Abstract
dc:description.abstractNirgendwo sonst in Lateinamerika ist das literarische Grenzphänomen 'Oralität' so früh und nachhaltig zu einer zentralen Frage der Literatur geworden wie in <br>Argentinien. Um diese für Lateinamerika gleichwohl charakteristische <br>Sonderstellung herauszuarbeiten, wird die orality/literacy-Forschung —insbesondere im Bereich der Lateinamerikanistik— kritisch hinterfragt. Mit Derrida wird ein weit gefaßter und zugleich literarisch orientierter Schriftbegriff zugrundegelegt, demzufolge 'Oralität' ein diskursives Konstrukt ist, welches das grammatologische Problem einer schon immer vorangegangenen wechselseitigen Durchdringung von Oralität und Scripturalität verschleiert (scriptOralität). Einzelanalysen u.a. zu Werken von Fray Mocho, F. Grandmontagne, R. Mariani, R. Arlt, J.L. Borges und J. Cortázar zeigen, wie das Konstrukt trotz wandelnder Funktionen unangefochten bleibt, bis hin zur Post-Avantgarde, in der es dekonstruiert wird als Frage nach der 'Sprache des Anderen'.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Schäffauer, Markus Klaus
- Contributors dc:contributor
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- Berg, Walter Bruno
Subjects
dc:subject × 10Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/118
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:118