebeginn mit der PEDI evaluiert. <br>• Mit der GMFM als physiotherapeutischem Test wurden 25 Kinder mit Zerebralparese (Pes equinus n = 13, Adduktorenspasmus n = 12) im Alter von 5 Jahren im Median (range 1,5-15,5) und einer in der Gross Motor Function Classification Scale (GMFCS) gemessenen motorischen Behinderung von GMFCS = 3 im Median (range 1=milde - 5=starke körperliche Einschränkung) evaluiert. <br>• Die PEDI als Elterninterview wurde bei 17 Kindern mit Zerebralparese (Pes equinus n = 8, Adduktorenspasmus n = 9) im Alter von 5 Jahren im Median (range 2,5-16,5) und einer motorischen Behinderung von GMFCS = 3 im Median (range 1-5) durchgeführt. <br>• In der GMFM (Gesamt- und Zielwert) zeigten die Kinder insgesamt eine signifikante Verbesserung von 6% im Median (p < 0,01). Zu den größten Verbesserungen tendieren jüngere Kinder und Kinder mit mäßiger körperlicher Beeinträchtigung (GMFCS = 3). <br>• In der PEDI zeigten die Kinder insgesamt signifikante Verbesserungen in den Bereichen „Hilfestellung/Mobilität“ und „Funktionelle Fähigkeiten/Selbstständigkeit (p < 0,05). Zu den größten Verbesserungen im Bereich Hilfestellung/Mobilität tendieren ältere Kinder und Kinder mit mäßiger körperlichen Beeinträchtigung (GMFCS = 3). <br>GMFM und PEDI bilden signifikante funktionelle Verbesserungen bzw. deren Alltagsrelevanz unter BoNT/A Therapie bei Kindern mit Zerebralparese ab. Dabei weicht die funktionelle Verbesserung unter BoNT/A Therapie positiv von den mit der GMFM erstellten Entwicklungskurven bei Kindern mit Zerebralparese ab. Die größten Verbesserungen zeigen in beiden Teilen der Studie mäßig motorisch beeinträchtigte Kinder. Beide Instrumente ergänzen sich in der Beurteilung von Therapieeffekten. Offen bleibt, ob diese Ergebnisse unspezifischen Einflüssen wie dem Placeboeffekt zugeordnet werden müssen oder spezifisch auf die BoNT/A Therapie zurückgeführt werden können.","Many studies about treatment with Botulinum Toxin A (BoNT/A) in children with cerebral palsy provide evidence for local effectiveness of the therapy. The Gross Motor Function Measure (GMFM) evaluates quantative changes wereas the Pediatric Evaluation of Disability Inventory (PEDI) detects the relevance for the daily routine. In this way these stadardized and validated instruments analyse the evaluation level of “Activity” and “Participation” (Internatonal Classification of Functioning and Disability (ICIDH-2)). In the present study the treatement with BoNT/A, injected every 3-4 months, in spastic motor handicaped children was evaluated with GMFM before and 11 months (range 10-13) after the beginning of the therapy, and with PEDI before and 1 month (range 1-6) after the beginning of the therapy. <br>• With GMFM as physiotherapeutic test, 25 children with cerebral palsy (Pes equinus n = 13, adductor spasm n = 12) in the median age of 5 years (range 1,5-15,5) were evaluated. Their motor impairment was tested with the Gross Motor Function Classification Scale (GMFCS: 1= mild functional restriction to 5 = sever motor impairment). 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