University of Freiburg
Die Magnetresonanztomographie (MRT) bei der Darstellung degenerativer Veraenderungen des patellaren Gelenkknorpels : Vergleich einer fettsupprimierten 3D-SPGR-Sequenz mit einer Turbo-Gradienten-Echo-Sequenz
Abstract
dc:description.abstractDie Magnetresonanztomographie hat sich als sehr nuetzlich bei der Darstellung von pathologischen Veraenderungen im Kniegelenk erwiesen, einzig die Evaluation des Gelenkknorpels wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Zahlreiche Pulssequenzen wurden bereits ausgewertet, um eine moeglichst genaue nichtinvasive Methode zur Darstellung von Knorpellaesionen herauszufinden. In den bisherigen Veroeffentlichungen rangieren die Sensitivitaeten zwischen 30 und 100%. Die meisten Pulssequenzen wurden am patellaren Knorpel evaluiert, welcher einerseits der dickste Knorpel im Koerper ist und andererseits relativ leicht mit Referenzmethoden wie der CT-Arthrographie und der Arthroskopie zu untersuchen ist. Die Evaluationen wurden entweder im Rahmen von Forschungsarbeiten oder in klinischen Studien durchgefuehrt, wobei Vergleiche zu anderen MRT-Sequenzen, zur Arthroskopie, zu anatomischen Praeparaten sowie zur CT-Angiographie angestellt wurden. Die fettsupprimierte 3D-spoiled-Gradienten-Echo-Sequenz (FS-3D-SPGR oder FS-3D-FLASH) erwies sich als eine der vielversprechensten Sequenzen. <br>Die neuentwickelte Turbo-FLASH-Sequenz zeigt, wie auch die FS-3D-SPGR-Sequenz, eine trilaminare Knorpelschichtung, die bei schwereren Knorpelveraenderungen (ab Grad 2-Laesionen) nicht mehr nachgewiesen werden konnte. Das Gelenkknorpelgewebe hebt sich mit einem stark hyperintensen Signal gegen die umliegenden Strukturen ab. Die Akquisitionszeit, bei 2 Bildakquisitionen pro Aufnahme, ist bei der Turbo-FLASH-Sequenz gegenueber der T2-gewichteten Standardsequenz um den Faktor 3,5 und gegenueber der FS-3D-SPGR-Sequenz um den Faktor 3 verkuerzt. Bei einer Untersuchung des Kniegelenks eines Erwachsenen benoetigt man also, um zusaetzlich eine Aussage zum Knorpelstatus der Patella (bei 20 Schnitten) zu treffen, mit der Standardsequenz 17,3 Minuten, mit der FS-3D-SPGR-Sequenz 14,3 Minuten und mit der Turbo-FLASH-Sequenz nur 5 Minuten. <br>Die Turbo-FLASH-Sequenz ist also zeit- (bis zu 10 Min. pro Patella bei 20 Schnitten) und damit auch kosteneffizient, allerdings auf Kosten der Genauigkeit bei der Graduierung von Knorpelschaeden. In unserer Studie waren die UEbereinstimmungen der Ergebnisse der FS-3D-SPGR-Sequenz mit dem Referenzstandard zwar hoeher, die Signifikanz im Vergleich zur Turbo-FLASH-Sequenz wurde jedoch knapp verfehlt (Wilcoxon, p=0.058). Angesichts der Vorteile (Zeit- und Kostenersparnis) waere eine groessere in vivo Studie allerdings erwaegenswert.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Hahn, Corinna
- Contributors dc:contributor
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- Uhl, Markus
Subjects
dc:subject × 5Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1177
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1177