{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1201"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1201","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Visueller Einfluss auf die Richtungsstabilität während des Gehens","abstract":"In dieser Studie wurde der Einfluß des Zentralpunktes auf die Richtungsstabilität während des Gehens untersucht. Die Versuchspersonen gingen auf einem Laufband und wurden instruiert, einem Punkt mit dem Blick zu folgen, der sich auf einer horizontalen Linie bewegte. Der Einfluß des Zentralpunktes und der eines räumlichen Hintergrundbildes wurden anhand eines Fließmusters getestet, das der Versuchsperson während des Gehens dargeboten wurde. Die durch eine Blickwendung induzierte Seitwärtsschwankung diente als Maß für die Abweichung von der Ideallinie. <br>Die Bedeutung des Fließmusters und des Zentralpunktes zur Kontrolle der Rich-tungsstabilität wurde durch eine Veränderung der Wahrnehmbarkeit des Zent-ralpunktes untersucht. Dies wurde durch eine Variation der Geschwindigkeit des Fließmusters erreicht. Sofern der Zentralpunkt eine relevante Information zur Kontrolle der Richtungsstabilität darstellt, wäre mit zunehmender Geschwindig-keit eine Abnahme der Seitwärtsschwankung zu erwarten. Das Resultat, daß es zu einer Zunahme der Seitwärtsschwankung bei zunehmender Geschwindigkeit kam, zeigt, daß der Zentralpunkt innerhalb des Flow-Feldes keine stabilisierende Bedeutung für die Kontrolle der Richtungsstabilität haben kann. <br>Unabhängig davon, ob die Blickwendungen durch Augen- oder Kopfrotation ausgeführt wurden, fiel die Seitwärtsschwankung bei Vorhandensein eines Hin-tergrundbildes klein aus. Im Gegensatz hierzu waren die Seitwärtsschwankun-gen in der Dunkel-Bedingung mehr als vierfach größer. Keine der extra-retinalen Informationen, die von den Augen, dem Kopf oder anderen somato-sensorischen Systemen einflossen, konnten die Seitwärtsschwankung so wirkungsvoll reduzieren wie ein noch so kontrastarmes Hintergrundbild: Dies deutet auf stark visuell gesteuerte Kompensationsmechanismen hin, die auf anderen Komponenten des Flow-Feldes als dem Zentralpunkt beruhen.","abstract_html":"In dieser Studie wurde der Einfluß des Zentralpunktes auf die Richtungsstabilität während des Gehens untersucht. Die Versuchspersonen gingen auf einem Laufband und wurden instruiert, einem Punkt mit dem Blick zu folgen, der sich auf einer horizontalen Linie bewegte. Der Einfluß des Zentralpunktes und der eines räumlichen Hintergrundbildes wurden anhand eines Fließmusters getestet, das der Versuchsperson während des Gehens dargeboten wurde. 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The lateral sway induced by gaze shift was used to measure the deviation from the ideal straight path. <br>The importance of the optic flow pattern and the focus of expansion to control heading direction was tested by changing the perception of the focus of expansion. This was achieved by varying the velocity of the optic flow pattern. If the focus of expansion was a relevant cue for maintaining heading direction a reduction of lateral sway amplitude was expected with increasing flow velocity. The results show an increasing lateral sway with increasing flow velocity. This points out that the focus of expansion within a flow field is no dominant cue to control heading direction. Regardless whether gaze shifts were performed by eye- or headrotation, the lateral sway was small when presenting a background image. In contrast to this lateral sway was over four times larger in the dark-condition. 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