{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1172"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1172","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Vergleichende klinische Studie zur Auslösung einer Bakteriämie : ultraschallbetriebenes Debridement versus subgingivales Scaling","abstract":"An einem Patientenkollektiv von 19 Personen (10 Männer und 9 Frauen, 34-75 J.) wurde das Auftreten einer Bakteriämie nach Parodontalbehandlung mit dem Ultraschall getriebenen Vector®-System verglichen mit der konventionellen Therapie mit Gracey-Küretten. Bei jedem Patienten erfolgte nach Anamnese- und Befunderhebung eine professionelle Zahnreinigung. In der darauf folgenden Sitzung erfolgte die Behandlung einer Kieferhälfte (n=30) mit den Handinstrumenten. Vor (t0) und 1-2 min nach der Behandlung (t1) wurden jeweils 10ml Venenblut aus der Armbeuge entnommen. Beim zweiten Termin wurde die contralaterale Seite mit dem Vector®-System behandelt (n=30) und 1-2 min danach eine Venenpunktion vorgenommen (t1’). Zur quantitativen Ermittlung der Bakteriämie erfolgten die Verarbeitung mit dem Lysis-Zentrifugations-Blutkultursystem und die Anzüchtung unter aeroben und anaeroben Bedingungen. Die Mikroorganismen wurden klassifiziert nach Anzahl, Form und aerobem, anaerobem sowie fakultativ anaerobem Wachstum. <br> <br>Bei den Probanden ließ sich vor der Behandlung (t0) keine Bakteriämie nachweisen. Nach Behandlung mit Gracey-Küretten (t1) war in 43,3 % der Fälle eine Bakteriämie zu verzeichnen. Nach der Vector®-Behandlung (t1’) konnte nur in 23,3 % der Fälle eine Bakteriämie nachgewiesen werden, der Unterschied war jedoch nicht signifikant. Männer zeigten im Mittel höhere Bakteriämiehäufigkeiten (41,7 %) als Frauen (20,8%). Dies lässt sich mit der schlechteren Mundhygiene bei Männern erklären. Die Behandlungen lösten im Oberkiefer (40,0%) häufiger Bakteriämien aus als im Unterkiefer (26,7%). Dies lässt sich am ehesten auf die im Oberkiefer größeren Sondierungstiefen zurückführen, da bei höheren Sondierungstiefen eine gering erhöhte Bakteriämiehäufigkeit zu verzeichnen war. Die Anwendung der Lokalanästhesie erhöhte nicht wesentlich die Wahrscheinlichkeit einer Bakteriämie innerhalb der beiden Behandlungsgruppen. Jedoch konnte bei Verwendung des minimal-invasiven Ultraschall-Debridements häufiger auf die Anwendung der lokalen Schmerzausschaltung verzichtet werden (23 von 30 Anwendungen) als bei der konventionellen Instrumenten-Kürettage (10 von 30 Anwendungen).","abstract_html":"An einem Patientenkollektiv von 19 Personen (10 Männer und 9 Frauen, 34-75 J.) wurde das Auftreten einer Bakteriämie nach Parodontalbehandlung mit dem Ultraschall getriebenen Vector®-System verglichen mit der konventionellen Therapie mit Gracey-Küretten. Bei jedem Patienten erfolgte nach Anamnese- und Befunderhebung eine professionelle Zahnreinigung. In der darauf folgenden Sitzung erfolgte die Behandlung einer Kieferhälfte (n=30) mit den Handinstrumenten. Vor (t0) und 1-2 min nach der Behandlung (t1) wurden jeweils 10ml Venenblut aus der Armbeuge entnommen. Beim zweiten Termin wurde die contralaterale Seite mit dem Vector®-System behandelt (n=30) und 1-2 min danach eine Venenpunktion vorgenommen (t1’). Zur quantitativen Ermittlung der Bakteriämie erfolgten die Verarbeitung mit dem Lysis-Zentrifugations-Blutkultursystem und die Anzüchtung unter aeroben und anaeroben Bedingungen. Die Mikroorganismen wurden klassifiziert nach Anzahl, Form und aerobem, anaerobem sowie fakultativ anaerobem Wachstum. &lt;br&gt; &lt;br&gt;Bei den Probanden ließ sich vor der Behandlung (t0) keine Bakteriämie nachweisen. Nach Behandlung mit Gracey-Küretten (t1) war in 43,3 % der Fälle eine Bakteriämie zu verzeichnen. Nach der Vector®-Behandlung (t1’) konnte nur in 23,3 % der Fälle eine Bakteriämie nachgewiesen werden, der Unterschied war jedoch nicht signifikant. Männer zeigten im Mittel höhere Bakteriämiehäufigkeiten (41,7 %) als Frauen (20,8%). Dies lässt sich mit der schlechteren Mundhygiene bei Männern erklären. Die Behandlungen lösten im Oberkiefer (40,0%) häufiger Bakteriämien aus als im Unterkiefer (26,7%). Dies lässt sich am ehesten auf die im Oberkiefer größeren Sondierungstiefen zurückführen, da bei höheren Sondierungstiefen eine gering erhöhte Bakteriämiehäufigkeit zu verzeichnen war. Die Anwendung der Lokalanästhesie erhöhte nicht wesentlich die Wahrscheinlichkeit einer Bakteriämie innerhalb der beiden Behandlungsgruppen. 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Bei jedem Patienten erfolgte nach Anamnese- und Befunderhebung eine professionelle Zahnreinigung. In der darauf folgenden Sitzung erfolgte die Behandlung einer Kieferhälfte (n=30) mit den Handinstrumenten. Vor (t0) und 1-2 min nach der Behandlung (t1) wurden jeweils 10ml Venenblut aus der Armbeuge entnommen. Beim zweiten Termin wurde die contralaterale Seite mit dem Vector®-System behandelt (n=30) und 1-2 min danach eine Venenpunktion vorgenommen (t1’). Zur quantitativen Ermittlung der Bakteriämie erfolgten die Verarbeitung mit dem Lysis-Zentrifugations-Blutkultursystem und die Anzüchtung unter aeroben und anaeroben Bedingungen. Die Mikroorganismen wurden klassifiziert nach Anzahl, Form und aerobem, anaerobem sowie fakultativ anaerobem Wachstum. <br> <br>Bei den Probanden ließ sich vor der Behandlung (t0) keine Bakteriämie nachweisen. Nach Behandlung mit Gracey-Küretten (t1) war in 43,3 % der Fälle eine Bakteriämie zu verzeichnen. Nach der Vector®-Behandlung (t1’) konnte nur in 23,3 % der Fälle eine Bakteriämie nachgewiesen werden, der Unterschied war jedoch nicht signifikant. Männer zeigten im Mittel höhere Bakteriämiehäufigkeiten (41,7 %) als Frauen (20,8%). Dies lässt sich mit der schlechteren Mundhygiene bei Männern erklären. Die Behandlungen lösten im Oberkiefer (40,0%) häufiger Bakteriämien aus als im Unterkiefer (26,7%). Dies lässt sich am ehesten auf die im Oberkiefer größeren Sondierungstiefen zurückführen, da bei höheren Sondierungstiefen eine gering erhöhte Bakteriämiehäufigkeit zu verzeichnen war. Die Anwendung der Lokalanästhesie erhöhte nicht wesentlich die Wahrscheinlichkeit einer Bakteriämie innerhalb der beiden Behandlungsgruppen. Jedoch konnte bei Verwendung des minimal-invasiven Ultraschall-Debridements häufiger auf die Anwendung der lokalen Schmerzausschaltung verzichtet werden (23 von 30 Anwendungen) als bei der konventionellen Instrumenten-Kürettage (10 von 30 Anwendungen).","The purpose of this study was to compare an ultrasonic scaling instrument (Vector®-system, Dürr Dental, Bietigheim-Bissingen, Germany) with the standard method (Gracey-curettes, Hu-Friedy, Leimen, Germany) regarding the occurrence of bacteremia after the treatment of periodontal lesions. 19 patients (9 female, 10 male; age 34-75 years) with chronically periodontal disease have been selected for this study. <br> <br>Prior to any treatment periodontal examinations have been performed followed by professional tooth cleaning. In the next session one quadrant (n=30) of the jaws was treated using hand curettage. 10 ml of blood of a suitable antecubital vein were obtained prior to (t0) and immediately (1-2 min) after the scaling procedure (t1). At the third appointment the contra lateral quadrant (n=30) was treated with the Vector®-system (Dürr Dental, Bietigheim-Bissingen, Germany). Blood samples were obtained after treatment (t1’) by means of venipuncture. <br> <br>No bacterial growth was detected in any of the blood samples taken prior to treatment (t0). After scaling (t1) 13 of 30 patients (43,3%) showed positive growth in their post-treatment blood samples. After Vector®-treatment (t1’) bacteraemia could be confirmed in only 7 of 30 patients (23,3%). The difference was statistically not significant. <br> <br>Men had an higher odds ratio of bacteriemia (41,7 %) than women (20,8%), due to reduced oral cleaning habits. The incidence of bacteremia after treatment of the upper jaw (40,0%) was higher than after the treatment of the lower jaw (26,7%). This might be due to the higher mean probing depth in the upper jaw."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Vergleichende klinische Studie zur Auslösung einer Bakteriämie : ultraschallbetriebenes Debridement versus subgingivales Scaling","Ultrasound based debridement versus suggingival scaling : a comparative clinical study to investigate the incidence of bacteremia"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Krekeler, Gisbert"],"dc:creator":["Papatsaroucha, Eleni"],"dc:description.abstract":["An einem Patientenkollektiv von 19 Personen (10 Männer und 9 Frauen, 34-75 J.) wurde das Auftreten einer Bakteriämie nach Parodontalbehandlung mit dem Ultraschall getriebenen Vector®-System verglichen mit der konventionellen Therapie mit Gracey-Küretten. 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Nach der Vector®-Behandlung (t1’) konnte nur in 23,3 % der Fälle eine Bakteriämie nachgewiesen werden, der Unterschied war jedoch nicht signifikant. Männer zeigten im Mittel höhere Bakteriämiehäufigkeiten (41,7 %) als Frauen (20,8%). Dies lässt sich mit der schlechteren Mundhygiene bei Männern erklären. Die Behandlungen lösten im Oberkiefer (40,0%) häufiger Bakteriämien aus als im Unterkiefer (26,7%). Dies lässt sich am ehesten auf die im Oberkiefer größeren Sondierungstiefen zurückführen, da bei höheren Sondierungstiefen eine gering erhöhte Bakteriämiehäufigkeit zu verzeichnen war. Die Anwendung der Lokalanästhesie erhöhte nicht wesentlich die Wahrscheinlichkeit einer Bakteriämie innerhalb der beiden Behandlungsgruppen. Jedoch konnte bei Verwendung des minimal-invasiven Ultraschall-Debridements häufiger auf die Anwendung der lokalen Schmerzausschaltung verzichtet werden (23 von 30 Anwendungen) als bei der konventionellen Instrumenten-Kürettage (10 von 30 Anwendungen).","The purpose of this study was to compare an ultrasonic scaling instrument (Vector®-system, Dürr Dental, Bietigheim-Bissingen, Germany) with the standard method (Gracey-curettes, Hu-Friedy, Leimen, Germany) regarding the occurrence of bacteremia after the treatment of periodontal lesions. 19 patients (9 female, 10 male; age 34-75 years) with chronically periodontal disease have been selected for this study. <br> <br>Prior to any treatment periodontal examinations have been performed followed by professional tooth cleaning. In the next session one quadrant (n=30) of the jaws was treated using hand curettage. 10 ml of blood of a suitable antecubital vein were obtained prior to (t0) and immediately (1-2 min) after the scaling procedure (t1). At the third appointment the contra lateral quadrant (n=30) was treated with the Vector®-system (Dürr Dental, Bietigheim-Bissingen, Germany). Blood samples were obtained after treatment (t1’) by means of venipuncture. <br> <br>No bacterial growth was detected in any of the blood samples taken prior to treatment (t0). After scaling (t1) 13 of 30 patients (43,3%) showed positive growth in their post-treatment blood samples. After Vector®-treatment (t1’) bacteraemia could be confirmed in only 7 of 30 patients (23,3%). The difference was statistically not significant. <br> <br>Men had an higher odds ratio of bacteriemia (41,7 %) than women (20,8%), due to reduced oral cleaning habits. 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